Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement

Unter Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) versteht man in Österreich das koordinierte Vorgehen von Behörden und Einsatzorganisationen zur Abwehr von nichtalltäglichen Gefahren sowie zur Verhinderung und Beseitigung von Schäden infolge von Elementarereignissen und Katastrophen.

Im Jahr 1986 zeigte die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, dass technische Gefahren grenzüberschreitende Auswirkungen haben können. Am 3. November 1986 wurde aufgrund dieser Erfahrungen erstmals beim Bundeskanzleramt die Einrichtung eines Staatlichen Krisenmanagements beschlossen. Als Reaktion auf die Lawinenkatastrophe von Galtür, das Grubenunglück von Lassing und den Tauerntunnelbrand wurde im Jahr 2000 im Bundesministerium für Inneres die Zuständigkeit für die Koordination des Staatlichen Katastrophenschutzmanagements begründet. Im Jahr 2003 wurden schließlich diese beiden Zuständigkeiten im Bundesministerium für Inneres fusioniert und die Strukturen als Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) vereinheitlicht. Die Verwaltungsorganisation für die Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements wurde mit Ministerratsbeschluss vom 20. Jänner 2004 über die Neuorganisation des „Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements und der internationalen Katastrophenhilfe (SKKM)“ festgelegt. Die wichtigste Neuerung bildet dabei die Zusammenführung der zuvor in zwei verschiedenen Ministerien angesiedelten Koordinationsgremien in einen neuen Koordinationsausschuss unter dem Vorsitz des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit.

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