Stadtpfarrkirche Kitzbühel

Die Stadtpfarrkirche mit ihrem gotischen Turm aus dem 13. Jahrhundert

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche Kitzbühel, geweiht dem Heiligen Andreas, befindet sich am Rande des steil abfallenden Lebenberges zu Kitzbühel (Nordtirol). Es handelt sich um einen spätgotisch-barocken dreischiffigen Bau. Sie war einst der Mutterpfarre St. Johann in Tirol zugehörig und gehört zum Dekanat St. Johann in Tirol der Erzdiözese Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Pfarrkirche Kitzbühel wurde vermutlich im 8. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Damals gab es schon am heutigen Kirchenstandort auf 762 Meter Seehöhe eine kleine Saalkirche. Ein erstmaliger Neubau erfolgte im 12. Jahrhundert. Ein Jahrhundert später erfolgte ein gotischer Neubau, der bis in das 15. Jahrhundert bestand. Dabei wurde der heutige etwa 45 Meter hohe, schlanke Turm errichtet.

Der Bevölkerungszuwachs machte im 15. Jahrhundert die Errichtung einer größeren Kirche erforderlich. Der Baumeister Stefan Krumenauer aus Salzburg wurde beauftragt, Pläne für eine spätgotische, dreischiffige Großkirche zu konstruieren. Baubeginn war im Jahre 1435. Bis 1506 dauerten die Arbeiten. Der gotische Turm an der Nordseite blieb erhalten. Ihm wurde später ein barocker Abschluss mit einer Aussichtsplattform aufgesetzt.

Von 1661 bis 1663 errichteten Benedikt Faistenberger und Veit Rabl einen hohen, vergoldeten Barockaltar, der die heilige Maria mit Kind zeigt. 1739 stattete der Maler Simon Benedikt Faistenberger das Kircheninnere mit zahlreichen Deckenfresken aus. Anno 1785 wurde der restliche Teil der gotischen Kirche barockisiert.[1][2]

Glocken

Das Stadtgeläute von Kitzbühel besteht aus fünf läutbaren Glocken. Die zwei großen hängen im 48 Meter hohen Liebfrauenturm, von denen die größte die wertvollste ist. Sie wurde 1845 von Joseph Georg Miller gegossen und wurde auf den Namen Kaiserglocke getauft, da der Kaiser der Bitte nachkam, sie im Ersten Weltkrieg zu verschonen. Ihr Gewicht beträgt knapp 6400 kg. Ihr Nominale ist g°. Die anderen Glocken stammen von Grassmayr aus den Jahren 1953 (d'-f'-g') und 1970 (b° - 2988 kg). Glocke 2 ist dem Heiligen Andreas geweiht. Da der gotische Turm sehr schlank ist und nicht die gewünschte Statik aufweist, müssen die drei kleineren Glocken gekröpft und ohne Klöppelfänger läuten.

Weblinks

 Commons: Stadtpfarrkirche Kitzbühel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.trivago.at/kitzbuehel-44042/kirche-dom-kloster/pfarrkirche-sankt-andreas-1300761
  2. http://www.pfarrekitzbuehel.at/

47.44803312.214891Koordinaten: 47° 26′ 53″ N, 12° 12′ 54″ O