Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (Bad Ischl)

Chor
Fresken
Taufstein

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus ist die römisch-katholische Stadtpfarrkirche der Diözese Linz in der Stadt Bad Ischl.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eine erste urkundliche Erwähnung einer „Kirch zu Ischl“ erfolgte 1320. Die Kirche wurde auf den heiligen Nikolaus geweiht und von Goisern aus betreut, später vom Frauenkloster Traunkirchen bzw. nach dessen Auflösung vom Jesuitenorden, und wurde 1773 zur selbständigen Pfarrkirche erhoben.

1769 wurde die alte Kirche abgerissen und danach neu im Stile des Klassizismus errichtet. Der gotische Turm blieb dabei erhalten. Da Ischl Sommersitz des österreichischen Kaisers Franz Joseph war, wurde die Kirche als Hofpfarrkirche bezeichnet.

Ab 1870 wurde die Kirche durch großzügige Spenden mit Fresken und neuen Altären ausgestattet. Zum 18. August 1880 (50. Geburtstag des Kaisers) wurde die Kirchenausstattung vollendet und feierlich eingeweiht.

Die Fresken stammen vom Kirchenmaler Georg Mader und sind typisch für das späte 19. Jahrhundert, die Altarbilder von Leopold Kupelwieser.

Orgel

Die erste Orgel stammt wahrscheinlich noch aus der gotischen Kirche und wurde wohl 1780 in der heutigen Kirche installiert. 1825 wurde eine neue Orgel von Simon Anton Hötzel errichtet.

Die heutige Orgel wurde 1888 von Mathäus Mauracher errichtet. Sie gilt als eines der besten Werke österreichischer Orgelbaukunst der Zeit der Monarchie und wurde von 1908 bis 1910 erweitert. Auf dieser Orgel spielte regelmäßig der österreichische Komponist Anton Bruckner[1]

Das Instrument verfügt über 60 Register auf drei Manualen und Pedal und ist damit einer der größten Orgeln des Landes. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektropneumatisch. Das Instrument ist mit einer elektronischen Setzeranlage ausgestattet. Zur Orgel gehörte auch ein Fernwerk, welches sich auf der Mitte der Kirche auf dem Dachboden befand, sich aber nicht erhalten hat. Im Spieltisch ist das Fernwerk angelegt, aber bislang noch nicht realisiert.[2]

I Hauptwerk C–c4
1. Principal 16′
2. Bordun 
 16′
3. Principal 
 8′
4. Viola baritona 
 8′
5. Doppelflöte 
 8′
6. Gedackt 
 8′
7. Quintatön 
 8′
8. Gemshorn 
 8′
9. Nassat 
 5 1/3
10. Octave 
 4′
11. Fugara 
 4′
12. Rohrflöte 
 4′
13. Quinte 
 2 2/3
14. Octavin 
 2′
15. Mixtur V 
 2 2/3
16. Fagott 
 16′
17. Trompete 
 8′
18. Trompete 4′
II Positiv C–c4
19. Lieblich Gedackt 
 16′
20. Flötenprincipal 
 8′
21. Gamba 
 8′
22. Salicional 
 8′
23. Philomela 
 8′
24. Lieblich Gedackt 8′
25. Octave 4′
26. Dolceflöte 4′ 

27. Geigen Prästant 4′ 

28. Flautino 
 2′
29. Quintflöte 
 2 2/3
30. Septime 
 2 1/7
31. Terz 
 1 3/5
32. Mixtur III 
 2′
33. Cornett V 8′
34. Klarinette 
 8′
35. Tuba mirabilis 8′
III Schwellwerk C–c4
36. Salizet 
 16′
37. Geigenprincipal 8′ 

38. Dolceflöte 
 8′
39. Aeoline 
 8′
40. Vox coelestis 
 8′
41. Konzertflöte 
 8′
42. Unda maris 
 8′
43. Traversflöte 
 4′
44. Dolciana 
 4′
45. Harmonia aeth. IV 2 2/3′ 

46. Oboe 8′


III Fernwerk C–c4
Vox angelica 
 8′
Äolsharfe 
 8′
Fernflöte 
 8′
Viola 
 4′
Piccolo 
 2′
Vox humana 8′
Pedal C–c4
47. Kontrabaß 
 32′
48. Principalbaß 
 16′
49. Violon 
 16′
50. Subbaß 
 16′
51. Stillgedacktbaß 16′ 

52. Quintbaß 
 10 2/3
53. Octavbaß 
 8′
54. Baßflöte 
 8′
55. Gedecktbaß 
 8′
56. Cello 
 8′
57. Pedal-Cornett III 
 8′
58. Octave 4′
59. Posaune 
 16′
60. Trompete 8′
  • Koppeln: I/I (Superoktavkoppel), II/I (auch als Sub- und Superoktavkoppel), III/I, III/II (auch als Superoktavkoppel), III/III /Superoktavkoppel), I/P, II/P, III/P
  • Spielhilfen: Feste Kombinationen (p, mf, f, ff, pleno), Absteller, Freie Kombinationen

Einzelnachweise

  1. Informationen zur Geschichte der Orgel
  2. Informationen zur Orgel

Weblinks

 Commons: Stadtpfarrkirche (Bad Ischl) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.71170313.623015Koordinaten: 47° 42′ 42,1″ N, 13° 37′ 22,9″ O