Stadtschulrat für Wien

Der Stadtschulrat für Wien ist ein Organ der Schulbehörde. Seine Funktion entspricht jener der Landesschulräte in den anderen acht Bundesländern Österreichs.

Derzeitiger Präsident ist der Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Amtsführende Präsidentin ist Susanne Brandsteidl. Ihr Vorgänger war Kurt Scholz.

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Sitz des Stadtschulrates für Wien

Palais Epstein, Dr. Karl Renner Ring 1–3, Seitenansicht. Von 1922–1938 und von 1958–2001 war es Sitz des Wiener Stadtschulrates

Seit März 2001 ist der Sitz des Wiener Stadtschulrats in der Wipplingerstraße 28 in Wien-Innere Stadt. Zuvor war dort der Landesschulrat für Niederösterreich untergebracht, der jedoch 1988 nach St. Pölten übersiedelte. Die Übersiedlung in das große Gebäude brachte die Möglichkeit der Adaptation und der Zusammenlegung der auf sechs Standorte in Wien verteilten Dienststellen des Stadtschulrates mit sich.

Zuvor hatte das Palais Epstein auf dem Dr.-Karl-Renner-Ring in der Zwischen- und Nachkriegszeit dem Wiener Stadtschulrat als Amtssitz gedient. Der Amtsführende Präsident Otto Glöckel hatte sich als Schulreformer von hier aus einen Namen gemacht.

Geschichte des Wiener Stadtschulrats

Der Stadtschulrat für Wien wurde 1922 nach der Trennung Wiens von Niederösterreich errichtet (Trennungsgesetz). Otto Glöckel, der erste Amtsführende Präsident (auch Zweiter Präsident damals genannt), schuf durch kluges organisatorisches Geschick eine machtvolle Behörde, die alle Agenden des Landes- und des Bezirksschulrats an sich zog. Von 1922–1934 konnte er in kaum verhüllter Gegnerschaft zum Bundesministerium für Unterricht viele Neuerungen im Rahmen der Wiener Schulreform durchsetzen. Er wollte Wien zur „Musterschulstadt“ gestalten [1] .

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1] Österreichisches Parlament: Gleiche Bildungschancen für alle - Die Schulreformer Otto Glöckel, Charlotte und Karl Bühler im Palais Epstein