Starhemberg-Kaserne

Starhemberg Kaserne

Die Starhemberg-Kaserne (bis 1967: Franz-Ferdinand-Kaserne) wurde in den Jahren 1910 bis 1912 von der k.u.k. Armee in der Gußriegelstraße im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten für das Infanterieregiment Erzherzog Josef Nr. 37 errichtet und durch einen weiteren Trakt an der Graffgasse im Jahr 1913 erweitert.

Die Kaserne wurde in der Zwischenkriegszeit erst vom Bundesheer und dann von der deutschen Wehrmacht übernommen. Als solche wurde sie zu einem Schauplatz der NS-Militärjustiz, da in ihr Soldaten verhört wurden und Todeskandidaten einsaßen [1]. In dieser Zeit erhielt sie auch den Namen Trostkaserne nach einer der Straßen, an die sie angrenzt.[2]

Am 15. Februar 1943 begann hier und in der Karl-Kaserne für die ersten Schüler Wiens als Luftwaffenhelfer (Flakhelfer) der Kriegseinsatz. Nach Kriegsende folgte die Rote Armee bis 1955. Dann bezog wieder das Österreichische Bundesheer den Komplex. Am 3. November 1967 erfolgte die Umbenennung der Franz-Ferdinand-Kaserne in Starhemberg-Kaserne.

Einzelnachweise

  1. Franz Loidl: Gedenkstein-Enthüllung für Widerstandskämpfer – Soldaten und Feuerwehrleute – auf der Kagraner Schiesstätte am 5. November 1984. (=Miscellanea, 3, Nr. 38, Wiener Katholische Akademie). Wien, 1984. S. 5-9.
  2. Tag der offenen Tür an der Fernmeldetruppenschule auf der Seite des Bundesheeres abgerufen am 14. Jänner 2010

Literatur

Siehe auch

48.17111111111116.3575Koordinaten: 48° 10′ 16″ N, 16° 21′ 27″ O