Stefan Bachmann

Stefan Bachmann, 2011

Stefan Bachmann (* 1. Juli 1966 in Zürich) ist ein Schweizer Theaterregisseur.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Ausbildung

1986 bis 1988 studierte Stefan Bachmann Germanistik und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Zürich.[1] 1987 war er Hospitant am Schauspielhaus Zürich bei Der lange Abschied nach Raymond Chandler (Regie Gerd Heinz) und er schrieb Zeitungsbeiträge für den Tages-Anzeiger und Die Weltwoche. Es folgten Volontariate bei Spiel- und Werbefilmen. 1988/89 erhielt er eine Hospitanz bei Luc Bondy an der Schaubühne Berlin.[1] 1989 erfolgte sein Umzug nach Berlin und der Beginn des Studiums der Germanistik, Theater- und Religionswissenschaft.[1] Er war Mitglied des Studententheaters Studiobühne an der Freien Universität und zusammen mit Ricarda Beilharz, Thomas Jonigk und Lars-Ole Walburg Mitbegründer des Theaters Affekt.[1] Dieses wurde mit Inszenierungen wie beispielsweise Shakespeares Titus Andronicus (1992), Aristophanes' Lysistrate (1993), Kleists Penthesilea (1994) oder Goethes Lila bis über die freie Theaterszene Berlins hinaus bekannt.

Stefan Bachmann (2.v.l.), für die beste Regie („Verbrennungen“ von Wajdi Mouawad, Akademietheater) mit dem Nestroy-Theaterpreis 2008 ausgezeichnet

Theaterarbeit

OB Jürgen Roters (links) und der Beigeordnete für Kunst und Kultur, Georg Quander (rechts), stellen auf einer Pressekonferenz im Rathaus den designierten künftigen Intendanten des Kölner Schauspiels, Stefan Bachmann (Mitte), vor

Ab 1993 war er als freiberuflicher Theaterregisseur tätig. Stefan Bachmann inszenierte unter anderem am Schauspiel Bonn (1994), an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin (Marivaux' Die falsche Zofe 1994), am Zürcher Theater am Neumarkt (Goethes Wahlverwandtschaften 1995) und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Corneilles Triumph der Illusionen 1997). 1996 wählte ihn die Kritik zum Nachwuchsregisseur des Jahres. 1998 wurde er Schauspieldirektor am Theater Basel und nur ein Jahr später wurde dieses von Theater heute zum Theater des Jahres gewählt. Insgesamt war Stefan Bachmann bislang mit drei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen vertreten (1996, 1997 und 2000). Als Schauspieldirektor verblieb Bachmann in Basel bis zum Ende der Spielzeit 2002/2003.[1] Danach arbeitete er wieder als freier Regisseur. Seine Arbeiten führten ihn nun ans Burgtheater in Wien und ans Deutsche Theater in Berlin. 2006/2007 inszenierte er vor allem am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Berliner Gorki-Theater.[2] 2008 wurde Stefan Bachmann für seine Regieleistung in der Akademietheater-Inszenierung von Wajdi Mouawads Verbrennungen mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit Zustimmung des Hauptausschuss des Rates der Stadt Köln vom 7. November 2011 wird er ab dem 1. September 2013 Intendant des Schauspiel Köln.[3]

Inszenierungen (Auswahl)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. a b c d e Stefan Bachmann im Munzinger-Archiv, abgerufen am 18. November 2012.
  2. Stefan Bachmann, Goethe-Institut
  3. Stefan Palm: Hauptausschuss fällt wichtige Personalentscheidungen. Abschluss der Verträge für Chefs von Museum Ludwig und Schauspiel beschlossen. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 8. November 2011, abgerufen am 8. November 2011.

Literatur

Weblinks

 Commons: Stefan Bachmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien