Steinmandl (Allgäuer Alpen)

Steinmandl
Steinmandl aus Westen

Steinmandl aus Westen

Höhe 1982 m ü. A.
Lage Vorarlberg, Österreich
Gebirge Nordwestliche Walsertaler Berge, Allgäuer Alpen
Dominanz 0,8 km → Grünhorn
Schartenhöhe 42 m ↓ Einschartung zum Grünhorn
Geographische Lage 47° 19′ 56″ N, 10° 4′ 12″ O47.33222222222210.071982Koordinaten: 47° 19′ 56″ N, 10° 4′ 12″ O
Steinmandl (Allgäuer Alpen) (Vorarlberg)
Steinmandl (Allgäuer Alpen)
Gestein Flysch der Üntschendecke[1]

pd4

Das Steinmandl ist ein 1982 m ü. A. hoher Berggipfel in den Allgäuer Alpen im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Der in der Untergruppe Nordwestliche Walsertaler Berge gelegene Berg erhebt sich aus dem Bergkamm, der vom Diedamskopf (2090 m) nach Südosten zum Grünhorn (2039 m) zieht. Der direkte Bergnachbar im Westen ist das Kreuzmandl (1982 m). Nach Südosten verläuft der Grat über eine Einschartung zum Grünhorn. Im Norden trennt der Gerachsattel (1752 m) das Steinmandl vom Hählekopf (2058 m). Im Nordwesten befindet sich eine kleine Hochebene, in der sich die Quellbäche der Subersach vereinigen. Nach Süden fallen die Flanken als große Mulde ins Tal des Schrecksbachs ab, darüber erhebt sich die Üntschenspitze (2135 m). Nach Osten hin bildet das Steinmandl mit dem Hählekopf den westlichen Abschluss des Schwarzwassertals.

Die Gemarkung, auf der sich das Steinmandl befindet, ist Mittelberg. Über den Berg verläuft auch die Grenze zum nördlich gelegenen Gemeindegebiet von Bezau und dem südlichen Schoppernauer Gebiet.[2]

Besteigung

Stützpunkt für eine Besteigung des Kreuzmandls ist die Schwarzwasserhütte (1620 m) am Fuß des Ostrückens.

Sommer

Der Normalweg auf das Steinmandl verläuft von der Schwarzwasserhütte über den Ostrücken zum Gipfel. Auch eine Besteigung über die felsigen Grate vom Grünhorn und Kreuzmandl her ist möglich. Voraussetzung dafür sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kletterfertigkeit im I. Grad.[3]

Winter

Auch im Winter kann das Steinmandl im Rahmen einer Skitour bestiegen werden. Der Aufstieg von der Schwarzwasserhütte erfolgt wie der Sommerweg, abgefahren wird üblicherweise über die Ostflanke.[4] Außerdem kann der Gipfel über die Südmulde vom Neuhornbachhaus (1650 m) erreicht werden.[5]

Gipfelkreuz

Das alte Gipfelkreuz auf dem Steinmandl war 2010 durch einen Blitzeinschlag zerstört worden. Daraufhin entschied sich die Gewerbliche Schule für Holztechnik in Stuttgart ein neues Kreuz zu errichten. Nach einer Probemontage im Juni 2011 fand im September 2011 die endgültige Errichtung des neuen Holzkreuzes statt. Begleitet wurde das Projekt von einem Filmteam des SWR Fernsehens.[6][7]

Galerie

Weblinks

 Commons: Steinmandl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Christel Finck, Martin Klein: Die Gipfelstürmer. Südwestrundfunk, 2011 (Film über die Errichtung des neuen Gipfelkreuzes)

Einzelnachweise

  1. Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer – Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985, ISBN 3-7633-1111-4 (S. 512).
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000). Abgerufen am 24. Januar 2012.
  3. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin – Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2 (S. 170 f).
  4. Kristian Rath: Skitourenführer Allgäu mit Kleinwalsertal und Tannheimer Tal. 6. Auflage. Panico Alpinverlag, Köngen 2009, ISBN 978-3-9367-4010-3 (S. 33).
  5. Anton Kempf, Rainer Kempf: Skitourenführer Bregenzerwald inkl. Großes Walsertal und Lechquellengebirge. 2. Auflage. Panico Alpinverlag, Köngen 2006, ISBN 978-3-9367-4012-7 (S. 96).
  6. SWR Fernsehen: Die Gipfelstürmer – Eine Schulklasse, Lehrer und ein neues Gipfelkreuz. Abgerufen am 24. Januar 2012.  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.swr.de
  7. Gipfelkreuz – Semesterarbeit an der Fachschule für Holztechnik. Abgerufen am 24. Januar 2012.