Stuhlfelden

Stuhlfelden
Wappen von Stuhlfelden
Stuhlfelden (Österreich)
Stuhlfelden
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 29,62 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 12° 31′ O47.26666666666712.516666666667800Koordinaten: 47° 16′ 0″ N, 12° 31′ 0″ O
Höhe: 800 m ü. A.
Einwohner: 1.550 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 52,33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5724
Vorwahl: 06562
Gemeindekennziffer: 5 06 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stuhlfelden Nr. 21
5724 Stuhlfelden
Website: www.stuhlfelden.salzburg.at
Politik
Bürgermeisterin: Sonja Ottenbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(17 Mitglieder)
ÖVP, 4 SPÖ, 4 FPÖ
Lage der Gemeinde Stuhlfelden im Bezirk Zell am See
Bramberg am Wildkogel Bruck an der Großglocknerstraße Dienten am Hochkönig Fusch an der Großglocknerstraße Hollersbach im Pinzgau Kaprun Krimml Lend Leogang Lofer Maishofen Maria Alm am Steinernen Meer Mittersill Neukirchen am Großvenediger Niedernsill Piesendorf Rauris Saalbach-Hinterglemm Saalfelden am Steinernen Meer Sankt Martin bei Lofer Stuhlfelden Taxenbach Unken Uttendorf Viehhofen Wald im Pinzgau Weißbach bei Lofer Zell am See Salzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Stuhlfelden im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Stuhlfelden ist eine Gemeinde im Oberpinzgau des Bezirks Zell am See (Pinzgau), Salzburger Land, Österreich, mit 1550 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Sie gehört zu den Nationalparkgemeinden Hohe Tauern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Salzachtal, etwa 25 Kilometer von Zell am See entfernt. Das verhältnismäßig kleine Gemeindegebiet zieht sich nach Norden in die Kitzbüheler Alpen bis an die Landesgrenze zu Tirol im Nordwesten, im Süden gehören nur die Nordhänge des Granatspitzgrat-Ausläufers zum Gemeindegebiet. Höchster Punkt der Gemeinde ist der 2363 m ü. A. hohe Gaißstein im Norden, südlichster Punkt ist am Sturmannseck (47.25333333333312.5319444444441832), am Anstieg zum Zwölferkogel (2446 m), dem Zwölf-Uhr-Berg des Orts Stuhlfelden.

Stuhlfelden war bis 2002 Teil des Gerichtsbezirks Mittersill und gehört seit 2003 zum Gerichtsbezirk Zell am See.

Nachbargemeinden

Jochberg (Bez. Kitzbühel, Tir.) Saalbach-Hinterglemm
Mittersill Nachbargemeinden Uttendorf

Gemeindegliederung

Ortschaften der Gemeinde sind

Bam, Dürnberg, Pirtendorf, Stuhlfelden, Wilhelmsdorf.

Die Gemeinde umfasst zwei Katastralgemeinden, Stuhlfelden mit 11,7 km² und Dürnberg mit 18 km².

Hauptort der Gemeinde

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Stuhlfelden (DorfOrtschaft)
Katastralgemeinde Stuhlfelden
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zell am See (ZE), Salzburg
Pol. Gemeinde Stuhlfelden
Koordinaten 47° 17′ 18″ N, 12° 31′ 40″ O47.28833333333312.527777777778800
Höhe 800 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 1262 (2010)
Fläche d. KG 11,7494 km²
Postleitzahl A-5724f1
Vorwahl +43/06562f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 14294
Katastralgemeindenummer 57024
Zählbezirk/Zählsprengel Stuhlfelden (50621 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Stuhlfelden, mit etwa 1.300 Einwohnern. Es liegt oberhalb des nördlichen Salzachufers am Talausgeng des Stuhlfeldner Bachs, am Südfuß der Stimmelhöhe (!547.3102785512.51111151803 m47.31027777777812.5111111111111803, einem Vorberg des Gaißsteins), und des Manlitzkogels (2247 m).

Zur Ortschaft gehören auch die Rotte Burgwies im Westen. Zur Katastralgemeinde zählen auch die Gebiete der Ortschaften Pirtendorf und Wilhelmsdorf.

Nachbarortschaften:

Dürnberg Bam
Burk (Gemeinde Mittersill) Nachbargemeinden Pirtendorf
Felben (Gemeinde Mittersill) Wilhelmsdorf

Geschichte

Der Ort wird erstmals 963 als ad Stoulveldum urkundlich erwähnt,[1] und ist damit die ältest-genannte Gemeinde des Oberpinzgaues. Als Pfarre wird sie schon 1160 genannt.[1] Als Ort im Fürsterzbistum Salzburg war Stuhlfelden bis 1806 salzburgisch und kam 1816 mit Salzburg zu Österreich.

Als eine der Urpfarren des Pinzgaues ist Stuhlfelden auch Sitz eines römisch-katholischen Dekanats (Erzdiözese Salzburg), zuständig für den Oberpinzgau.

Politik

Gemeindevertretung

9
4
4
Von 17 Sitzen entfallen auf:

Direkt gewählte Bürgermeisterin ist Sonja Ottenbacher (ÖVP).

Wappen

Wappen Stuhlfelden.svg

Das Wappen der Gemeinde ist:

In von Blau über Gold geteiltem Schilde ein rechtsgewendeter, feuerspeiender roter Panther.


Wirtschaft und Infrastruktur

Typisch für die Region sind die vielen kleineren Familienunternehmen, die sich auf das Vermieten von Ferienwohnungen und Apartments spezialisiert haben.

Verkehr

Stuhlfelden ist auf Straßen und per Bahn gut erreichbar. Die B 168 Mittersiller Straße passiert den Ort, die Pinzgaubahn hat eine Haltestelle Stuhlfelden Lokalbahn47.28841666666712.529694444444780 bei Pirtendorf, die Postbus-Linie 670 Zell am See – Krimml hält Stuhlfelden Ortsmitte47.28666666666712.528416666667783.

Heilbad Burgwies

Das Heilbad liegt am sonnseitigen Berghang westlich von Stuhlfelden gegen Mittersill (47.28805555555612.510277777778782). Es ist schon 1450 erwähnt. Heute ist es privat genutzt.[2]

Es handelt sich um eine akratische Calcium-Magnesium-Natrium-Hydrogencarbonat-Schwefelquelle[3] mit Eisengehalt, die erwärmt wird. Als Indikationen werden Erkrankungen an Bewegungs- und Stützapparat (postoperative Therapie), Rheumatische Erkrankungen, Frauenkrankheiten, Neurologische Erkrankungen genannt.

Bildung

  • Volksschule
  • Sonderpädagogisches Zentrum

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche Maria Himmelfahrt im Zentrum von Stuhlfelden
In Stuhlfelden
  • Schloss Lichtenau (Stuhlfelden 23 47.28841666666712.529694444444800): im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts erbaut; mit quadratischen Grundriss und fünf zierlichen Ecktürmchen; beherbergt heute die Allgemeine Sonderschule; das Schloss liegt direkt im Ort
  • Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (Maria am Stein) und Friedhof (Stuhlfelden 41 !547.2883895512.527667547.28838888888912.527666666667800): erstmals 1140 urkundlich erwähnt, im romanischen Stil erbaut, aber in der Gotik erneuert und ausgebaut, 58 m hoher Spitzhelmturm; sehenswerte Innenausstattung, romanisches Rundbogenportal – Kirche mit Friedhof stehen unter Denkmalschutz
  • Pfarrhof (Stuhlfelden 18 47.28880555555612.527722222222800): Denkmalgeschützter Pfarrhof
  • Schwaigergut (Schwaigerlehen/Berngarten) (Stuhlfelden 14 47.28833333333312.526055555556800): Denkmalgeschütztes Bauernhaus, Pinzgauer mehrstöckiger Einhof des 16. Jahrhunderts in Blockbauweise mit Gangln, innen erhaltene Rauchkuchl, über 500 Jahre alt
  • Geigerhaus (Stuhlfelden 25 neben dem Schloß Lichtenau 47.28883333333312.529583333333800): ebenfalls über 500 Jahre alter hölzerner Pinzgauer Einhof, wird nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb geführt.
  • Jugendhaus Quehenberger, ehemalige Haus Weyergut (Stuhlfelden 15 47.28836111111112.526972222222800):[4] Denkmalgeschütztes ehem. Haus Weyergut, Wirtschaftshof
  • Kaiser Franz Denkmal: stand ursprünglich am Kreuzbichl an der alten Pass Thurnerstraße, es erinnert an Kaiser Franz I., der die Salzachregulierung im Oberpinzgau in den 1830ern veranlasst hatte – am Pass Thurn soll er angesichts der versumpften Talung den Entschluss dazu gefasst haben.[1][5]
  • Waldkapelle Stuhlfelden oberhalb des Orts: Votivkapelle von 1833, unter Denkmalschutz
In den umliegenden Ortschaften der Gemeinde
  • Schloss Labach: in Wilhelmsdorf, urkundlich erstmals 1323 erwähnt (auch Lambach, Lapach)
  • Saueck-Kapelle in Bam
Im Umland
  • Nationalpark Hohe Tauern: Stuhlfelden liegt am Nationalpark, gehört aber nicht direkt zu den Nationalparkgemeinden, da sein Gemeindegebiet etwas nördlich der NP-Grenzen endet

Weblinks

 Commons: Stuhlfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Stuhlfelden historisch. Ortsgemeinde Stuhlfelden, abgerufen am 2010.
  2. Heilbad Burgwies
  3. Eintrag zu Stuhlfelden in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online  (auf AEIOU)
  4. Selbstversorgerhaus Quehenberger in Stuhlfelden, Homepage auf members.aon.at
  5. Eine zeitgenössische Beschreibung der „großen Wohlthat im Kampf gegen die heillose Sumpfwüste“ und des Denkmals findet sich in  Ernst Adolf Schaubach: Handbuch für Reisende durch die Länder Salzburg, Obersteyermark, das österreichische Gebirgsland und Salzkammergut. In: Die deutschen Alpen: ein Handbuch für Reisende durch Tyrol, Österreich, Steyermark, Illyrien, Oberbayern und anstossenden Gebiete. Band III, F. Frommann, Jena 1846, Das Salzachthal und sein Gebiet mit nördlicher Vorlage und Vorlande, S. 33 f (2. Auflage 1850, Volltext in der Google Buchsuche).