Sudetendeutsches Archiv

Das Sudetendeutsche Archiv dient der Bewahrung und Erforschung der Kultur und Geschichte der Sudetendeutschen und hat seinen Sitz im Sudetendeutschen Haus in München. Es wurde 1955 mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern gegründet. Träger des Archivs ist der eingetragene Verein Sudetendeutscher Museums- und Archivverein e.V., der vom Bayerischen Staatsministerien für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen institutionell gefördert wird.

Bestände

Historisch bedingt stammt der überwiegende Teil des Archivs aus den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Vertreibung eines Großteils der deutschsprachigen Bevölkerung aus Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien zur Folge hatte.

Im Schriftgutarchiv werden unter anderem die Akten verschiedener sudetendeutscher Organisationen (z. B. Sudetendeutsche Landsmannschaft, Sudetendeutscher Rat, Hauptausschuss für Flüchtlinge und Ausgewiesene in Bayern) sowie Nachlässe und Aufzeichnungen sudetendeutscher Persönlichkeiten (u. a. Rudolf Lodgman von Auen, Wenzel Jaksch, Walter Becher, Hans Tropsch, Hans Watzlik) aufbewahrt.

Im Bildarchiv lagern etwa 80.000 Papierabzüge, Ansichtskarten, Diapositive, Glasplatten, Negative und eine Sammlung historischer Druckgrafiken.

Die Museale Sammlung ist eine im Aufbau begriffene Abteilung, die den Grundstock für das geplante Sudetendeutsche Museum bilden soll.

Weblinks

48.1296611.58886Koordinaten: 48° 7′ 47″ N, 11° 35′ 20″ O