Superädifikat

Ein Superädifikat bezeichnet in Österreich ein Bauwerk, das (mit Zustimmung des Grundeigentümers und regelmäßig gegen Entgelt) auf einem fremden Grundstück errichtet wird (sofern es sich nicht um ein Baurecht handelt), und "nicht stets darauf bleiben soll": beispielsweise Markt- und Praterhütten oder Gartenhäuschen. Diese "fehlende Belassungsabsicht" ist ein wichtiges Merkmal, wird aber in der Praxis nicht zu streng gehandhabt: das vielleicht bekannteste untypische Beispiel ist die Wirtschaftsuniversität Wien.

Anders als im gesetzlichen Normalfall fallen beim Superädifikat ausnahmsweise das Eigentum am Bauwerk und das Eigentum am Grundstück auseinander. Das Eigentum wird nicht im Grundbuch eingetragen sondern durch Urkundenhinterlegung erworben.

Die nachträgliche Erzeugung eines Superädifikats ist nicht möglich. Es ist also nicht möglich, dass ein Grundstückseigentümer, auf dessen Grundstück sich bereits ein Gebäude befindet, dieses Gebäude als Superädifikat verkauft und das darunterliegende Grundstück behält.

Im deutschen Recht vergleichbar ist das Institut des Erbbaurechtes.

Ein Beispiel für ein Superädifikat ist das im Wiener Prater stehende Kugelhaus Kugelmugel

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Superädifikat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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