Tannheim (Tirol)

Tannheim
Wappen von Tannheim
Tannheim (Tirol) (Österreich)
Tannheim (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 51,31 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 10° 31′ O47.48333333333310.5166666666671097Koordinaten: 47° 29′ 0″ N, 10° 31′ 0″ O
Höhe: 1097 m ü. A.
Einwohner: 1.045 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 20,37 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6675
Vorwahl: 05675
Gemeindekennziffer: 7 08 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterhöfen 18
6675 Tannheim
Website: www.tannheim.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Eberle (Aktives Tannheim)
Gemeinderat: (2004)
(13 Mitglieder)
5 Aktives Tannheim,
5 Allgemeine Tannheimer Liste,
2 Bauern-Arbeitnehmer-Vermieter,
1 Junge Wirtschaftsinitiative
Lage der Gemeinde Tannheim im Bezirk Reutte
Bach Berwang Biberwier Bichlbach Breitenwang Ehenbichl Ehrwald Elbigenalp Elmen Forchach Grän Gramais Häselgehr Heiterwang Hinterhornbach Höfen Holzgau Jungholz Kaisers Lechaschau Lermoos Musau Namlos Nesselwängle Pfafflar Pflach Pinswang Reutte Schattwald Stanzach Steeg Vorderhornbach Tannheim Vils Wängle Weißenbach am Lech Zöblen TirolLage der Gemeinde Tannheim (Tirol) im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Tannheim
Blick auf Tannheim
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Tannheim ist eine Gemeinde mit 1045 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Reutte, Tirol (Österreich). Tannheim ist der Hauptort des Tannheimer Tals, das von der Vils durchflossen wird. Es bildet ein Haufendorf, das von einzelnen Weilern umgeben ist, die durch jüngere Siedlungserweiterungen zu größeren Siedlungen angewachsen sind.

Als Hausberg von Tannheim gilt der direkt im Norden stehende Einstein.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Grän, Nesselwängle, Zöblen, Schattwald, Pfronten, Weißenbach am Lech, Bad Hindelang

Geschichte

Blick vom Füssener Jöchle auf Tannheim in Tirol

Die Besiedelung des Tannheimer Tales erfolgte vom Westen, also vom Allgäu her, lediglich der äußerste Osten mit Nesselwängle, Gaicht und Rauth wurde von Aschau am Lech aus besiedelt. Ursprünglich gehörte das Tannheimer Tal zu dem ausgedehnten Grundbesitz, mit dem die fränkischen Herrscher zwischen 750 und 850 das Bistum Augsburg anlässlich seiner Neu- beziehungsweise Wiedergründung ausstatteten. Im Jahr 1059 erhielt der Augsburger Bischof von Kaiser Heinrich IV. unter anderem das Kolonisationsrecht, also das Recht auf Rodung und Anlegung von Siedlungen. Der Bischof gab Güter und Rechte als Lehen an Angehörige des Adels weiter; so war um 1300 das vornehmlich noch als Alpe genutzte Tannheimer Tal zu drei Vierteln im Besitz der Grafen von Montfort beziehungsweise zu einem Viertel der Herren von Rettenberg. Kirchlich gehörte das Tannheimer Tal mit Ausnahme von Jungholz (Pfarre Wertach) der Pfarre Sonthofen an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eine Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus wurde erstmals 1377 urkundlich erwähnt. Nach dem Abbruch der baufällig gewordenen gotischen Kirche wurde 1722 die heutige mächtige Barockkirche erbaut. Der Grundriss basiert auf dem Innsbrucker Dom und ist nach Neustift im Stubaital die zweitgrößte Landkirche der Diözese Innsbruck.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Heimatmuseum Tannheimer Tal und das 1909 errichtete Andreas Hofer-Denkmal.

Kapellen der Pfarre Tannheim

Name Ortsteil erbaut
Mariahilf-Pestkapelle Oberhöfen 1649
St. Martinkapelle Innergschwend 1494
St. Sebastiankapelle Berg 1653
Herz-Jesu-Kapelle Berg 1796
St. Leonhardpestkapelle Kienzen 1488
St. Michaelkapelle Kienzen 1680
Dreifaltigkeitskapelle Kienzerle 1680
Lourdeskapelle in der Grotte Tannheim 1902

Tourismus

Tannheim verfügt über zahlreiche touristische Angebote wie den Vilsalpsee mit seinem Naturschutzgebiet, Wanderwege, Radwege, Mountainbike-Touren und eine Nordic-Walking-Arena. Im Winter stehen den Touristen ein Skigebiet am Neunerköpfle sowie die durch das ganze Tal laufende Langlauf- und Skatingloipe zur Verfügung. Die Hotels mit der touristischen Infrastruktur und die Bergbahn am Neunerköpfle machen Tannheim zu einer wichtigen zweisaisonalen Tourismusgemeinde im Tal.

Weblinks

 Commons: Tannheim (Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien