Tauchen am Wechsel

Steirisch-Tauchen (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Tauchen am Wechsel (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hartberg (HB), Steiermark
Gerichtsbezirk Hartberg
Pol. Gemeinde Pinggau  (KG Wiesenhöf)
Koordinaten 47° 29′ 1″ N, 16° 3′ 15″ O47.48361111111116.054166666667700Koordinaten: 47° 29′ 1″ N, 16° 3′ 15″ O
Höhe 700 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 203 (2001)
Gebäudestand 88 (2001)
Postleitzahlenf0 A-7421 Tauchen-Schauereggf1
Vorwahl +43/03339f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15164
Zählbezirk/Zählsprengel Pinggau-Umgebung (60721 001)
Teile des Orts in Gemeinde Mönichkirchen, Niederösterreich; zusammen etwa 230 EW, 100 Gebäude
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Der Ort Tauchen am Wechsel liegt an der steirisch-niederösterreichischen Grenze am Fuße des Wechsels. Er teilt sich in die Ortschaft Steirisch-Tauchen der Gemeinde Pinggau im Bezirk Hartberg der Steiermark, und das Dorf Tauchen der Gemeinde Mönichkirchen im Bezirk Neunkirchen von Niederösterreich. Der Ort ist einer von wenigen in Österreich, die in zwei Bundesländern liegen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

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Tauchen (Dorf)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Mönichkirchen
Ortschaft Mönichkirchen
Koordinaten 47° 29′ 9″ N, 16° 3′ 20″ O47.48597222222216.055555555556642
Höhe 642 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 127 (1991)
Gebäudestand 27 (1991)
Postleitzahlenf0 A-7421 Tauchen-Schauereggf1
Vorwahl +43/02649f1
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Mönichkirchen (31815 000)
Teile des Orts in Gemeinde Pinggau, Steiermark; zusammen etwa 230 EW, 100 Gebäude
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Der Ort liegt am Südostende des Wechselmassivs, schon an der Südabdachung der Alpen, gegen die Bucklige Welt im Osten und das Joglland im Süden hin, etwa 8 km südöstlich des Semmering und ebensoweit nördlich von Friedberg, 3 km westlich der Süd Autobahn (A 2).

Das Dorf Tauchen liegt auf 642 m ü. A. oberhalb von Schaueregg (an der Pinka und Wechselstraße B 54), am Taucherberg (888 m ü. A.). Gegen das Pinkatal hin liegen weitere zerstreute Häuser namens Steirisch-Tauchen (um 656 m ü. A.), die zusammen mit den Einzellagen Steinhof und Sommer im Südosten eine Ortschaft bilden (mittlere Seehöhe um 700 m). Der Ort umfasst insgesamt etwa 100 Gebäude mit um die 230 Einwohnern, von denen etwa 14 im niederösterreichischen Dorf und die anderen im steirischen Teil leben. Die Landesgrenze verläuft direkt entlang der Dorfstraße.

Die heute amtliche Bezeichnung „Steirisch-Tauchen“ hat sich mit Beginn des Zweiten Weltkrieges eingebürgert; bis 1938 hieß dieser Ortsteil Gstetten. Der direkt im steirischen Teil des Ortes liegende Haltepunkt der Wechselbahn trägt den Namen Tauchen-Schaueregg. Der Ort hat eine burgenländische Postleitzahl (7421), da er bei der Vergabe derselbigen mit dem Ort Tauchen in der burgenländischen Gemeinde Mariasdorf verwechselt wurde. Des Weiteren finden zwei Telefon-Ortsnetzkennzahlen Anwendung, und zwar jene von Friedberg (03339), und jene von Mönichkirchen (02649).

Der Ort ist von der Wechselstraße herauf erreichbar, von der Anschlussstelle Schäffern der A 2 (Exit 87), sowie von Mönichkirchen an der Nordseite des Wechselpasses.

Nachbarorte

Schaueregg (Gem. Pinggau, Stmk.) Feldbauern (Gem. Mönichkirchen, )
Rosenbichl (Gem. Pinggau, Stmk.) Nachbargemeinden Haberl (Gem. Schäffern, Stmk.)
Brandstatt (Gem. Pinggau, Stmk.) Spital (Gem. Schäffern, Stmk.)

Geschichte

Bevölkerung und Gebäudestand[1]
Ehzt. Österr./Hzt. Steyer Krldr. Österr. u.d.Enns/Stmk.
(Kthm. Österr. bzw. Österr.- Ugrn.)
Bldr. Niederösterreich/Steiermark
(Rep. Österr.)
1497 1590/72 1751 1770 1787/82 1812 1869 1951 1961 1971 1981 1991 2001
Tauchen, Dorf 111 104 99 93 88 127 ∗∗
10 10 17 18 18 21 22 23 27 ∗∗
Gstetten / Steirisch-Tauchen 120 132 92 140 191 196 206 177 177 203
16 18 27 25 22 27 34 55 64 76 88
erste Jahreszahl Österr., zweite Stmk.
∗∗ seit 2001 werden nurmehr Ortschaften gezählt, daher wurde das Dorf nicht eigenständig erfasst.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bahnhof Tauchen-Schaueregg

Bahnhof Tauchen-Schaueregg

Das Aufnahmsgebäude des Bahnhofs des Ortes (649 m ü. A.) steht unter Denkmalschutz. Es stammt noch aus der Erbauung der Wechselbahn in den 1900ern (Einweihung 12. Oktober 1910), und ist ein repräsentativer Vertreter der Österreichisch-Ungarischen Bahnhofsarchitektur. Kennzeichnend ist die späthistoristische Formensprache der ausgehenden Gründerzeit. Das Gebäude zeigt profilierte Vordachsteher, Laubsäge-Zierat und die kleinfacettierten Fensterflächen, wie es auch für die Sommerfrischen-Häuser des Heimatstils mit ihren Veranden typisch ist.[2]

An der Wechselbahn stehen noch weitere baugleiche Bahnhofsgebäude unter Schutz, nämlich der Bahnhof von Mönichkirchen/Mitteregg und der von Ausschlag-Zöbern.

Vereine und Organisationen

  • Freiwillige Feuerwehr Tauchen, sie gehört dem niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband an.
  • Dorferneuerungs- und Tourismusverein Tauchen
  • Eisschützenverein

Einzelnachweise

  1.  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Niederösterreich Teil 3, o.D. (aktual.), Tauchen OB, S. 51 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
    Spezielle Quellenangaben: 1590: Bereitungsbuch 1590/91. NÖLA StA., Hs. 64, Bd. 1-4.  Klein Kurt: Der Häuserbestand Niederösterreichs um 1590. In: Unsere Heimat. 2/1976, S. 74 ff.. • 1751: Theresianische Fassionen. NÖLA StA. • 1787: Josephinische Fassionen 1786/87. NÖLA, StA.
     Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Steiermark Teil 1, o.D. (aktual.), Steirisch-Tauchen, S. 118 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
    Spezielle Quellenangaben: 1497: Urbar o.A. • 1770: Militär-Konskription. Einwohner:  Straka Manfred: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770-1850. Erläuterungen zur ersten Lieferung des Historischen Atlasses der Steiermark. In: Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark. Nr. 31, 1978 (Quelle gibt nur die männliche Bevölkerung an; die weibliche Bevölkerung wurde von Klein in der Proportion der einzelnen Kreise hinzugeschätzt). Häuser: Österreichisches Staatsarchiv: Kriegsarchiv, Konvolut 1771-98-44. (1770 wurden auch unbewohnte Häuser verzeichnet.) • 1782 Pfarrenzählung, Diözesanarchiv Graz.  Straka Manfred: Die Pfarrenzählung des Jahres 1782 in der Steiermark. In: Beiträge zur Erforschung steirischer Geschichtsquellen. Nr. 48, 1961 (In der Pfarrenzählung werden „Familien“ angegeben, die – mit Ausnahme einiger Städte – den bewohnten Häusern entsprechen.). • 1812: Militär-Konskription.  Straka: 1978 (wie 1770).  Carl Schmutz: Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. 4 Bde. 1822/23 (Einwohnerzahlen finden sich bei Straka; Schmutz gibt zusätzlich die Häuserzahlen an und verzeichnet auch unbewohnte Häuser.).
    Gesamtösterreichische Quellen (Anhang zur Einführung): 1869:  Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1871 ff. • 1951 und später:  Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen).
  2. Vergl. Ansicht Ausschlag - Zöbern, Bahnhof Ausschlag - Zöbern im Jahr 1969, Foto: Sammlung Andraschek, EBFÖ/DEF Inc.: das digitale eisenbahn fotoarchiv /Betriebsstellen, Bahnhöfe, Werkstätten / Österreich