Techantinger Mittagskogel

Techantinger Mittagskogel (Truppekogel/Trupejevo poldne)
Der Techantinger Mittagskogel im April 2012

Der Techantinger Mittagskogel im April 2012

Höhe 1931 m ü. A.
Lage Kärnten, Österreich und Slowenien
Gebirge Karawanken, Karawanken und Bachergebirge
Dominanz 6,4 km → Vrtaško Sleme
Schartenhöhe 493 m ↓ Jepzasattel
Geographische Lage 46° 30′ 55″ N, 13° 51′ 37″ O46.51527777777813.8602777777781931Koordinaten: 46° 30′ 55″ N, 13° 51′ 37″ O
Techantinger Mittagskogel (Kärnten)
Techantinger Mittagskogel
Gestein Schlerndolomit
Alter des Gesteins Ladinium

Der Techantinger Mittagskogel, auch Truppekogel, slowenisch Trupejevo poldne, ist ein Gipfel der Karawanken, zwischen Villach im Kärntner Drautal und dem slowenischen Jesenice im Tal der Sava Dolnika.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Landschaft

Der Gipfel liegt in den Westkarawanken (Mittagskogelgruppe), südlich des Ausgang des Gailtals und des Faaker Sees, direkt an der österreichisch-slowenischen Grenze, im Gemeindegebiet von Finkenstein am Faaker See, Bezirk Villach-Land und Kranjska Gora, Region Gorenjska.

Name

Wie etliche andere Karawankengipfel auch ist der Berg ein Zwölf-Uhr-Zeigeberg, er hat seinen Namen von der Ortschaft Techanting her. Sein anderer Name bezieht sich auf das Gehöft Truppe/Trupej, südlich von Techanting. Slowenisch poldne bedeutet ebenfalls ‚Mittag[sberg]‘.[1]

Vereinzelt wird auch ein Nachbargipfel, die Graischza/Grajsca (1.690 m46.51555555555613.841690) unter dem Namen genannt,[2] der zu Techanting genauer liegt.

Geologie

Der ganze Hauptgrat der Karawanken vom Techantinger- und Mallestiger Mittagskogel bis zum Schwarzkogel wird aus Schlerndolomit aufgebaut,[3] sodass in diesem Kammabschnitt an die Dolomiten erinnernde, schroffe Zinnenformen vorherrschen.

Bergsturz 2010

Der Gipfel ist mit 1931 m ü. A. angegeben. Zwischen 14. und 17. August 2010 kam es nach einem starken Gewitter mit Blitzschlag zu einem Felssturz. Dabei gingen auf der Nordseite etwa 300 Kubikmetern Felsen ab, und rissen das Gipfelkreuz etwa 250 Meter mit. Die Gipfelzone ist nun hochgradig unsicher, und die aktuelle Höhe des Berges nicht vermessen.[4][5][6]

Wege

Der Techantinger Mittagskogel kann bestiegen werden:

  • von Österreich aus
  • + von Gödersdorf, Goritschach oder Susalitsch über Zollhütte/Pridouhütte
  • von Slowenien aus von Srednji vrh bei Granska Gora (960 m) durch das Jermantal oder Hladniktal
  • außerdem liegt der Berg als Abstecher vom Karawanken-Höhenweg (Variante des Südalpenweg, Österreichischer Weitwanderweg 03) an, vom Wurzenpass/Blekowa Alm (1073 m).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinz Dieter Pohl: Bergnamen. Universität Klagenfurt, abgerufen am 2010 (→ 2. Die Namen der bekanntesten Kärntner Berge, Eintrag Mittagskogel).
  2.  Karl Mandi: Die Blindkäferfauna der Karawanken. Teil. In: Entomologisdies Nachrichtenblatt österr. u. Schweizer Entomologen. 9. Jahrg., Nr. 1, Wien 1957, Mittagskogel, S. 6 (pdf, biologiezentrum.at).
  3.  Franz K. Bauer: Erläuterungen zu Blatt 201-210 Villach-Assling. In: Christoph Hauser (Zstllg.), Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Geologische Karte der Republik Österreich. 1:50.000. Wien 1982, 7. Südalpine Permotrias der Westkarawanken, S. 21.
  4. Blitzschlag riss Mittagskogel-Gipfelkreuz aus Verankerung. In: kleinezeitung.at » Ktn » Bezirk Villach Land » Finkenstein. 19. August 2010, abgerufen am 1. Dezember 2010 (Abb a).
  5. Gipfelkreuz und Gestein stürzten von Mittagskogel ab. In: krone.at →Österreich →Kärnten. 21. August 2010, abgerufen am 1. Dezember 2010.
  6. Rudolf Aichholzer: Gipfelkreuzabsturz und die Blekowa Alm. In: woche.at →Kärnten → Finkenstein am Faaker See →Chronik. 21. August 2010, abgerufen am 1. Dezember 2010.
  7. Großer Karawankengrenzgrat - Techantinger Mittagskogel / 1200 Hm. In: bergfex.at →Wandertouren Kärnten. Abgerufen am 2010.