Terminal Tower

Terminal Tower
Terminal Tower
Terminal Tower im Juni 2009 aus dem Nordosten
Basisdaten
Ort: Linz
Bauzeit: 2006–2008
Eröffnung: 26. Mai 2008
Status: Erbaut
Architekten: Holzbauer & Partner
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude
Technische Daten
Höhe bis zur Spitze: 98,5 m
Etagen: 24
Geschossfläche: 35.000 m²
Höhenvergleich
Linz: 1. (Liste)
Österreich: 11. (Liste)
Anschrift
Stadt: Linz
Land: Österreich
Baustelle des Terminal Towers am Hauptbahnhof Linz Mitte Jänner 2007.

Der Terminal Tower ist ein Bürogebäude in Linz, das 2008 fertiggestellt wurde. Mit einer Höhe von 98,5 m ist das Hochhaus nach dem Neuen Dom das zweithöchste Gebäude der Stadt und der höchste Wolkenkratzer in Österreich außerhalb Wiens. Er befindet sich am Gelände des Linzer Hauptbahnhofes.

Es handelt sich dabei um ein Projekt der Architekten Holzbauer & Partner, die aus einem Architektenwettbewerb im Frühjahr 2005 als Sieger hervorgingen. Die Bauarbeiten begannen im März 2006. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 26. Mai 2008 im Beisein des damaligen Finanzministers Wilhelm Molterer.

Das Gebäude weist eine Bruttogeschossfläche von 35.000 m² und eine Nettonutzfläche von gesamt 29.000 m² auf. Die Grundstücksfläche beträgt 5.730 m². Das Gebäude hat 24 Geschosse und ist mit 122 Tiefgaragenplätzen ausgestattet.

Seit Mai 2008 beherbergt der Terminal Tower das Finanzamt und das Zollamt Linz (obere Stockwerke) sowie die Pensionsversicherungsanstalt (untere Stockwerke).

Die Kosten für die Errichtung beliefen sich auf rund 55 Millionen Euro und wurden von Real-Treuhand Immobilien, Porr AG und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich getragen.

Affäre um den Terminal Tower

Die Affäre um den Terminal Tower gilt als Nebenschauplatz der BUWOG-Affäre. Die Projektbetreiber des Terminal Tower, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Baugesellschaft Porr AG versuchten, die Finanzlandesdirektion Oberösterreich als Mieter zu gewinnen. Der damalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser lehnte die Übersiedlung der ihm unterstellten Finanzlandesdirektion allerdings wegen der höheren Mietkosten ab.

Im Jahr 2005 vereinbarte die zur Porr AG gehörende UBM-Realitätenentwicklung-AG (UBM) mit dem Lobbyisten Walter Meischberger und dem PR-Berater Peter Hochegger ein Beraterhonorar von 200.000 Euro, um "Hindernisse in Zusammenhang mit einem von der Porr in Linz entwickelten Büroprojekt aus dem Weg zu räumen".[1] Kurz darauf revidierte Grasser seine Meinung und sprach sich fortan für den Terminal Tower als neuen Standort aus.[1]

Am 28. Jänner 2010 kam es im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien zu Hausdurchsuchungen in den Wiener Büroräumlichkeiten des Baukonzerns Porr und dessen Immobilientochter UBM.[2] Am 12. Oktober 2010 berichtet die Wiener Stadtzeitung "Falter" von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch gegen den früheren Porr-Boss und heutigen ÖBB-Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker[3] Anfang Oktober 2011 folgten Hausdurchsuchungen in den privaten und geschäftlichen Räumlichkeiten Pöchhackers.[4]

Weblinks

 Commons: Terminal Tower, Linz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Buwog-Affäre: Hausdurchsuchung bei Baukonzern Porr DiePresse.com, 28. Jänner 2010
  2. Neue Hausdurchsuchungen in der Affäre Buwog/Meischberger Profil online, 28. Jänner 2010
  3. „Falter“: Ermittlungen gegen Pöchhacker ORF online, 12. Oktober 2010
  4. Razzia bei ÖBB-Präsident im Verkehrsministerium Der Standard online, 6. Oktober 2011

48.28888888888914.289166666667Koordinaten: 48° 17′ 20″ N, 14° 17′ 21″ O