Theodor Alexander von Schoeler

Theodor Alexander Viktor Ernst von Schoele (* 22. März 1807 in Potsdam; † 23. August 1894 in Coburg) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Familie

Theodor Alexander war ein Sohn des späteren preußischen Generals der Infanterie und Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements Moritz von Schoeler und dessen Ehefrau Eleonore, geborene Burggräfin und Gräfin von Dohna-Lauck (1777–1855). Sein Großvater väterlicherseits war der Generalmajor Johann Friedrich Wilhelm von Schoeler, und sein Großvater mütterlichseits Generalmajor August Burggraf und Graf zu Dohna-Lauck. Auch sein Onkel, Friedrich von Schoeler, war ein preußischer General und Ritter des Schwarzen Adlerordens.

Am 5. April 1848 heiratete er Ottilie, geborene Börger (1828–1895). Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.

Militärische Laufbahn

Der Familientradition folgend wurde Schoeler Berufsoffizier in der Preußischen Armee. Während der Friedenszeit nach den Napoleonischen Kriegen wurden Offiziere in der Preußischen Armee nur langsam befördert. Trotzdem er einflussreiche Verwandte in der Militärführung Preußens hatte, sein Vater Moritz war unter anderem auch stellvertretender preußischer Kriegsminister, gestaltete sich die Karriere daher bis zum Ausbruch des Preußisch-Deutschen Krieg 1866 schwierig. Mit Beginn des Krieges wurde er Kommandeur der 31. Infanterie-Brigade und übernahm wenig später das Kommando über die 8. Division, und wurde zum Generalmajor befördert. Mit der preußischen Elbarmee, unter dem Kommando des General der Infanterie Eberhard Herwarth von Bittenfeld, zog er in Böhmen ein und zeichnete sich in den Gefechten bei Hühnerwasser und in der Schlacht von Königsgrätz besonders aus. Auf Vorschlag Bittenfelds wurde er von König Wilhelm I. mit den Orden Pour le Mérite beliehen. Im Bericht Herwarths von Bittenfeld vom 4. August 1866 an den König, in dem er diesen zur Auszeichnung mit dem Orden vorschlägt, heißt es: ,...hat durch thatkräftige ernergische Führung der Avantgarde der Elbarmee während des ganzen Feldzuges und durch siegreiche Erfolge in den beiden Gefechten bei Hühnerwasser am 26. Juni, in dem Gefechte bei Münchengrätz am 28. Juni und in der Schlacht bei Königsgrätz am 3. Juli trat er als einer besonderen Auszeichnung würdig hervor...'[1]

In der Folgezeit wurde er noch zum Generalleutnant befördert, bis er in diesem Rang zur Disposition gestellt wurde und aus dem aktiven Militärdienst ausschied.

Quellen

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Band B XX, Seite 395, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1993

Einzelnachweise

  1. Gustav Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le merite, Band II, Seite 483, Nr. 123, Mittler, Berlin, 1913