Thomas Ortner

Thomas Ortner (* 29. Dezember 1948 in Linz) ist ein österreichischer Journalist. 37 Jahre war er als innenpolitischer Journalist Mitglied der ORF TV-Information. Von 1987 bis 1989 war er Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten.

Leben

Nach seiner Matura am Bundesrealgymnasium Dornbirn begann Thomas Ortner seine journalistische Laufbahn 1968 als junger Reporter beim ORF in Wien. Schon während seiner Mittelschulzeit war er für die Ressorts Sport, Lokales und Kultur als blutjunger Reporter der führenden Regionalzeitung „Vorarlberger Nachrichten“ unterwegs.

Beim ORF in Wien arbeitete er vorerst einige Monate als Beitragsgestalter für das wöchentliche TV-Magazin „Horizonte“, ab 1969 gehörte er zum innenpolitischen Ressort der „Zeit im Bild“, das damals der spätere Generalintendant Gerhard Weis leitete.

1971 wechselte Ortner in den TV-Magazinbereich und produzierte innenpolitische Storys für das von Alfred Payrleitner und Hannes Leopoldseder geleitete, neu gegründete TV-Wochenmagazin „Querschnitte“.

Im Jahr 1975 gehörte Thomas Ortner als innenpolitischer Journalist zum Gründungsteam der neuen, spätabendlichen „Zeit im Bild 2“, die von Chefredakteur Kuno Knöbl geführt wurde. Im Folgejahr wurde Ortner stellvertretender Ressortchef der Inlandsredaktion und arbeitete regelmäßig als einer der Chefs vom Dienst der „Zeit im Bild 2“. Im Frühjahr 1977 wurde die „Zeit im Bild 2“ für herausragende Leistungen mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet.

1979 kehrte Ortners früherer Chef, Alfred Payrleitner, in den ORF zurück - Ortner wechselte erneut in den Dokumentationsbereich und wurde einer der Autoren des von Alfred Payrleitner neu ins Leben gerufenen Monatsmagazins „Im Zentrum“. 1980 wurde „Im Zentrum“ durch das neue politische Wochenmagazin „Politik am Freitag“ abgelöst. Ortner wurde Reporter und Chef vom Dienst der neuen Sendereihe, die von Alfred Payrleitner und Peter Rabl geleitet wurde.

1984 kehrte Ortner in den aktuellen Dienst zurück und wurde wieder Mitglied der innenpolitischen Redaktion. Daneben wurde er regelmäßig als Chef vom Dienst der „Zeit im Bild“ eingesetzt.

Im Jahr 1987 trat Thomas Ortner als Chefredakteur der VN die Nachfolge seines Vaters, Franz Ortner, an, die dieser seit 1969 innehatte. Nach zwei Jahren als VN-Chefredakteur kehrte er nach Wien zum ORF zurück, wo er vorerst für den von Johannes Fischer geleiteten Inlandsreport als Storyautor tätig war. Nach einigen Monaten wechselte er wieder in die Inlandsredaktion der Zeit im Bild. Daneben war er auch regelmäßig als Chef vom Dienst der "Zeit im Bild" im Einsatz.

1992 trat Thomas Ortner die Nachfolge von Helmut Pfitzner als Leiter der Parlamentsredaktion an. und übernahm damit die redaktionelle Verantwortung für das Parlamentsmagazin Hohes Haus[1], das er von 14-Tage-Rhythmus auf wöchentliches Erscheinen umstellt. Auch die Liveübertragungen aus dem Parlament wurden von Ortner forciert und stark ausgebaut. Neben seiner Arbeit in der Parlamentsredaktion wurde Thomas Ortner in den 90er-Jahren auch als Chef vom Dienst großer Wahlsendungen eingesetzt. Für die Planung und Abwicklung der Wahlsondersendungen war er u.a. bei den Nationalratswahlen 1995, 1996 und 1999 sowie bei der Bundespräsidentenwahl 1998 und bei der EU-Wahl 1999 zuständig.

Nach elf Jahren als Chef der Parlamentsredaktion wechselte Thomas Ortner im Jänner 2003 zum letzten Mal sein Aufgabengebiet. Er wurde Stellvertreter von Chefredakteur Werner Mück, der für die gesamte Fernsehinformation - von den Zeit im Bild Sendungen bis zu den politischen Magazinen - zuständig war. Im September 2003 wurde Thomas Ortner mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.[2]

Anfang 2007 musste er auf Grund eines schweren Herzleidens nach 39 Arbeitsjahren den Ruhestand antreten.

Einzelnachweise

  1. ORF-Präsenz von „Hohes Haus“
  2. Presseaussendung vom 18. September 2003