Thomas Rösner

Thomas Rösner (* 12. Juni 1973 in Mödling) ist ein österreichischer Dirigent.

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Leben

Er studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und besuchte Meisterkurse bei Ilya Musin, Myung-Whun Chung und Hans Graf. Entscheidende musikalische Impulse erhielt er als Korrepetitor des Wiener Singvereins, wo er mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Mariss Jansons, Georges Pretre, Roger Norrington oder Fabio Luisi zusammenarbeitete.

Karriere

Auf Einladung von Fabio Luisi wurde Rösner 1998 Assistent beim Orchestre de la Suisse Romande. Von 2000 bis 2004 war Rösner „Chef associé“ beim Orchestre National de Bordeaux an der Seite von Hans Graf. Von 1995 bis 2005 leitete Rösner die von ihm gegründete Sinfonietta Baden. Vom Herbst 2005 bis zum Juni 2011 war er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Biel.[1]

Parallel dazu führten Einladungen Rösner ans Pult bedeutender Klangkörper: So leitete er unter anderem das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, London Philharmonic Orchestra, Wiener Symphoniker, Bamberger Symphoniker, Houston Symphony, Tokyo Symphony, Orchestre de la Suisse Romande, Bergen Philharmonic Orchestra, Orchestre Capitol de Toulouse, Prager Philharmoniker, MDR Leipzig oder das Mozarteum Orchester Salzburg.

Sein Debüt als Operndirigent gab Rösner 1998 an der Opera di Roma mit Le nozze di Figaro. Seither dirigierte er an der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper in Dresden, der Staatsoper Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, am New National Theatre in Tokyo, beim Glyndebourne Festival, der Welsh National Opera in Cardiff, dem Théâtre du Châtelet in Paris, dem Grand Théâtre de Genève, dem Theater Biel Solothurn, sowie an den Opernhäusern in Lyon, Bordeaux, Nancy, Marseille, Nantes und Dijon.

Außerdem trat er bei Festivals wie den Bregenzer Festspielen, dem Edinburgh Festival, dem Brucknerfest Linz und dem Carinthischen Sommer auf.

Schwerpunkte im Repertoire von Rösner bilden Werke der Wiener Klassik, hier vor allem die Opern von Mozart und das symphonische Werk von Beethoven sowie Werke des 20. Jahrhunderts. Dazu kommen Ur- und Erstaufführungen unter anderem von Philippe Fénelon, Rudolf Kelterborn, Thomas Daniel Schlee, Jean-Luc Darbellay, Jost Meier, Gerd Kühr, Wolfram Wagner, Edmund Rushton.

Diskographie

Stand: 24. März 2010, Quelle[2]

  • L'orgue del Palau de la Musica Catalana (Columna Musica 1CM0111, 2003), Janacek Philharmonie, Orfeo Català
  • Max Bruch: Kol Nidrei für Violine und Orchester, Ouvertüre zu „Scherz, List und Rache“ (Guild Music 7338), Sinfonie Orchester Biel, Dirigent: Thomas Rösner
  • Ernest Blochs Schindlers Liste (ATMA Classique ACD 22579), Sinfonie Orchester Biel, Dirigent: Thomas Rösner[3]
  • Giuseppe Verdis Il Trovatore (Opus Arte OA0974 D, DVD, 2006) Bregenzer Festspiele, Wiener Symphoniker, Dirigent: Thomas Rösner
  • Joseph Haydn Arias& Ouvertures, (ATMA Classique ACD2 2664), Jane Archibald, Soprano, Sinfonie Orchester Biel, Dirigent: Thomas Rösner

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Sinfonie Orchesters Biel: Chefdirigent (abgerufen am 24. März 2010)
  2. Artists Management Zürich: Diskographie Thomas Rösner (abgerufen am 24. März 2010)
  3. akuma.de: Alexandre da Costa: Schindler's List (abgerufen am 24. März 2010)