Thomas Starlinger

Thomas Starlinger (* 1963 in Gmunden, Oberösterreich) ist ein Brigadier des Österreichischen Bundesheeres.

Leben

Starlinger war nach Absolvierung der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt in Wr. Neustadt als Kompaniekommandant in Linz und an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns tätig. Nach Abschluss des Generalstabslehrganges von 1997 bis 2000 war Starlinger zunächst für knapp ein halbes Jahr beim Militärkommando Kärnten als Chef des Stabes eingeteilt, bevor er rund zweieinhalb Jahre bei der 7. Jägerbrigade ebenfalls als Chef des Stabes Dienst versah.

Seit 2003 war Starlinger bei der Österreichischen Militärmission in der Europäischen Verteidigungsagentur in Brüssel tätig. Brigadier Starlinger absolvierte Auslandseinsätze, unter anderem in Syrien, im Iran und in Tadschikistan.

Von November 2008 bis Mai 2009 übernahm Starlinger das Kommando der Multinationalen Task Force South (MNTF S) der Kosovo-Schutztruppe KFOR. Gemeinsam mit dem deutschen Kontingentführer Brigadegeneral Harald Fugger wurden in dieser Zeit Veränderungen, Schwerpunktverlagerungen und Anpassungen an die Lage in der Operationsführung der ihm unterstellten KFOR Truppen zur Umsetzung gebracht. Insbesondere die Gewichtung der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit (CIMIC - Civil Military Cooperation) und der Aufbau des zugehörigen Verbindungswesen hinein in ein nicht stabiles, jedoch in der Regel nicht mehr gewalttätiges Nach-Konflikt-Umfeld sowie die nachhaltige Gewinnung von Informationen auch außerhalb der klassischen militärischen Informationsgewinnung und deren Transfer zu verfügbarem Wissen wurde massiv vorangetrieben. Zu diesen Umsetzungen wurden die Gewichtungen der Stabsarbeit der MNTF S reorganisiert.

Die Führungsgrundgebiete G2 (Militärische. Lage), G3 (Eigene Kräfte) und G9 (Zivil-Militärische-Zusammenarbeit) wurden Situations-angepasst zu gleichwertigen Säulen der Operationsführung nivelliert. Die Restrukturierungs und Anpassungsarbeiten in der Stabsarbeit wurde federführend durchgeführt durch Oberstleutnant Herbert Sailer (Bundesheer) für den Bereich G2 und durch Oberstleutnant Lothar Piepenbreier (Bundeswehr) für den Bereich G9. Im Ergebnis wurde somit der Grundstein für einerseits eine verbesserte militärische Operationsführung gelegt und andererseits werden die de-militarisierten Informationen als Grundlagen für die Institutionen des Kosovo und die dort in der Entwicklung tätigen Organisationen im Sinne einer Unterstützungsleistung zur Entwicklung des Staates, der Infrastruktur und der Wirtschaft des Kosovo zur Verfügung gestellt.

Weblinks