Thurn

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Thurn
Wappen von Thurn
Thurn (Österreich)
Thurn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 12,26 km²
Koordinaten: 46° 51′ N, 12° 46′ O46.84972222222212.76855Koordinaten: 46° 50′ 59″ N, 12° 45′ 36″ O
Höhe: 855 m ü. A.
Einwohner: 635 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 51,79 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9904
Vorwahl: 04852
Gemeindekennziffer: 7 07 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 56
9904 Thurn
Website: www.thurn.eu
Politik
Bürgermeister: Reinhold Kollnig
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
11 Allgemeine Liste Thurn
Lage der Gemeinde Thurn im Bezirk Lienz
Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Außervillgraten Dölsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg-Stronach Kals am Großglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei in Osttirol Nikolsdorf Nußdorf-Debant Oberlienz Obertilliach Prägraten am Großvenediger St. Jakob in Defereggen St. Johann im Walde St. Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Thurn im Bezirk Lienz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Nikolauskirche in Thurn
Nikolauskirche in Thurn
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Thurn ist eine Gemeinde in Osttirol (Bezirk Lienz, Bundesland Tirol) und liegt auf dem leicht ansteigenden Talboden der Bezirkshauptstadt Lienz, etwa 2 km von deren Stadtzentrum entfernt mit Aussicht auf die Berge der Lienzer Dolomiten. Thurn hat eine Fläche von 1.226 ha und 635 Einwohner (Stand 1. Jänner 2012). Nachbargemeinden sind Ainet, Gaimberg, Lienz, Nußdorf-Debant und Oberlienz. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Thurn besteht aus den fünf Ortsteilen Oberdorf, Prappernitze, Thurn, Zauche und dem Wintersportgebiet Zettersfeld.

Geschichte

1308 wird Thurn erstmals urkundlich erwähnt. Es besaß zwei Burgstellen: die ältere stand auf dem "Schlößlbichl", einer Geländekuppe im Großbachtale, und dürfte ein Wehr- und Wohnturm gewesen sein, der dem Dorf Thurn - so die alte Schreibweise für Turm - den Namen gegeben hat. Die jüngere Anlage - Schloss Thurn - stand östlich der St. Nikolauskirche im Hofbereich Mußhauser, einem Herrensitz, über dessen Aussehen wir nichts wissen. Wahrscheinlich umschloss ein Fischteich, der aus dem Großbachtal das Wasser enthielt, halbkreisförmig die Burg. Der Teichwall ist zum Teil noch erhalten. Das Austragsgebäude des Mußhauserhofes steht auf alten Mauern, die von Schloss Thurn stammen könnten.

1938 verlor Thurn seine Selbstständigkeit und wurde mit Gaimberg zur neuen Gemeinde Grafendorf vereinigt. 1949 wurde es wieder eine eigene Gemeinde

Verschiedene Flurnamen weisen heute noch auf die einstige slawische Bevölkerung hin: Lampitze, Frantsche, Ondelt, Prappernitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Bürgermeister der Gemeinde Thurn ist seit März 2004 Reinhold Kollnig.

Wirtschaft

Wirtschaftlich hat der Ort einen Schwerpunkt im Tourismus und trotz seiner geringen Größe zwei Beherbergungsbetriebe. Zahlreiche Ferienwohnungen und Privatzimmer werden ebenfalls angeboten.

Thurn war ein Bergbaugebiet, das silberhaltiges Gestein an die Messinghütte in Lienz lieferte. Ob auch Kupfer oder gar Gold im Bereich der Neualplseen-Schleinitz abgebaut wurde, ist nicht erwiesen. Die Namen der Grußen zu "St. Johann ob dem Turm" und zur "Heiligen Dreifaltigkeit" sind belegt. Mehrere noch vorhandene Sondierstollen im Thurner Berg reichen nur 5 bis 10 m in den Felsen.

Bilder

Weblinks

 Commons: Thurn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien