Thurytal

Beginn des Thurytals

Thurytal nennt sich das teils naturbelassene, teils renaturierte Tal der Feldaist im oberösterreichischen Mühlviertel von Freistadt bis zur Neumühle im Ortsteil Helbetschlag, Gemeinde Grünbach.

In Freistadt beginnt ein grenzüberschreitender Geschichts- und Kulturwanderweg und führt entlang des Flusses nach Tschechien, dem als einstiger Salzweg von der Donau nach Böhmen historische Bedeutung zukommt. Der Abschnitt Thurytal steht unter dem Thema "Gewerbe am Fluss" und dokumentiert die traditionsreiche Geschichte der zahlreichen Mühlen und Hammerwerke, von denen einige zu touristischen Zwecken im Rahmen eines Euregio-Projektes rekonstruiert wurden.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Franzosenschanzen errichtet, von denen noch Reste der einfachen Wehrgräben sichtbar sind.

Namensherkunft

In der Blütezeit der drei Thuryhämmer waren ca. 20 Schmiede mit der Produktion der Sensenerzeugung beschäftigt. Die Hämmer wurden damals, ca. 18. Jahrhundert, durch ein Wasserrad betrieben. Die Familie Thury kam um 1729 nach Freistadt und besaß die Hammerwerke, womit das Tal den heutigen Namen bekam. Zwei Mitglieder der Familie Thury waren auch Bürgermeister der Stadt Freistadt.

Mit dem Beginn der Industrialisierung kam der Niedergang der Thuryhämmer um 1870.

Sehenswürdigkeiten

Freilichtmuseum Thuryhammer
  • Die naturbelassene Landschaft: Enges Flusstal, nur ein Wanderweg führt hindurch
  • 2. Thury-Hammer: Ehemaliges Hammerwerk, wurde restauriert
  • Teufelsstein: Eine Granitformation, die durch Wollsackverwitterung entstanden ist und die Menschen zu Fantasien angeregt hat.
  • Neumühle: Ehemalige Mühle, heute ein Gasthaus
  • Nahe der Neumühle erinnert ein Deutsches Soldatengrab mit Birkenkreuz und Stahlhelm an die schweren Kämpfe an der Feldaist in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945.

Weblinks