Tiroler Volkspartei

Die Tiroler Volkspartei ist die Landesorganisation (auch Landespartei) der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) im österreichischen Bundesland Tirol.

Geschichte 1918 bis 1933

Die Tiroler Volkspartei als Zusammenschluss der bislang miteinander rivalisierenden Katholisch-Konservativen und Christlichsozialen entstand am 27. Oktober 1918. Aus den ersten Tiroler Landtagswahlen 1919 ging sie als Sieger hervor und war bis zum Ende der Ersten Republik die führende politische Kraft im Land Tirol. Innerhalb der Partei bildete der Tiroler Bauernbund die größte und einflussreichste Gruppe.

Im abgetrennten Südtirol kandidierten die Tiroler Volkspartei und die Deutschfreiheitliche Partei unter dem Namen Deutscher Verband bei den ersten Wahlen zum römischen Parlament am 15. Mai 1921 und konnten ungefähr 90 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Mit der Machtergreifung der Faschisten am 28. Oktober 1922 verlor die Partei ihre Bedeutung. Am 8. Mai 1945 wurde dann die Südtiroler Volkspartei (SVP) gegründet.

Geschichte ab 1945

Im Land Tirol wurde die als bürgerlich-konservativ einzustufende Tiroler Volkspartei als Landesorganisation der ÖVP 1945 wieder gegründet und stellt seither durchgehend die Landeshauptleute in Tirol. Von 1945 bis 2008 konnte die Tiroler VP, außer in den Jahren 1999 bis 2003, durchgehend die absolute Mandatsmehrheit halten. Bei der Landtagswahl in Tirol 2008 erreichte sie aber nur mehr 40,45 % und 16 von 36 Mandaten.

Landesparteiobmann ist seit 31. Jänner 2009 der derzeitige Tiroler Landeshauptmann Günther Platter.

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