Traun (Donau)

TraunVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Oberösterreich, Steiermark; Traunviertel, Salzkammergut
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle Traunursprung
47° 39.05′ 3″ N, 13° 56.816666666667′ 49″ O47.65083333333313.946944444444
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Mündung In Linz in die Donau48.26888888888914.372222222222Koordinaten: 48° 16.133333333333′ 8″ N, 14° 22.333333333333′ 20″ O
48° 16.133333333333′ 8″ N, 14° 22.333333333333′ 20″ O48.26888888888914.372222222222
Vorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSHÖHE_fehltVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 153 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 4277 km²[1]
Abfluss am Pegel Wels-Lichtenegg[2]
AEo: 3387,1 km²
Lage: 33,25 km oberhalb der Mündung
NNQ (13.09.1991)
MNQ 1981-2009
MQ 1981-2009
Mq 1981-2009
MHQ 1981-2009
HHQ (12.08.2002)
24,7 m³/s
41,5 m³/s
133 m³/s
39,3 l/s km²
768 m³/s
1576 m³/s
Rechte Nebenflüsse Alm, Krems
Linke Nebenflüsse Ager, Ischl
Durchflossene Seen Kammersee, Toplitzsee, Grundlsee, Hallstätter See, Traunsee
Großstädte Linz
Mittelstädte Wels
Kleinstädte Bad Ischl, Gmunden, LaakirchenVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Traun ist ein 153 km langer rechter Nebenfluss der Donau in Oberösterreich (Österreich). Der mittlere Abfluss beträgt 135 m³/s. Zwischen Enns und Traun erstreckt sich das Traunviertel, und sie entwässert den überwiegenden Teil des Salzkammerguts.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lauf der Traun

Traunbrücke am Ausfluss aus dem Hallstätter See, OÖ
Ausfluss der Traun aus dem Traunsee
Mündung der Ager (von Westen kommend, rechts) in die Traun (von Süden kommend, Mitte)
die Traun bei Lauffen

Die Traun entspringt im Toten Gebirge als Grundlseer Traun in einer Quelle, dem Traunursprung, hinter dem Kammersee in der Steiermark, durchfließt den Toplitzsee und anschließend den Grundlsee. Zwischen Toplitzsee und Grundlsee heißt der Verlauf Toplitz oder auch Toplitzbach.

In Bad Aussee vereinigt sich die Grundlseer Traun mit der Altausseer Traun und Kainischtraun, ab hier wird sie Koppentraun genannt. Dieser obere Einzugsbereich ist das steirische Salzkammergut. Die Koppentraun fließt westwärts durch den Koppenpass, bis sie sich am Dachsteinmassiv nach Norden wendet und den Hallstätter See speist.

Ab dem See-Austritt heißt sie endgültig Traun. Sie durchquert im Mittellauf das innere Salzkammergut und Bad Ischl, ab wo sie nordöstliche Richtung beibehält. Sie fließt am Höllengebirge entlang und bei Ebensee in den Traunsee. Nach dem Austritt aus dem See bei Gmunden verlässt sie die Salzkammergutberge und tritt ins Alpenvorland ein.

Bei Stadl-Paura nimmt sie die Ager auf, ihren größten Seitenfluss, und fließt an Wels vorbei durch die flache Welser Heide. An der Grenze zwischen Ansfelden und Linz wird an der Traunwehr ein großer Teil der Wassermenge zum Oberwasserkanal abgeleitet, der das Kraftwerk Linz-Kleinmünchen speist.

Der Fluss mündet im Stadtgebiet von Linz, südlich des Werksgeländes der voestalpine, im Stadtteil Ebelsberg in die Donau.

Abschnitte des Trauntals

Das Tal der Traun ist deutlich gegliedert, und umfasst flussaufwärts folgende Regionen:

Zuflüsse (flussabwärts)

Quellflüsse: Grundlseer Traun, Altausseer Traun, Kainischtraun

Linke Zuflüsse:

  • Gosaubach, im Hallstättersee
  • Ischl, bei Bad Ischl
  • Weißenbach, bei Mitterweißenbach, zwischen Bad Ischl und Ebensee
  • Langbathbach, bei Ebensee
  • Ager, in Stadl-Paura

Rechte Zuflüsse:

  • Rettenbach, bei Bad Ischl
  • Rindbach, in Ebensee
  • Alm, nach Lambach, im Gemeindegebiet von Fischlham
  • Aiterbach, bei Wels
  • Krems, im Linzer Stadtteil Ebelsberg
und zahlreiche weitere kleine Bäche im Flussverlauf

Geschichte

Traunfall

Die Traun wurde in der Römerzeit vom Traunfall bis zur Mündung in die Donau mit flachen Kähnen befahren. Weiters war die Traun sehr wichtig für den Salz- und Holztransport.

Im Bundesheer der Ersten Republik wurden unter der Führung von Generalstabschef Feldmarschallleutnant Alfred Jansa Pläne zur Abwehr eines deutschen Angriffes auf Höhe der Traunlinie ausgearbeitet.

Umwelt

Wasserqualität

Die Traun war früher in ihrem Unterlauf durch Industrie (z.B. die Papierfabriken in Laakrichen) und den Zufluss der stark belasteten Ager sehr verunreinigt und wies streckenweise nur Güteklasse IV auf. Heute hat sie im gesamten Verlauf Güteklasse I oder II.[3]

Der Oberlauf der Koppentraun ist ein berühmtes Fischgewässer, das über etliche Kilometer ein natürliches Flussbett bietet. Der Traunfall bei Steyrermühl ist einer der wenigen Flusstauchplätze für Taucher und Schnorchler in Österreich.

Wirtschaft

Heute sind vor allem die Kraftwerke an der Traun bedeutend.

Kraftwerke

(Engpassleistung und Regelarbeitsvermögen nach Angaben des jeweiligen Kraftwerkbetreibers. Stand: 2005 und 2010)

Kraftwerk Engpass-
leistung
(kW)
Regelarbeits-
vermögen
(MWh)
Betreiber Anmerkung/Bilder
Bad Aussee 820 3.000 Energie AG Oberösterreich
Lauffen 100 750 Energie AG Oberösterreich
Gmunden 12.200 48.000 Energie AG Oberösterreich
Kohlwehr ? ? UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

Fabriksturbine der UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

? ? UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

Gschröff ? ? UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

Siebenbrunn ? ? UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

Traunfall 9.850 58.000 Energie AG Oberösterreich
Kemating ? 1.500 ? UPM-Kymmene Austria GmbH

(ehem. Steyrermühl AG)

Stadl-Paura 750 5.500 Energie AG Oberösterreich
Lambach 13.900 73.000 Energie AG Oberösterreich
Kraftwerk Lambach
BreitenbachNEU 2.700 13.700 Wels Strom GmbH
Traunleiten
(Gemeinde Steinhaus)
10.000 75.000 Wels Strom GmbH
Kraftwerk Traunleiten
Marchtrenk 42.800 173.000 Energie AG Oberösterreich
Kraftwerk Marchtrenk
Traun-Pucking 45.800 215.000 Energie AG Oberösterreich
Kraftwerk Traun-Pucking
Traunwehr 1.300[4] ? Linz AG
Traunwehr an der Stadtgrenze zwischen Linz / Ansfelden (nutzt Restwassermenge, die nicht in den Oberwasserkanal geleitet wird)
Linz Kleinmünchen 10.000[5] ? Linz AG
Kleinkraftwerk Kleinmünchen (am Oberwasserkanal)

Wappen mit Traunmotiven

Die Traun hat Eingang in das Wappen mehrerer Städte und Gemeinden, die an der Traun liegen, gefunden. So zeigen beispielsweise die Wappen von Wels ("grüner, gewellter Schildfuß"), Steinerkirchen an der Traun ("Wellenband"), Fischlham ("goldene Wellenleiste"), Steinhaus ("silberner Wellenbalken"), Stadl-Paura, ("silberne Wellenleiste"), Desselbrunn ("von Silber und Blau gespaltene Flanke") und Laakirchen ("silberner Wellenbalken") Symbole für die Traun. Das Wappen von Roitham verweist auf den Traunfall mit Kraftwerk und Brücke.

Literatur

  • Die Traun- Fluß ohne Wiederkehr, -Katalog zur Ausstellung im O.Ö. Landesmuseum Francisco-Carolinum vom 15. September 1992 bis 14. März 1993.- Linz, ISBN 3-900746-46-X

Dokumentationen

DIE TRAUN - Lebensweg eines Gebirgsflusses Produzent: Pröll Film Produktion GmbH Regie: Erich Pröll, Klaus Feichtenberger Genre: Dokumentation - ORF Universum

Weblinks

 Commons: Kategorie:Traun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quelle

  1. Amt der oberösterreichischen Landesregierung (Hrsg.): Traun, Untersuchungen zur Gewässergüte, Stand 1991. - Gewässerschutz Ber. 1/1992 (PDF)
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009, Wien 2011, S. OG 183 (PDF)
  3. Amt der Oö. Landesregierung: Gewässergütekarten
  4. Homepage der Linz AG
  5. Homepage der Linz AG