Tutzsäule

Die Tutzsäule; im Hintergrund die Stiftskirche Klosterneuburg.

Die Tutzsäule ist eine gotische Totenleuchte[1] am Stiftsplatz in Klosterneuburg.

Nach der Inschrift wurde die Licht- bzw. Friedhofssäule nach einer Pest von Michel Tutz im Jahre 1381 gestiftet. Als Bildhauer wird der Baumeister Michael Knab angenommen. Die Säule ist zeitlich früher als Knabs Spinnerin am Kreuz in Wiener Neustadt. Sie ist sechsseitig und mit reichem Blendmaßwerk ausgestattet. Unter dem Lichthäuschen zeigen die Reliefs Darstellungen aus der Passion Christi: Ölberg, schlafende Jünger, Geißelung, Christus am Kreuz mit Maria Magdalena und Johannes, Auferstehung, Christus und Thomas.[2]

Im Jahre 1968 wurde um die Säule in Form eines Gitters ein Kriegerdenkmal für den Ersten und Zweiten Weltkrieg beigefügt. Im Zuge der Neugestaltung des Stiftplatzes im Jahre 2009 wurde das Gitterkriegerdenkmal entfernt, ein neues Kriegerdenkmal vom Architekten Heinz Tesar entworfen und vor dem Mauerwerk der Sebastianigruft situiert. [3]

Literatur

  • Elisabeth Hassmann: Meister Michael. Baumeister der Herzoge von Österreich. Die Tutz-Säule in Klosterneuburg. Diss. Universität Wien 1996, Böhlau Verlag Wien 2002, ISBN 3-205-99354-3, Seiten 491ff. [4]
  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 2. M bis Z. Klosterneuburg. Tutzsäule. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-365-8, Seite 1048.

Weblinks

 Commons: Tutzsäule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Totenleuchte. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 15, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1892, S. 776.
  2. [1] Harald Hartmann: Bildstöcke in Klosterneuburg. Abgerufen am 27. Oktober 2010
  3. noe-gestalten.at Reinhard Schandl: Das neue Kriegerdenkmal im Stift Klosterneuburg. Broschüre 123 / März 2009, Abgerufen am 27. Oktober 2010
  4. [2] Elisabeth Hassmann, siehe Literatur

48.306816.32572Koordinaten: 48° 18′ 24″ N, 16° 19′ 33″ O