Ulrich Hofmann

Ulrich Hofmann (* 22. Januar 1903 in München; † 5. Juli 1986 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker.

Hofmann, der Sohn des Chemikers Karl Andreas Hofmann, studierte Chemie an der TU Berlin mit dem Diplom Abschluss 1925 und der Promotion 1926 über Glanzkohlenstoff. 1931 habilitierte er sich über Graphitsäure und wurde 1937 Professor für Chemie und Leiter des Chemischen Instituts der Universität Rostock. Er leistete nur kurz Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg, da er für kriegswichtige Arbeiten freigestellt war, und wurde 1942 Leiter des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie an der TH Wien, an der er auch ein Elektronenmikroskop (von Manfred von Ardenne) installierte. 1945 verliess er Wien und lehrte ab 1948 Chemie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Regensburg, wo zuvor keine Chemie unterrichtet wurde und er sein Labor erst neu aufbauen musste. 1951 ging er ans Eduard Zintl Institut der TH Darmstadt. 1960 wurde er Leiter des Instituts für Anorganische Chemie an der Universität Heidelberg.[1] 1971 emeritierte er.

Hofmann befasste sich insbesondere mit der Chemie von Tonmineralien. Er befasste sich auch mit Pigmenten und antiken Keramiken.

1952 wurde er erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie. 1955 erhielt er den Alfred Stock Preis, 1964 die Hermann Seger Medaille, 1965 den Wolfgang Ostwald Preis und er war Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (1961) und der Leopoldina (1962). 1968 wurde er Ehrendoktor der Universität München.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Geschichte der Fakultät für Chemie, Heidelberg