Umweltbundesamt (Österreich)

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Logo des Umweltbundesamtes
Staatliche Ebene Bundesebene
Stellung Nachgeordnete Dienststelle
Rechtsform Ges.m.b.H. (100 %-Besitz der Republik Österreich)
Aufsichtsbehörde(n) / -organe Sektion V Allgemeine Umweltpolitik[1] am Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Gründung 1985 (GmbH seit 1999)
Hauptsitz Wien 9, Spittelauer Lände 5
Leitung Georg Rebernig (Gschftf.)
Anzahl der Mitarbeiter 469[2]
Website www.umweltbundesamt.at

Das Umweltbundesamt ist die staatliche Umweltschutzfachstelle Österreichs. Neben Arbeiten für den Bund ist Umweltbundesamt GesmbH auch berechtigt, im Allgemeininteresse gelegene Aufgaben für Dritte durchzuführen. Das Umweltbundesamt hat seinen Sitz in Wien und einen Sitz in Klagenfurt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Umweltbundesamt wurde 1985 mit dem ersten Umweltkontrollgesetz als nachgeordnete Dienststelle des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit und Umweltschutz geschaffen. Mit dem 1. Jänner 1999 wurde das Umweltbundesamt in die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GesmbH) überführt, die zu 100% im Eigentum der Republik Österreich steht.

Tätigkeit

In vier Programmbereichen bearbeitet die Institution interdisziplinär alle Umweltthemen und -medien.

  • Wirtschaft und Wirkung
  • Lebensraum und Nutzung
  • Stoffe und Analysen
  • Daten und Diagnosen

Die Aufgaben des Umweltbundesamt umfassen:

  • Erarbeitung von Fachgrundlagen für die Umweltpolitik
  • Erhebung, Aufbereitung und Analyse von Daten zur Umweltsituation in Österreich
  • Messung von Umweltbelastungen (Umweltkontrolle)
  • Beteiligung am Vollzug von Bundesgesetzen
  • Fachliche Koordination verschiedener internationaler Umweltprogramme in Österreich

Damit ist das Umweltbundesamt die wesentliche nationale Stelle für umweltstrategische Perspektiven.

Eine der wichtigsten Umweltkontroll- und Informationsaufgaben ist der alle drei Jahre erarbeitete medienübergreifende Umweltkontrollbericht (UKB). Der Bericht beschreibt den Zustand und die Entwicklung der Umwelt in Österreich.

International sind die Experten des Umweltbundesamt als Berater internationaler Organisationen, wie EU-Kommission, UNEP, OECD und [1] tätig. Das Umweltbundesamt hat bisher an ca. 85 Twinning-Projekten in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, in der Tschechischen Republik, in Ungarn sowie in Zypern teilgenommen. Mit diesem Know-How-Transfer unterstützte das Umweltbundesamt den EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Behörden in Umweltfragen.

Die Arbeitsergebnisse des Umweltbundesamt werden als gedruckte Publikation und online in einer Datenbank veröffentlicht.

Das Umweltbundesamt beschäftigt über 475 Mitarbeiter (Stand 1. Jänner 2009). Neben Experten aus den Fachbereichen wie Altlasten, Naturschutz, Energie, Industrie, Klima, Luft und Verkehr gehören dazu Absolventen von in- und ausländischen Universitäten verschiedenster Fachrichtungen.

Das Umweltbundesamt besitzt ein funktionierendes Netzwerk der Zusammenarbeit mit den Bundesländern, um Umweltinformationen auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung stellen zu können.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Sektion V - Allgemeine Umweltpolitik
  2. Zahlen und Fakten, umweltbundesamt.at