Uniqa Versicherungen

Uniqa Versicherungen AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000821103
Gründung 1922/1999
Sitz Wien

Leitung

Mitarbeiter 5.014 (2011)[1]
Bilanzsumme 3,51 Mrd. Euro (2011)[1]
Branche Versicherungen
Website www.uniqa.at

Die Uniqa Versicherungen AG (kurz: Uniqa; offizielle Schreibweise: UNIQA Versicherungen AG, kurz: UNIQA) ist die Dachgesellschaft eines der größten österreichischen Versicherungskonzerne, der Uniqa Group Austria (offizielle Schreibweise: UNIQA Group Austria). Die Gesellschaft betreibt als Verwaltungs- und Vertriebsorganisation das indirekte Geschäft für die operativen Versicherungsgesellschaften des Konzerns. Die Konzernzentrale befindet sich im Uniqa Tower in Wien.

Mit rund 22.000 Mitarbeitern und einem Aufkommen von mehr als 5,9 Milliarden Euro an Versicherungsprämien (Stand: August 2012) zählt die Uniqa Group Austria zu den führenden Versicherungskonzernen Mitteleuropas.[2] Die Uniqa-Gruppe ist mit über 40 operativen Versicherungsgesellschaften in 20 europäischen Ländern als Versicherer tätig.[2] Per 31. Dezember 2011 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 28,56 Mrd. Euro.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Unternehmen ging 1999 aus der Barc Versicherungs-Holding AG hervor, indem die Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer und die Austria-Collegialität verschmolzen wurden. Die Raiffeisen Versicherung AG ist heute eine 100 %-ige Tochter der Uniqa.

2003 wurden die vormaligen Tochtergesellschaften der Axa in Österreich, Ungarn und Liechtenstein übernommen.[4]

Bundesländer-Versicherung

Die Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer AG wurde 1922 gegründet. Sie übernahm den Bestand von einigen niederösterreichischen Landesgesellschaften und anderen Anstalten; sie betrieb alle Versicherungssparten. Im Juni 1997 wurde mit einem Festakt im Wiener Musikvereinssaal der 75-jährige Bestand des Unternehmens gefeiert.[5] Der traditionsreiche Name des Unternehmens sollte allerdings bald aus der Öffentlichkeit verschwinden. 1997–99 bildeten Bundesländer-Versicherung und Austria-Collegialität die Barc Versicherungs-Holding AG, die in der Uniqa Versicherungen AG aufging. Das Verwaltungsgebäude der Bundesländer-Versicherung in Wien-Leopoldstadt, Praterstraße 1, fungierte 1999–2004 als Zentrale des Uniqa-Konzerns und wurde dann abgerissen; hier entstand bis 2010 das Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude.

Austria-Collegialität

Austria-Collegialität Österreichische Versicherung AG war ein von 1991 bis 1997 bestehendes Versicherungsunternehmen, das aus der Fusion von Austria (mit Vorläufern bis 1860 zurückreichend) und Collegialität (gegründet 1899) entstanden war.

Unternehmensleitung

Die Konzernzentrale: Uniqa Tower.

Vom 1. Januar 2002 bis zum 30. Juni 2011 war Konstantin Klien Generaldirektor. Seit 1. Juli 2011 fungiert Andreas Brandstetter (* 1969) als CEO.[6]

UNIQA Tower

Hauptartikel: Uniqa Tower

Eigentumsverhältnisse

Grundkapital 119.777.808 €
Aktien 119.777.808 €
Aktionäre Anteil
Austria Versicherungsverein Beteiligungs-Verwaltungs GmbH
(Stimmrechtsanteile aufgrund Stimmrechtsbindung der Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung zuzurechnen)
35,2 %
BL Syndikat Beteiligungs Gesellschaft m.b.H.
(zu 80,62 % im Besitz der RZB Versicherungsbeteiligung GmbH, welche wiederum eine 100 %-Tochter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG ist)
32,0 %
Sonstige Aktionäre 17,1 %
UQ Beteiligung GmbH 7,0 %
NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH 5,2 %
Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit
(Stimmrechtsanteile aufgrund Stimmrechtsbindung mit der BL Syndikat Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. zusammenzurechnen)
3,2 %
Firmeneigener Aktienbesitz 0,3 %

Stand: 29. Dezember 2007

Am 30. August 2012 berichtet die österreichische Zeitung "derStandard" von der Austria als neuen Hauptaktionär. Der Anteil der Raiffeisen-Gruppe beträgt folglich 43,80%. Die Austria hält 44,98%, die Collegialität 49,23%. Laut derStandard bleiben die Syndikatsverträge zwischen den Hauptaktionären der UNIQA, die 91,13% halten, unverändert.

Kritik

Im Jahr 2002 wurde Uniqa ein Big Brother Award in der Kategorie Business und Finanzen verliehen, da beim Abschluss einer Krankenzusatzversicherung eine sehr weitgehende „Zustimmung zur Ermittlung, Übermittlung und Verwendung von Daten“ abverlangt wird. Die Versicherung kann die Daten bei Ärzten, Krankenhäusern, Sozialversicherungsträgern, Behörden und sonstigen Einrichtungen, die über den Gesundheitszustand des Versicherten etwas wissen könnten, ermitteln.[7]

Engagement im Radsport

Von 2001 an unterstützte der Konzern das österreichische Radrennen Wien-Rabenstein-Gresten-Wien, das bis 2005, als es zum letzten Mal ausgetragen wurde, Uniqa Classic hieß.

Werbung

Der aktuelle Werbeslogan der Uniqa Versicherungen AG lautet: Uniqa, die Versicherung einer neuen Generation.

Uniqa hat derzeit einige der bekanntesten Spitzensportler Österreichs als Testimonial unter Vertrag, so:

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Geschäftsbericht 2011. Uniqa Versicherungen AG, abgerufen am 12. August 2012 (PDF; 436kb).
  2. a b uniqagroup.com: Uniqa Konzernprofil. Abgerufen am 9. August 2012.
  3. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011. Abgerufen am 12. August 2012.
  4. uniqagroup.com: Uniqa im Jahr 2003 mit deutlichem Wachstums- und Ergebnisschub. 17. Februar 2004.
  5. Isabelle Ackerl: Festschrift Ein österreichischer Weg. Von der Ersten Republik zu einem gemeinsamen europäischen Markt. 75 Jahre Bundesländer-Versicherung.
  6. Strukturelle und personelle Neuordnung der Uniqa-Gruppe ab 1. Juli 2011 auf der Website der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, abgefragt am 7. Juli 2011.
  7. Holger Bruns: „Datenkraken“ in Österreich. In: Heise online, 26. Oktober 2002.