Unteres Almtal

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Das Untere Almtal ist eine der 41 Oberösterreichischen Raumeinheiten und erstreckt sich entlang der Alm.

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Lage

Die Raumeinheit liegt in den Bezirken Kirchdorf, Gmunden und Wels-Land.

Die Fläche des Unteren Almtals beträgt 46,6 km² und erstreckt sich über rund 35 km von Süd nach Nord. Die Breite beträgt maximal 2 km, meist ist die Raumeinheit wesentlich schmäler (bis zu 200 m). Der tiefste Bereich liegt bei rund 375 m ü. A. am nördlichen Ende der Raumeinheit. Der höchste Bereich des Gebiets liegt in der Nähe des Cumberland Wildparks in Grünau mit rund 550 m ü. A..

Folgenden Gemeindegebiete haben wesentlichen Anteil am Unteren Almtal (alphabetisch geordnet): Bad Wimsbach-Neydharting, Grünau im Almtal, Pettenbach, Scharnstein und Vorchdorf

Das Untere Almtal durchschneidet die Raumeinheiten Salzkammergut-Voralpen, Almtaler und Kirchdorfer Flyschberge und Traun-Enns-Riedelland und bildet so eine Verbindung zwischen Alpen und Alpenvorland. Weiters grenzt das Almtal an folgende Raumeinheiten: Ager-Traun-Terrassen und Unteres Trauntal.

Charakteristik

  • Mitunter breite und markante Talniederung der Alm zwischen Grünau und dem Trauntal.
  • Der Auwaldgürtel ist nicht durchgehend. Es überwiegt die Esche, seltener sind Kiefern, Grauerle und Fichten zu finden.
  • Einzelne Waldflächen außerhalb des Auwaldgürtels (z.B. Theuerwanger Forst bei Vorchdorf) werden meist als Fichtenforste genutzt. Die Grenze zum umgebenden Riedelland ist meist naturnah bewaldet. Ebenso sind die bis zu 60 Meter hohen Böschungen bewaldet und prägen diese Landschaft. Es finden sich hier Buchen- sowie Eschen-Ahorn-Wälder. Riesen-Schachtelhalm-Gebiete sind vereinzelt verbreitet.
  • Hervorragende Wasserqualität mit Äschen-Bestand. Intensive Nutzung des Gewässers durch Kleinkraftwerke. Es existieren kaum Stillgewässer.
  • Die Niederterrasse ist waldarm und wird landwirtschaftlich genutzt (Ackerbau). Flussaufwärts zunehmend Grünlandnutzung. Kulturlandschaft ist selten, da das Gebiet durch Besiedelung geprägt ist.
  • Schottergruben sind eher kleinräumig und vereinzelt an Konglomerat-Steilwänden zu finden. Auch ausgedehnte Tuffquellen sind zu finden.
  • Unbewaldete Böschungen besitzen noch einen artenreichen Halbtrockenrasen. Vereinzelt bestehen Heißländen mit Orchideenreichtum und Pfeifengrasrasen.
  • Der Unterlauf ist bäuerlich geprägt und dünn besiedelt. Flussaufwärts, ab Vorchdorf, ist das Gebiet zunehmend dicht be- und zersiedelt.
  • Die Verkehrswege sind landschaftsprägend.
  • Niederschläge nehmen nach Norden stark ab. Der Süden liegt im Nordstau.

Literatur

Amt der oö Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.):Band 39: Raumeinheit Unteres Almtal, Linz, 2007 (Herunterladen als pdf)

Weblinks