Unteres Trauntal

Alle OÖ Raumeinheiten

Das Untere Trauntal ist eine der 41 Oberösterreichischen Raumeinheiten und erstreckt sich entlang der Traun im Traunviertel. Diese Raumeinheit umfasst auch die Welser Heide.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Raumeinheit liegt in den Bezirken Linz, Linz-Land, Wels und Wels-Land.

Die Fläche des Unteren Trauntals beträgt 223,85 km² und erstreckt sich über rund 40 km von Lambach bis zum Bahnhofsbereich in Linz. Die Breite beträgt zwischen 4 und 9 km. Der höchste Bereich liegt bei rund 360 m ü. A. bei Lambach. Der tiefste Bereich des Gebiets liegt beim Linzer Hauptbahnhof mit rund 270 m ü. A..

Folgende Gemeindegebiete liegen überwiegend oder gänzlich im Unteren Trauntal (alphabetisch geordnet): Ansfelden, Edt bei Lambach, Gunskirchen, Holzhausen, Hörsching, Leonding, Marchtrenk, Pasching, Pucking, Oftering, Weißkirchen an der Traun, Traun und Wels

Die Raumeinheit ist von folgenden oberösterreichischen Raumeinheiten umgeben (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Inn- und Hausruckviertler Hügelland, Linzer Feld, Traun-Enns-Riedelland, Unteres Almtal, Ager-Traun-Terrassen und Traunschlucht

Das Untere Trauntal ist in sechs Untereinheiten gegliedert:

  • Auwaldbereich und Traunfluss
  • Kulturlandschaft der Austufe
  • Traunleiten (Grenze zum Traun-Enns-Riedelland)
  • Landwirtschaftlich geprägte Niederterrasse
  • Hochterrasse
  • Verdichtete Siedlungs- und Gewerbegebiete

Charakteristik

  • Traun mit breiter Nieder- und Hochterrasse und dichtem Siedlungsgebiet.
  • Hohe Belastung durch mehrere Verkehrsachsen (zB. Welser Autobahn, Westbahn und Flughafen Hösching), große Industrie- und Siedlungsgebiete (Wels) und intensive Landwirtschaft prägen dieses Gebiet.
  • Schotterabbau in der Austufe und Niederterrasse gilt als wichtigste Schottergewinnung in ganz Oberösterreich.
  • Die Traun ist durchgehend reguliert und weitgehend durch Kraftwerke aufgestaut.
  • Der Auwaldbereich ist arten- und strukturreich. Hier dominieren die Eschenwälder, Fichten- oder Hybridpappelwälder sind sehr selten. Heißländen sind häufig und artenreich, teils von internationaler Bedeutung. Hinzu kommt die vielfältige Vogelfauna.
  • Die Austufe weist ausgedehnte Kulturlandschaftselemente auf. Es existieren auch Galeriewälder an Bächen, die landschaftsprägend sind. Vorwiegende Nutzung für Ackerbau und dichte Besiedelung.
  • Die Traunleiten Terrassenkante ist meist naturnah, landschaftsprägend bewaldet. Buchen- und Ahorn-Eschen-Wälder sind dominant. Es existiert ein Halbtrockenrasen an der Terrassenkante.
  • Die landwirtschaftlich geprägte Niederterrasse ist dicht bebaut. Trockene Eichen-Hainbuchenwälder wechseln sich mit Schwarzerlen-Feuchtwälder ab. Die wenigen Bäche des Gebiets versickern in Schottergruben.
  • Die Hochterrasse wird ebenso überwiegend landwirtschaftlich genutzt, ist aber strukturarm. Insbesondere der Osten ist dicht verbaut (Pasching, Linz), ansonsten sind Weiler vorherrschend. Die Hochterrasse ist mit Löss bedeckt.
  • Die Raumeinheit ist Niederschlagsarm und eher nebelreich.

Literatur

Amt der oö Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.): Band 1: Raumeinheit Unteres Trauntal, Linz, 2007 (Herunterladen als pdf)

Weblinks