Urnenfriedhof am Tabor

Eingang zur Gottfried-Koller-Straße

Der Urnenfriedhof am Tabor befindet sich in Steyr im Stadtteil Tabor. Er besteht seit 1927.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines und Geschichte

Der Urnenfriedhof befindet sich im Stadtteil Tabor (Taborweg 8) nahe der Renaissanceanlage des Taborfriedhofs und des Taborturms. Hier befindet sich das von Franz Koppelhuber geplante Steyrer Krematorium. Der Urnenfriedhof untersteht dem Magistrat Steyr, der benachbarte Taborfriedhof dagegen der Stadtpfarre Steyr und der Vorstadtpfarre St. Michael.[1]

In den 1920er Jahren wurden Forderungen nach einer Möglichkeit zur Feuerbestattung laut. Da die römisch-katholische Kirche dies strikt ablehnte, wies der Gemeinderat dem Verein „Flamme“ am 11. Juli 1926 ein dem Taborfriedhof benachbartes Grundstück für einen Urnenhain zu. Dieser Verein ließ dort 1926/27 nach Plänen des Steyrer Architekten Franz Koppelhuber ein Krematorium errichten, das am 26. Juni 1927 eröffnete. Ende 1939 erwarb es die Stadt für 115.000 Reichsmark. 1941 war kurzfristig angedacht, den Friedhof aus Hygienegründen aus der Stadt hinaus zu verlegen.[2]

Einem Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten zufolge, wurde hier 2011/12 unter dem Asphalt eines Gehweges eine Gruft mit rund 1000 Urnen mit Asche von KZ-Häftlingen entdeckt.[3]

Galerie

Grab- und Gedenkstätten

Bilder

Einzelnachweise

  1. Steyr Online – Friedhof (aufgerufen am 26. Jänner 2013)
  2. Manfred Brandl: Neue Geschichte von Steyr, Ennsthaler 1980 ISBN 3-85068-093-2 S. 71 u. 230
  3. Hannes Fehringer: Urnen von Nazi-Opfern lagerten auf dem Friedhof unter einem Gehweg (OÖN-Artikel vom 26. Januar 2012) aufgerufen am 26. Januar 2013
  4. Bürgermeister von Steyr seit 1851 aufgerufen am 26. Januar 2013
  5. Hermann Leithenmayr: 1000 Trauergäste nahmen Abschied vom Lobbyisten der kleinen Leute. (Angesehen am 26. Jänner 2013)

Weblinks

 Commons: Urnenfriedhof am Tabor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.04485114833314.423021078056Koordinaten: 48° 2′ 41″ N, 14° 25′ 23″ O