Valentin Groebner

Valentin Groebner (* 9. Mai 1962 in Wien) ist ein österreichischer Historiker für mittelalterliche Geschichte.

Valentin Groebner studierte in Wien, Marburg und Hamburg. 1991 promovierte er in Bielefeld mit der Arbeit Ökonomie ohne Haus: Zum Wirtschaften armer Leute in Nürnberg am Ende des 15. Jahrhunderts. Er war als Assistent an der Universität Basel tätig, wo er sich 1998 mit der Arbeit Gefährliche Geschenke: Ritual, Politik und die Sprache der Korruption in der Eidgenossenschaft im späten Mittelalter und am Beginn der Neuzeit habilitierte. Seit 1997 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Historische Anthropologie. 1999/2000 war er Visiting Professor an der Harvard University. 2004 wurde er Nachfolger von Guy Marchal und lehrt seitdem als Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern.

Schriften

  • Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Konstanz University Press, Konstanz 2012, ISBN 978-3-86253-025-0.
  • Das Mittelalter hört nicht auf: Über historisches Erzählen, München 2008, ISBN 3-406-57093-3.
  • Der Schein der Person: Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters, München 2004, ISBN 3-406-52238-6.
  • Ungestalten. Die visuelle Kultur der Gewalt im Mittelalter, München 2003, ISBN 3-446-20373-7.
  • Gefährliche Geschenke: Ritual, Politik und die Sprache der Korruption in der Eidgenossenschaft im späten Mittelalter und am Beginn der Neuzeit, Konstanz 2000, ISBN 3-87940-741-X.
  • Ökonomie ohne Haus. Zum Wirtschaften armer Leute in Nürnberg am Ende des 15. Jahrhunderts, Göttingen 1993, ISBN 3-525-35645-5.

Weblinks