Valluga

Valluga
Historische Ansicht von St. Christoph vor der Passhöhe, im Hintergrund die Valluga (1889)

Historische Ansicht von St. Christoph vor der Passhöhe, im Hintergrund die Valluga (1889)

Höhe 2809 m ü. A.
Lage Grenze Tirol / Vorarlberg
Gebirge Lechtaler Alpen
Geographische Lage 47° 9′ 27″ N, 10° 12′ 47″ O47.157510.2130555555562809Koordinaten: 47° 9′ 27″ N, 10° 12′ 47″ O
Valluga (Tirol)
Valluga
Erstbesteigung 6. September 1877 durch Andreas Madlener von der Schindlerspitze aus
Besonderheiten Der Berg liegt auf der Europäischen Wasserscheide zwischen Donau und Rhein
Am Vallugagipfel

Die Valluga (auch Valfaggar, vom rätoromanischen Val vaccaria, deutsch Kuhtal, abgeleitet) ist ein 2809 Meter hoher Berg in den westlichen Lechtaler Alpen und der höchste Gipfel im Arlberggebiet auf der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Auf dem Gipfel befindet sich ein Wetterradar der Landeswarnzentrale Vorarlberg[1]. Zuerst bestiegen wurde die Valluga am 6. September 1877 von dem Bregenzer Alpinisten und Vorsitzenden der DOeAV-Sektion Vorarlberg, Andreas Madlener, im Alleingang.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Der Berg liegt dreieinhalb Kilometer Luftlinie nördlich des Wintersportortes St. Christoph am Arlberg. Benachbarte Gipfel sind im Westen die Pazielfernerspitzen (2712 m), die Pazielspitze (2770 m) und im Norden, getrennt durch das Südliche Pazieljoch (2495 m) die Roggspitze mit 2747 Metern Höhe. Im Südosten liegt der 2660 Meter hohe Jahnturm. Westlich der Valluga befindet sich der Pazielferner, ein kleiner Gletscher unterhalb der Trittscharte, dessen Ausdehnung in den letzten Jahrzehnten durch die zunehmende Erderwärmung stark zurückgegangen ist. Ein noch kleineres Eisfeld (Rest des früheren Vallugaferners) existiert kurz oberhalb der Vallugagrat-Station der Valluga-Seilbahn.

Stützpunkte und Touren

Madleners Weg im September 1877 führte von St. Christoph am Arlberg aus zunächst auf die Schindlerspitze, dann über den Schindlerferner und kletterte über die Südseite zum Gipfel der Valluga. Der Abstieg führte in südwestlicher Richtung über den oberen Pazieler Ferner zum Gipfel des Trittkopfs und weiter hinab zum Flexenpass.[2]

Als heutige Stützpunkte für eine Besteigung der Valluga und für Skitouren dienen die in der Südflanke des Berges liegende Ulmer Hütte auf 2279 Metern Höhe und die nördlich gelegene Stuttgarter Hütte (2305 m). Von der Ulmer Hütte aus führt der Normalweg, der leichteste Anstieg, in nordöstlicher Richtung hinauf zum Valfagehrjoch (2539 m) und von dort nördlich, dann westlich zur Seilbahnstation Vallugagrat (2646 m). Über den Südgrat ist der Vallugagipfel in zwei Stunden zu erreichen. Auch über Bergbahnen von St. Anton am Arlberg und Galzig aus ist der Berg erschlossen.[3]

Wintersport

Südöstlich der Valluga, hauptsächlich von St. Anton am Arlberg ausgehend, dehnt sich das große Arlberg-Skigebiet aus. 85 Lifte und Seilbahnen erschließen 276 Kilometer Pisten für den Abfahrtslauf. Mit 150 Schneekanonen will man bei kritischen Schneeverhältnissen den Betrieb aufrechterhalten.

Literatur und Karte

Einzelnachweise

  1. Internetseite des Wetterradars
  2. Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Band IV, München 1878, S. 88
  3. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer Lechtaler Alpen, München 2008, S. 276 f., RZ 1085 ff.

Weblinks

 Commons: Valluga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien