Verbindende Hände

BW

Verbindende Hände, häufig auch Haiders Hände genannt, ist ein Denkmal für Jörg Haider.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung und Geschichte

Das Denkmal besteht aus acht in Bronze gegossenen Händepaaren, die jeweils im Handschlag verbunden sind. Diese Hände goss der Kasachstaner Künstler Waldemar Schröder in der Stuttgarter Gießerei Strassacker. Die Hände sind zwischen zwei Marmorelementen[1] angebracht, die der Steinmetz und BZÖ-Funktionär Gunter Höher gestaltete. Schröder beurteilte das künstlerische Konzept des Denkmals als „nicht besonders interessant oder neuartig.“[2]

Das Denkmal wurde von Robert Paulitsch 2009 privat in Auftrag gegeben und vorfinanziert, aber später auch mit öffentlichen Geldern gefördert. Insgesamt betrugen die Materialkosten etwa 50 000 Euro. Als Eigentümer des Denkmals sieht sich Robert Paulitsch.

Streit um den Standort

Das Denkmal wurde zunächst in Klagenfurt vor dem Bergbaumuseum aufgestellt, wo es sich bis zum 12. Januar 2011 befand. Schon die Aufstellung an diesem ersten Standort hatte Befremden ausgelöst.[3] Nachdem eine Ausstellung zum Leben Jörg Haiders, die in diesem Museum gezeigt worden war, beendet worden war, sollten die Verbindenden Hände zunächst abgebaut und neu poliert und dann ab Ende des Monats als Teil des Gurktal-Radwegs vor dem Gurker Dom aufgestellt und am 25. Januar 2011 gesegnet werden.[4] [5] Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Vertreter der FPK sprachen sich für diesen Plan aus. Gegen den vorgesehenen neuen Standort protestierte jedoch nicht nur der Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt Alois Schwarz, sondern auch der Parteichef der SPÖ Peter Kaiser, der befürchtete, das Bundesland könne durch „Götzenverehrung“ und „Denkmaltourismus“[6] ins Gerede kommen. Auch die Grünen in Kärnten sprachen sich gegen die Umsiedlung des Denkmals vor den Dom aus.[7]

Die Neuhauser Vizebürgermeisterin Sadnek hatte sich für eine Aufstellung des Denkmals an der Jörg-Haider-Brücke eingesetzt, hatte jedoch die geforderte Ablösesumme von 7000 Euro nicht bezahlen können, die Dörfler aus dem Budget für Kultur im Straßenbau entnahm, um den Standort in Gurk zu sichern.[8]

Das Denkmal wurde am 25. Januar 2011 wie vorgesehen vor dem Gurker Dom enthüllt, nachdem im Dom eine Gedenkmesse für Haider abgehalten worden war.[9] [10]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Laut Wolfgang Luef handelt es sich um Granit, in anderen Quellen ist von Marmor die Rede.
  2. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2636575/enthuellungen-ueber-haiders-haende.story
  3. http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/395139/
  4. http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Feier-in-Gurk-fuer-Haiders-Handshake/14668025
  5. http://archiv.print-gruppe.com/data2/2024/2011/2/tmp/10_2024_2011_2.pdf
  6. http://kurier.at/nachrichten/2064620.php
  7. http://www.mein-klagenfurt.at/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldungen-jaenner-2011/ein-denkmal-fuer-joerg-haider/
  8. http://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/voelkermarkt/2641367/haiders-haende-zwerge-fromme-wuensche.story
  9. http://www.meinkaerntenheute.at/nachrichten/politik/regional/43393?PHPSESSID=0d9d4ae6407f0e7c7231d3f63061d450
  10. http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/151298/index.html