Vermuntwerk

Vermuntwerk
Der Vermuntsee; im Hintergrund die Staumauer
Der Vermuntsee; im Hintergrund die Staumauer
Lage
Vermuntwerk (Vorarlberg)
Vermuntwerk
Koordinaten 46° 58.116666666667′ 7″ N, 10° 3.3666666666667′ 22″ O46.96861111111110.0561111111111743Koordinaten: 46° 58.116666666667′ 7″ N, 10° 3.3666666666667′ 22″ O
Land: OsterreichÖsterreich Österreich
VorarlbergVorarlberg Vorarlberg
Ort: Gaschurn
Gewässer: Vermuntsee[1]
Höhe Oberwasser: 1743 m ü. A.
Kraftwerk
Betreiber: Vorarlberger Illwerke
Planungsbeginn: 1925[1]
Bauzeit: ab 1925[1]
Betriebsbeginn: 1930[1]
Technik
Engpassleistung: 156[1] Megawatt
Durchschnittliche
Fallhöhe:
714[2] m
Ausbaudurchfluss: 26[2] m³/s
Regelarbeitsvermögen: 260[1] Millionen kWh
Turbinen: 5 Pelton-Turbinen[2]
Generatoren: 5 Generatoren
Sonstiges
Website: www.illwerke.at

Das Vermuntwerk ist ein Hochdruck-Speicherkraftwerk der Vorarlberger Illwerke und liegt am Talende des Montafons in Partenen, einem Ortsteil der Vorarlberger Gemeinde Gaschurn.

Es nutzt die Höhendifferenz von 714 m[2] vom Vermuntsee (1743 m ü. A.) ins Montafontal (1030 m ü. A.) zur Erzeugung von elektrischer Energie aus.[1] Im Krafthaus wird mit einer Turbinenleistung von 156 Megawatt (MW) ein Regelarbeitsvermögen von 260 Gigawattstunden (GWh) an elektrischer Energie in einem Jahr erzeugt.[1]

Vom Vermuntwerk aus wird das Wasser über Stollen und Aquädukte zum Speichersee in Latschau und von dort weiter zum Rodundwerk geleitet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Vermuntwerk ist das erste Kraftwerk der Werksgruppe der Illwerke.[1] Im April 1925 wurde der Bau des Kraftwerks beschlossen und noch im selben Jahr wurde mit den Arbeiten begonnen.[1] Bereits 1930 konnte das Kraftwerk noch vor der Fertigstellung der Staumauer des Vermuntsees in Betrieb genommen werden.[1] Eingeweiht wurde das seinerzeit größte Wasserkraftwerk Österreichs im Jahr 1931 durch Dekan Barnabas Fink.[1] 1930 verfügte das Kraftwerk über vier Turbinen mit jeweils 22 MW.[1] Eine Erweiterung durch eine zusätzliche Turbine erfolgte 1939.[1] In den Jahren 1952 bis 1953 sind die vier alten Turbinen durch leistungsstärkere Turbinen mit jeweils 30 MW ersetzt worden.[1]

Technik

Im Krafthaus sind fünf Maschinengruppen installiert.[2] Jede Maschinengruppe besteht jeweils aus einer zweidüsigen Pelton-Turbine und einem Generator.[2] Die Maschinengruppen sind horizontalachsig aufgebaut.[2]

Parameter Maschinengruppen 1 bis 4 Maschinengruppe 5 Einheit
Turbinennennleistung 29,6 38,8 MW
Durchfluss 5 6 m3/s
Drehzahl 500 500 min-1
Generatornennleistung 30 39 MVA
Generatornennspannung 6 6 kV
Quelle der Tabellendaten: Illwerke[2]

Die Stromnetzanbindung erfolgt über vier 6/110-kV- und einen 6/20/110-kV-Blocktransformator, eine 110-kV-Freiluftschaltanlage und einer 110-kV-Doppelleitung zur Umspannanlage Bürs.[2]

Vorarlberger Illwerke AG
Staustufen und Kraftwerke im Montafon
Schematische Darstellung
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Ill-Ursprung Piz Buin 3312 m ü. A.
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Silvretta-Stausee 2030 m ü. A.
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Abfluss zu Ill/Vermunth→Inn
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Kraftwerk Obervermuntwerk 1743 m ü. A.
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Bachüberleitung aus Tirol
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Zuflüsse
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Stausee Kops 1809 m ü. A.
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Überleitung nach Vermunt
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Vermuntsee 1743 m ü. A.
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Kopswerk II und Kopswerk I 1025 m ü. A.
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Vermuntwerk 1025 m ü. A.
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Ausgleichsbecken Partenen 1025 m ü. A.
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Rifawerk 1005 m ü. A.
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Lünersee 1970 m ü. A.
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Ausgleichsbecken Rifa 1005 m ü. A.
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Zuflüsse
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Pumpwasserkanal Lünerseewerk
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Lünerseewerk 992 m ü. A.
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Latschauwerk 985 m ü. A.
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Staubecken Latschau 992 m ü. A.
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Kraftwerk Rodund I und II 645 m ü. A.
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Zufluss von Ill
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Rodundbecken I bis III 645 m ü. A.
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Abfluss zur Ill
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Zufluss Meng
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Walgauwerk 492 m ü. A.
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Abfluss zur Ill

Literatur

  • Valentin E. Wille: Die Gründungskraftwerke der Landeserzeuger. Architektur früher Großkraftwerke. Erschienen in: Stalla et. al.: Architektur und Denkmalpflege. Studienverlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2012, ISBN 3-70655-129-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Vermuntwerk. Vorarlberger Illwerke, abgerufen am 1. Januar 2012.
  2. a b c d e f g h i Technische Daten. Vorarlberger Illwerke, abgerufen am 1. Januar 2012.