Vetter von Lilienberg

Vetter von Lilienberg war ein österreichisches Adelsgeschlecht.

Geschichte

Das reichsritterliche Geschlecht stammte ursprünglich aus Holland und nannte sich Vetter van der Lilien. Es wurde später nach Böhmen gefiedeltes und 1813 in den Grafenstand erhoben. Seit 1842 ist es im Mannesstamm erloschen.

Bedeutende Vertreter des Geschlechtes waren:

Wenzel Alois Graf Vetter von Lilienberg

Graf Wenzel Alois Vetter von Lilienberg (* 1770 zu Czaslau in Böhmen) trat 1790 in die österreichische Armee ein. 1793 zum Lieutenant ernannt, nahm er an den Feldzügen in Italien teil; 1796 Oberleutnant, 1797 Hauptmann, 1800 Major, 1805 Oberstlieutenant, 1807 Oberst und Kommandeur eines Infanterieregiments und 1809 Generalmajor.

1812 nahm er am Feldzug gegen Russland teil und wurde bei Horodeczna schwer verwundet. 1813 wurde er in den Grafenstand erhoben, 1816 Kommandant der Festung Salzburg und 1817 Feldmarschalllieutenant. Als Divisionär in der Lombardei bekämpfte er 1821 den Aufstand der Piemontesen erfolgreich und wurde zum Militärgouverneur in Alessandria und 1822 zum Kommandeur der Truppen auf Sizilien ernannt, in welcher Stellung er bis 1826 verblieb. 1827 war er Kommandant von Venedig, dann von Triest und des Küstenlandes, 1829 kommandierender General in Kroatien und 1831 Zivil- und Militärgouverneur von Dalmatien, wo er Industrie, Handel und Ackerbau dieser Provinz hob. 1838 wurde er zum Feldzeugmeister ernannt und starb am 6. Februar 1840 bei Zadar, Dalmatien.

Sein Sohn Graf Walafried Vetter von Lilienberg (* 29. Juni 1811), war t. k. Oberstlieutenant und starb am 25. August 1847. Da er ohne männlichen Nachkommen verstarb, erlosch mit ihm das Geschlecht im Mannesstamm.

Literatur