Villgratenbach

VillgratenbachVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Osttirol
Flusssystem Drau
Abfluss über Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Stalleralm (Villgratental)Vorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 1680 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei PanzendorfVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 1080 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 600 m
Länge 18,1 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt
Linke Nebenflüsse Kalksteinerbach
Gemeinden Innervillgraten, Außervillgraten, HeinfelsVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Villgratenbach, auch Villgraterbach, ist ein Nebenfluss der Drau in Osttirol

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lauf und Landschaft

Der Villgratenbach ist 18,10 km lang. Er entspringt an der Südseite der Hohen Tauern, nahe der Stalleralm in 1.680 Metern Höhe, und durchfließt anschließend das Villgratental mit den Gemeinden Innervillgraten und Außervillgraten. Bei Panzendorf mündet der Villgratenbach schließlich nach der Überwindung von 600 Höhenmetern in die Drau.

Geologie

Der Villgratenbach durchfließt eine relativ einheitliche hydrogeologische Formation aus kristallinen Schiefern. Nur im Ursprungsgebiet gibt es auch Vorkommen von Granit und Gneis. Der Villgratenbach durchfließt dabei in der Regel enge Kerbtäler; nur im Mündungsbereich und bei Innervillgraten kommt es zu Talaufweitungen, die von Schottern und Sanden überlagert sind. Im Unterlauf verläuft der Villgratenbach hingegen in Schluchtenstrecken.

Umwelt

Fauna und Flora

Vorherrschende Vegetation entlang des Villgratenbaches sind Nadelwälder. Ausnahmen sind lediglich die landwirtschaftlich genutzten Talniederungen mit den Hauptorten sowie Verebnungsabschnitte im Unterlauf und der Mündungsbereich. In Ufernähe haben sich teilweise auch azonale Gehölzbestände herausgebildet, größere Auwaldsysteme fehlen jedoch, da potentielle Standorte vom Menschen genutzt werden.

Uferzustand und Verbauungsmaßnahmen

Der Villgratenbach ist in seinem Verlauf stark vom Menschen verändert worden, und weist nur noch wenige Streckenabschnitte auf, die nicht oder nur wenig beeinflusst wurden. Hierzu zählen Verebnungsbereiche im Oberlauf, Schluchtabschnitte an der Taleinfahrt nach Außervillgraten und die Klammstrecke nahe der Mündung des Kalksteinbaches. Im übrigen Streckenverlauf ist der Villgratenbach insbesondere durch die ufernahe Trassenführung der Landesstraße sowie durch den Siedlungsdruck in den Talaufweitungen beeinflusst. Bei Panzendorf sichern Dammbauwerke und Blocksteinverbauungen die Siedlung, in Außervillgraten sind die Ufer hingegen durch Ufermauerwerk befestigt. Weiters wurde der Villgratenbach bei Innervillgraten und der Stalleralm durch Verbauungen begradigt um Flächen oder Ufer zu sichern.

Gewässergüte

Die Wasserqualität des Villgratenbaches erreicht im gesamten Verlauf die Gewässergüteklasse I-II (nicht bis mäßig verunreinigt). Lediglich im Bereich der Hauptorte Außervillgraten und Innervillgraten reduziert sich die Qasserqualität durch vermehrte Einleitung von Schmutzwässern, wobei sich Schmutzwasserfahnen bis zu drei Kilometer unterhalb der Ortskerne ziehen.

Wirtschaftliche Nutzung

Der Unterlauf des Villgratenbach wird energiewirtschaftlich genutzt. Von den beiden vorhandenen Kraftwerksgebäuden wurde jedoch der veraltete Kraftwerksteil bei Ronebach bereits aufgelassen. Die Ausleitung zum TIWAG-Kraftwerk befindet sich kurz vor Außervillgraten, die Rückleitung erfolgt im Bereich des EGO-Werkes bei Panzendorf. Die Restwasserstrecke beträgt hierbei 3,6 Kilometer, wobei 60 % der Gesamtwassermenge als Restwassermenge erhalten bleiben. Neben der Kraftwerksausleitung bestehen noch zeitweise betriebene Ausleitungen für zwei Mühlen bzw. ein Sägewerk. Die Restwassermenge liegt jedoch in allen drei Fällen bei mehr als 95 %.

Weblinks