Vintler

Die Vintler sind eine Familie, deren Wurzeln bis ins mittelalterliche Tirol zurück reichen.

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Geschichte

Sie stammt ursprünglich wohl aus dem bäuerlich-bürgerlichen Milieu aus der Ortschaft Vintl im Pustertal. Bereits im 13. Jahrhundert sind sie aber nach Bozen übersiedelt, wo sie als Kaufleute tätig waren. Im 14. Jahrhundert werden sie häufig als Vintler von Bozen, seit der Erwerbung von Schloss Runkelstein 1385 als Vintler von Runkelstein bezeichnet. Die Familie stieg im 14. und 15. Jahrhundert zu großem Reichtum und schließlich auch in den Adelsstand auf. Sie pflegten enge Kontakte zu den adeligen Familien in Tirol wie die Botsch und Rottenburger, den Habsburgern sowie nach Deutschland und Venedig. Die Familie von Vintler besteht bis zum heutigen Tag fort und lebt in Österreich Zollfeld/Kärnten. In Bozen erinnert an die Vintler die Vintlergasse, die Vintlergallerie und die berühmten gotischen Fresken auf Schloss Runkelstein, deren Auftraggeber sie waren. Durch die Ausmalung der Burg Runkelstein schufen die Vintler den größten noch erhaltenen profanen Freskenzyklus des Mittelalters.

Bedeutende Vertreter

Bedeutende Vertreter der Familie waren:

Ein Spross des Geschlechts der Vintler hat um 1600 in Gottmadingen geheiratet. Konrad Vintler von Plätsch versprach den Ebringer Bürgern eine Kirche. Doch es reichte wegen notorischen Geldmangels nur zu einer kleinen Kapelle für die heilige Afra. Der Geldmangel war durch sein verschwenderischer Verhalten ausgelöst, wodurch er in seiner kleinen Herrschaft Heilsperg recht unbeliebt wurde.

Scheinbar war er so unbeliebt und aufrührerisch (er überfiel hin und wieder die Ritter des mächtigen Konrad Widerhold vom Hohentwiel) dass jener Vintlers Wohnturm, Burg Heilsperg, im Dreißigjährigen Krieg zerstörte. Er selbst setzte sich vorher nach Diessenhofen über den Rhein ab.

Der Vintler ging in die Gottmadinger Sagenwelt als Finkler ein und ärgert ähnlich wie der Hohenkräher Poppele seither die Waldbesucher.

Literatur

Weblinks