Wörth (Donauinsel)

Dieser Artikel beschreibt eine österreichische Insel in der Donau. Wegen weiterer Inseln mit Wörth im Namen siehe unter Wörth (Begriffklärungsseite).

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Wörth
Insel Wörth in Bildmitte
Insel Wörth in Bildmitte
Gewässer Donau
Geographische Lage 48° 13′ 50″ N, 14° 53′ 13″ O48.23059314.886839Koordinaten: 48° 13′ 50″ N, 14° 53′ 13″ O
Wörth (Niederösterreich)
Wörth
Länge 770 m
Breite 295 m
Fläche 0,135 km²
Einwohner (unbewohnt)

Die Wörth, auch Insel Wörth genannt, ist eine Binneninsel in der Donau. Sie ist die einzige erhaltene echte Donauinsel in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Insel liegt in einer Donaubiegung in Höhe der Ortschaft Hößgang, welches wie Wörth zum Gemeindegebiet von Neustadtl an der Donau zählt (Katastralgemeinde Hößgang). Am linken Flussufer, in der Ortschaft Struden auf dem Gemeindegebiet von St. Nikola an der Donau, befindet sich die Burg Werfenstein (Oberösterreich).

Die Insel mit einer Fläche von 13,5 ha ist dicht bewaldet. Auf ihr befinden sich drei kleine Weiher mit einer Gesamtfläche von 0,7 ha (0,4 ha im Norden, 0,2 ha im Osten, 0,1 ha im Süden).

Vor der Errichtung des Donaukraftwerks Ybbs-Persenbeug war Wörth bei Niederwasser der Donau von Hößgang her über Schotterbänke zu Fuß erreichbar. Ihre heutige dreieckige Form ist auf zahlreiche Regulierungsarbeiten der Donau ab 1696 sowie auf später erbaute Stauanlagen zurückzuführen. Sowohl links als auch rechts von Wörth besteht eine für die Binnenschifffahrt taugliche Fahrrinne.

Geschichte

Die Insel Wörth liegt mitten in der einst wildesten Strecke des Strudengaus mit ihren damals gefährlichen Strudeln und Stromschnellen, namentlich dem Strudel zwischen der Insel und dem Ort Struden und dem Wirbel, der etwas weiter unten, auf Höhe von St. Nikola, liegt. Der Strudel war wegen der Untiefen gefährlich und war bei hohem Wasserstand leichter zu überwinden, der Wirbel hingegen war bei Hochwasser schwerer zu umschiffen, weil er mehr Kraft hatte und Schiffe in größerem Umfang erfassen und zerbrechen konnte.[1]

Die Donau war für Schiffe, Reiter und Fußgänger lange Zeit ein wichtiger Fernverkehrsweg und konnte an der Engstelle um Wörth gut kontrolliert werden. Glaubt man dem Anhang vom Roman 'Die Trutzburg' von Franz Herndl,[2] so hatten Römer zur Zeit Mark Aurels auf der Insel ein Kastell errichtet, aus dessen Ruinen im Mittelalter eine Burg entstand. Letztere zählt zu der Burgenlinie um die Donau, mit der Hauptburg Werfenstein die gegenüber lag. Zu dieser Burgenlinie zählten auch Hausstein, Langenstein, Pain (Pahin, Bojenstein) und Helchenburg. Auf dem Wörthfelsen finden sich heute noch die Reste der Wörthburg.[3]

Um 1295 war die Insel landesfürstlich und wurde 1314 an den Kleinadeligen Albero von Volkersdorf verpfändet, deren Nachkommen sich ab 1322 nach dem Sitz nannten. Mit dem Verkauf an die Prüschenk und der damit verbundenen Gründung des Prüschenkschlosses Greinburg dürfte die Burg Wörth ihre Aufgabe verloren haben. 1552 wurde auf dem Turm der Burgruine das sogenannte Wörthkreuz errichtete, das bis heute erhalten ist.

Seit 1970 ist die Insel Wörth ein Naturschutzgebiet im Besitz der Republik Österreich.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pfarrer Tuma von Neustadel in Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens, von Freiherrn Friedrich von Schweickhardt, Band 8, 1837, Abschnitt Hößgang, S288
  2. 'Die Trutzburg' von Franz Herndl, 1908 oder 1909 bei M. Altmann, Leipzig
  3. Umfangreicher, bebilderter Bericht (pdf; 357 kB)