WSG Radenthein

Die WSG Radenthein ist ein österreichischer Fußballverein aus der Kärntner Stadt Radenthein. Sie spielt 2012/13 in der fünftklassigen Unterliga West (Kärnten).

Geschichte

Die WSG Radenthein wurde 1951 als Werkssportsgemeinschaft der Austro American Magnesit Company als zweiter Fußballklub nebst der ATUS Radenthein in Radenthein ins Leben gerufen. Bereits ins seiner ersten Saison 1951/52 konnte der Klub als Kärntner Vize-Landesmeister gemeinsam mit dem SK Austria Klagenfurt in die zweitklassige Tauernliga aufsteigen. 1954 konnte die WSG Radenthein erstmals als Tauernmeister an der Relegation zur A-Liga teilnehmen, scheiterte aber am SC Schwarz-Weiß Bregenz. Die nächsten Chancen zum Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse sollten bald kommen, doch auch 1956, 1957, 1958 und 1959 scheiterten die Kärntner vier Mal in Folge als Tauernmeister in den Aufstiegsspielen.

In der Saison 1959/60 wurde die Regionalliga Mitte für Kärnten, Steiermark und Oberösterreich als neue zweite Spielstufe eingeführt, die nun ein direktes Aufstiegsrecht für den Gewinner besaß. Die WSG Radenthein konnte sich hierbei schließlich 1966/67 vor dem SK Vorwärts Steyr durchsetzen und somit in die, mittlerweile Nationalliga genannte, höchste österreichische Spielklasse aufsteigen. In der Radentheiner Erstligamannschaft stand unter anderem die ehemaligen Nationalspieler Rudolf Sabetzer, Erhard Wieger und Heinrich Büllwatsch, dennoch stieg der Klub als Tabellenletzter 1967/68 wieder in die Regionalliga ab. Höhepunkte waren der 5:1-Heimsieg gegen den SK Sturm Graz sowie die beiden Kärntner Derbys gegen Austria Klagenfurt vor bis zu 10.000 Zuschauern.

Doch bereits in der Saison 1969/70 stiegen die Radentheiner als Regionalligameister vor WSV Fohnsdorf wieder in die Nationalliga auf. Dies geschah allerdings unter dem faden Beigeschmack von Bestechungsvorwürfen, weil es sich beim entscheidenden Spiel gegen den WSV Hönigsberg um ein Nachtragsspiel handelte, das eine Woche nach Ende der Meisterschaft nachzutragen war. Allerdings muss man dabei bedenken, dass WSV Hönigsberg bei einem Sieg von 3 Toren Unterschied nicht in die Landesliga hätte absteigen müssen. Schlussendlich musste Radenthein mit 7:0 auswärts gewinnen, was auch geschah. Das letzte Tor fiel allerdings quasi mit dem Schlusspfiff und die Verärgerung beim WSV Fohnsdorf war entsprechend groß, hätte man doch mit einer reinen Amateurmannschaft, welche während der Woche großteils in den Kohlengruben arbeiteten, den Durchmarsch durch die Regionalliga geschafft.

Es war im Anschluss daran ein schlechtes Erstligajahr, denn nach 30 Spielen hatte der Kärntner Verein nur 12 Punkte auf dem Konto. Doch abermals kehrte der Klub nach nur zwei Jahren mit dem deutliche Gewinn der Regionalliga 1972/73 vor Kapfenberg zurück ins österreichische Oberhaus. Dieser dritte Aufstieg bedeutete das plötzliche Ende der WSG Radenthein, denn der Klub wurde ins vermeintlich publikumsträchtigere Villach umgesiedelt, wo er zum neuen Villacher SV wurde. Der VSV war zu diesem Zeitpunkt in der Regionalliga spielend gewesen und nun auf diese Art erstklassig geworden; zuerst als Radenthein/VSV, ab 1975 fiel Radenthein aber auch aus dem Vereinsnamen.

Der Klub bestand zwar weiterhin, fasste einen Neuanfang im Kärntner Unterhaus, ist aber bis heute in den unteren Ligen geblieben. 2011 ist man wieder in die Unterliga West aufgestiegen, doch ist in weiterer Folge die Landesliga als Ziel ausgegeben.

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