Wackelstein im Schremser Wald

Der Wackelstein im Schremser Wald

Der Wackelstein im Schremser Wald liegt 650 m südöstlich von Amaliendorf-Aalfang in Niederösterreich. Der auch „Wasserstein“ genannte Stein auf der Anhöhe „Frühappel“ ist ein von einem (natürlichen?) Steinkreis umgebener Granitstein mit einer Ausbuchtung auf der Oberfläche. Er ist etwa 3,5 m hoch, 5,0 m lang und wiegt 105 t. Der 1927 zum Naturdenkmal erklärte Stein zeigt Spuren einer Vorbereitung zum Sprengen.

Sage und Brauchtum

Basisstein und Wackelstein sollen einst nebeneinander gelegen haben. Eines Tages kam der Teufel daher, stolperte und stieß mit der Fußspitze den einen Stein auf den anderen. Seither wackelt dieser. Das teuflische ist, dass der Stein nur wackelt, wenn man an einer ganz bestimmten Stelle am linken Rand drückt.

Bis ins 20. Jahrhundert hat sich der Brauch erhalten, bei abnehmendem Mond an jener Stelle hindurch zu kriechen, wo der Auflagestein und der aufliegende Wackelblock einen engen Winkel bilden. Davon sollte man den "Hexenschuss" loswerden.

Literatur

  • Karl Lukan: Wanderungen in die Vorzeit – Kultstätten, Felsbilder und Opfersteine in Österreich, Jugend & Volk, Wien, 1989, ISBN 3-224-17605-9 S.59

48.82055555555615.097777777778552Koordinaten: 48° 49′ 14″ N, 15° 5′ 52″ O