Walburga Schindl

Walburga Schindl (* 16. Februar 1826 in Absam; † 30. April 1872 in Kremnitz) war eine österreichische Schriftstellerin.

Walburga Schindl, auch unter dem Namen Bogner Burgele bekannt, wurde 1826 als Tochter des Bogner-Wirtes geboren. Als sie 7 Jahre alt war, starb ihr Vater. Sie lebte danach bei ihrem Onkel mütterlicherseits in Tobadill im Stanzer Tal. Dieser förderte Walburgas Talent als Schriftstellerin, indem er ihr unter anderem Werke Goethes, Platens und Rückerts zu lesen gab. Jedoch erst durch die Bekanntschaft mit Mitgliedern des Wiener Hofes konnte sich Walburgas Talent entfalten. Insbesondere mit Erzherzogin Sophie Friederike, die sie 1848 kennengelernt hatte, pflegte sie einen langjährigen Briefwechsel.[1]

1858 heiratete sie einen Geometer und zog mit ihrem Gatten zuletzt nach Kremnitz (damals Ungarn, heute Slowakei). Wegen einer Fußverletzung war sie ihre letzten sieben Lebensjahre bettlägerig. Ihr früher Tod im Alter von 46 Jahren beendete ihr Wirken frühzeitig.

Für Adolf Pichler galt sie zusammen mit Caroline von Terlago und Angelika von Hörmann als das „Dreigestirn“ der wichtigsten Dichterinnen Tirols seiner Zeit. Ihre Werke erschienen in verschiedenen Anthologien.

In ihrem Geburtsort Absam ist die Straße, in der der elterliche Gasthof gelegen ist, heute nach ihr benannt. Eine Gedenktafel, die jetzt in der Schindlstube im Landgasthof Bogner angebracht ist, zeigt ein Marmorbildnis der Künstlerin.

Literatur

  • Alois Brandl: Erzherzogin Sophie von Österreich und eine tirolische Dichterin, Walpurga Schindl. Martin Gerlach, Wien/Leipzig 1902 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche; enthält: Briefwechsel mit Erzherzogin Sophie; Ritornellen; Gedanken).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Renate Telser: Sichtbar und politisch. „Politisches“ Engagement von Frauen im Revolutionsjahr 1848 im Spiegel der Tiroler Presse. Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Diplomarbeit 2001 (online, PDF, 5,5 MB)