Waldgeflüster

Waldgeflüster
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Allgemeine Informationen
Genre(s) Pagan Metal
Gründung 2005
Website http://www.waldgefluester.com/
Gründungsmitglieder
Alle Instrumente
Jan van Berlekom
Aktuelle Besetzung
Jan van Berlekom
P.

Waldgeflüster ist ein 2005 von Jan van Berlekom (auch Winterherz genannt) gegründetes Metal-Soloprojekt aus Bayern, das seit 2009 bei Black Blood Records, dem Sublabel von Einheit Produktionen, unter Vertrag steht.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Gegründet wurde das Projekt 2005 im niederösterreichischen Sankt Pölten von Winterherz, dem Sänger und Gitarristen der Death-Metal-Band Scarcross, da er bei der Band keine Verbindung zum Black Metal sah.[1] Im Dezember 2005 startete der Sänger mit den Aufnahmen zu seiner ersten Demo-CD, wobei er neben 2 Gitarren auch einen Drumcomputer verwendete.

2006 wurde das Demo Stimmen im Wind über Irminsul Records produziert und veröffentlicht.

2007 stießen mit Alex (E-Gitarre) und Gleb (Schlagzeug) zwei Musiker zur Live-Besetzung hinzu, so dass auch Konzerte möglich wurden. Später stieß mit Noctar ein zweiter Gitarrist zur Live-Besetzung hinzu. Bisher spielte Waldgeflüster in Österreich (in St. Pölten und Wien), Deutschland (u.a. in Berlin, Rosenheim und Ingolstadt) und auf dem Dunkelheit Festival in Brno/Tschechien. Die Pagan-Metal-Band Helfahrt ist hierbei ein sporadischer Live-Partner.

2009 erschien das Album Herbstklagen bei Black Blood Records. Kurz nach der Veröffentlichung von Herbstklagen war Winterherz dabei, Lieder für das neue Album aufzunehmen. Darüber hinaus hat sich das Live-Line up Waldgeflüsters verändert und besteht nun zum größten Teil aus den Mitgliedern von Scarcross. Am 27. Mai 2011 erschien mit Femundsmarka: Eine Reise in drei Kapiteln das zweite Studioalbum über Black Blood Records. Inzwischen ist Winterherz´ Bruder P. zu dem Projekt gestoßen. Wie das Debütalbum Herbstklagen ist auch Femundsmarka ein reines Konzeptalbum. Es beinhaltet die Erfahrungen der beiden Musiker, die sie während ihrer Trekking-Reise durch Norwegen gemacht haben.

Zwischen 2008 und 2010 gab die Band Konzerte mit bekannten Bands aus dem Pagan- beziehungsweise dem Black Metal, wie Helfahrt, Finsterforst, Kampfar, Negură Bunget, Heidevolk und Odroerir.

Im April 2012 spielte Waldgeflüster erstmals auf dem Ragnarök-Festival. Am 8. Juli 2012 spielte Waldgeflüster erstmals in Italien. Der Auftritt fand in Retorbido statt. Tags zuvor spielte die Band zum ersten Mal in Nizza, Frankreich. Am 24. September spielte die Band mit Der Weg einer Freiheit in München.

Stil

Waldgeflüster verbindet melodische Black-Metal-Einflüsse mit vereinzelten akustischen und folkloristischen Passagen. Im Gegensatz zum traditionellen Black Metal handeln die Texte allerdings nicht vom Satanismus, sondern von Natur und germanischer Mythologie, weswegen die Band oft auch dem Pagan Metal zugeordnet wird. Winterherz ist ein Kritiker der Pagan-Metal-Szene. Er ist der Meinung, dass Heidentum mehr sei, als Odin oder Methorn. Es gehe hauptsächlich um Spiritualität und dem Respekt, sowie die Achtung vor der Natur.[2]

Die Texte werden von Jan van Berlekom selbst geschrieben. In einem Interview sagte er, dass die Texte aus seinen Gedanken kommen und seine Gefühle widerspiegeln sollen. Er selbst beschreibt den Musikstil als Emotional Black Metal.[2]

Nils Herzog von Musikreviews.de beschreibt die CD als „ideologiefreie, melancholisch-düstere Ode an die Natur“.[3] Erik von metal.de schreibt, Waldgeflüster spiele „wunderschönen atmosphärischen Black Metal, der mit seiner episch-romantischen Art das Erbe von Klassikern wie Ulvers Debütalbum ‚Bergtatt‘ überzeugend weiterführt“.[4]

Winterherz, der Gründer des Projektes, ist strikt gegen eine rechtsextreme Haltung in der Musikszene und ist der Überzeugung, dass Musik keinen „Führer“ braucht.[5]

Der deutsche Online-Retailstore EMP beschreibt den Stil Waldgeflüsters als „melancholischen Black Metal, einen individuellen Mix aus schwarzmetallischen und naturverbundenen Inhalten für Fans von Hel, Empyrium und auch von Horn“.[6]

Bekanntheit

Nachdem das Debütalbum bereits große Resonanz in den Online-Medien erreichen konnte (Kritiken unter anderem von Vampster[7] und Powermetal.de[8]) erreichte auch das Folgewerk Femundsmarka, welches Ende Mai 2011 über Black Blood erschien größeres mediales Interesse. Der Rock-Hard-Redakteur Björn Thorsten Jaschinski bewertete Femundsmarka mit 8 von 10 möglichen Punkten.[9] Weitere Kritiken finden sich bei Sheol Magazine, Metal.de, Metalglory, Necroweb, Stormbringer.at und dem Amboss Mag.

Diskografie

Demos

  • 2006: Stimmen im Wind (Demo/Irminsul Records)

Alben

  • 2009: Herbstklagen (Black Blood Records /Soulfood[10])
  • 2011: Femundsmarka – Eine Reise in drei Kapitel (Black Blood Records)

Sampler

  • 2011: Kapitel III: Fichtenhain auf Sound in Autumn Woods Vol. 1 (Black Blood Records)

Einzelnachweise

  1. Erik: Waldgeflüster - Interview mit Winterherz zu Herbstklagen.
  2. a b Waldgeflüster.
  3. Nils Herzog: Waldgeflüster: Herbstklagen (Review/Kritik).
  4. Erik: Waldgeflüster - Herbstklagen.
  5. Björn Thorsten Jaschinski: WALDGEFLÜSTER. Herbstklagen. In: Rock Hard, Nr. 264, Mai 2009.
  6. Markus Eck: EMP: Waldgeflüster - Herbstklagen bei EMP mit Review
  7. Arlette Huguenin: WALDGEFLÜSTER: Herbstklagen.
  8. Walter Scheurer: Waldgeflüster - Herbstklagen.
  9. Björn Thorsten Jaschinski: WALDGEFLÜSTER. Fermundsmarka - Eine Reise in drei Kapiteln. In: Rock Hard, Nr. 289, 2011.
  10. Waldgeflüster - Herbstklagen.

Weblinks