Waldshut-Tiengen

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldshut-Tiengen hervorgehoben
47.6305555555568.2494444444444356Koordinaten: 47° 38′ N, 8° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 356 m ü. NN
Fläche: 77,98 km²
Einwohner:

23.066 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 79741–79761
Vorwahlen: 07751, 07741, 07755 (Oberalpfen, Waldkirch)
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 126
Stadtgliederung: 2 Kernstädte und 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kaiserstraße 28–32
79761 Waldshut-Tiengen
Webpräsenz: www.waldshut-tiengen.de
Oberbürgermeister: Martin Albers (CDU)
Lage der Stadt Waldshut-Tiengen im Landkreis Waldshut
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinKarte
Über dieses Bild

Waldshut-Tiengen?/i (alemannisch: Waldshuet-Düenge) ist eine Doppelstadt im Südwesten Baden-Württembergs unmittelbar an der Schweizer Grenze. Sie ist die Kreisstadt und zugleich größte Stadt des Landkreises Waldshut und ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Blick auf den Rhein bei Waldshut, links der Aarberg
Blick nach Westen, links das Fullerfeld, im Hintergrund Leibstadt
Klimadiagramm Waldshut-Tiengen

Waldshut-Tiengen liegt am Hochrhein, der in diesem Abschnitt durch das Kraftwerk Albbruck-Dogern deutlich aufgestaut ist. Seine nördlichen Ortsteile ragen in den südlichen Schwarzwald hinein. Die Waldshuter Kernstadt liegt etwa zwei Kilometer westlich der Einmündung der Aare in den Rhein, an der Grenze zum Schweizer Kanton Aargau. Tiengen liegt nahe der Einmündung der Wutach in den Rhein am Übergang in den Klettgau. Neben der Wutach sind noch die Flüsse Steina und Schlücht zu nennen, die im Stadtgebiet in die Wutach münden. Daher wurde Tiengen früher auch als „Viertälerstadt“ bezeichnet. Waldshut-Tiengen ist Teil des Naturparks Südschwarzwald. Waldshut und Tiengen liegen in naturbedingten Englagen, eine beliebige Stadterweiterung und Neubebauung stößt daher auf natürliche Grenzen, so begann man in Waldshut mit dem Neubau eines Stadtteiles auf dem Aarberg, in Tiengen auf dem Vitibuck.

Topografie und Geologie

Die Landschaft (Südwestdeutsches Stufenland) grenzt mit dem Rhein (Grundwasserrinne) an das Schweizer Mittelland und ist durch die Gletscher und Schmelzwässer der Eiszeit geprägt worden (Urdonau), während das Gebiet des Schwarzwalds (Hotzenwald) ein Grundgebirge des Kambrium ist. Teils treten auch die Schichten des Trias (Geologie) (Muschelkalk, ehemaliger Gipsabau bei Tiengen) zu Tage. Es fanden auch Bohrungen zur Ergründung von Thermalwasser statt.

Klima

Der Jahresniederschlag liegt bei 1155 mm und ist damit sehr hoch, da er in das obere Zehntel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 92 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der September, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im September. Die Niederschläge variieren mäßig. An 64 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbarstädte und -gemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Waldshut-Tiengen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:

Dogern, Albbruck, Dachsberg, St. Blasien, Weilheim (Baden), Ühlingen-Birkendorf, Wutöschingen, Lauchringen und Küssaberg (alle Landkreis Waldshut) sowie jenseits des Rheins Koblenz, Leuggern und Full-Reuenthal (alle Kanton Aargau/Schweiz).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Waldshut-Tiengen besteht aus den beiden Kernstädten Waldshut und Tiengen/Hochrhein und den im Rahmen der Gemeindereform in diese beiden ehemaligen Städte eingegliederten bzw. mit diesen beiden Städten zusammengeschlossenen ehemaligen neun Gemeinden Aichen (mit Gutenburg), Breitenfeld, Detzeln, Eschbach, Gurtweil, Indlekofen, Krenkingen, Oberalpfen und Waldkirch (mit Gaiß und Schmitzingen).

Für alle neun ehemals selbständigen Gemeinden sowie zusätzlich für den zur Gemeinde Waldkirch gehörigen Ortsteil Schmitzingen wurden Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung eingerichtet, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Namen der Ortschaften sind identisch mit den Namen der früheren Gemeinden. Abweichende Ortschaftsnamen sind Aichen-Gutenberg (für das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Aichen), Gaiß-Waldkirch (für die beiden Wohnbezirke der ehemaligen Gemeinde Waldkirch) und Schmitzingen (ehemals zur Gemeinde Waldkirch gehörend). Die Zahl der Ortschaftsräte beträgt in allen Ortschaften sechs, in Gurtweil jedoch zehn.

Raumplanung

Waldshut-Tiengen bildet ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Lörrach/Weil am Rhein, zu dessen Mittelbereich die meisten Städte und Gemeinden des Landkreises Waldshut (mit Ausnahme von sieben Gemeinden im Raum Bad Säckingen) gehören. Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende Verflechtungen mit den Kantonen Aargau, Schaffhausen und Zürich in der Schweiz.

Geschichte

Waldshut um 1580
Die Waldshuter Altstadt

Waldshut

  • 1256 fand sich die erste mittelbare Erwähnung des Ortes Waldshut in einer 1256 im Kloster St. Blasien ausgestellten Schlichtungsurkunde, in der ein Arnoldo scultheto in Waldishuote aufgeführt wurde.[2] Der Freiburger Historiker Eugen Hillenbrand nahm 2009 eine Gründung im Kontext der Politik der Grafen von Habsburg nahe der Mitte des 13. Jahrhunderts an.[3]
  • 1277 zeigte das erste Siegel der Stadt, mit der Umschrift Sigillum civium in Waldishut, einen Waldhüter, das sogenannte »Waldshuter Männle« welches nach 1468 durch ein Ehrenwappen mit dem Habsburger Löwen ergänzt wurde.[4]
  • 1298 an den Osterfeiertagen 1298 rüstete Herzog Albrecht über zwei Wochen sein Heer vor der Entscheidungsschlacht mit Adolf von Nassau in der Stadt. Der gesamte Proviant des Heeres wird im erstmals erwähnten Waldshuter Rheinhafen auf 30 große Schiffe verladen.[5]
  • 1349 wurde ein PestPogrom an der jüdischen Gemeinde der Stadt verübt.[6]
  • 1375 fällt die Waldshuter Rheinbrücke einem Teil der in den Aargau ziehenden Gugler zum Opfer.[7] - Das Kloster Königsfelden erhält als Kompensation für die durch die Gugler verursachten Schäden unter anderem den Kirchensatz von Nieder-Waldshut.[8]
  • 1380 ist unter den zahlreichen bis 1496 erhaltenen und immer wieder bestätigten Privilegien der Stadt das Privileg eines besonderen Asylrechts 1358, 1361, 1363 und zuletzt durch Kaiser Wenzel 1380, verliehen zu nennen.[9]
  • 1386 fiel in der Schlacht von Sempach der Waldvogt Rudolf von Schönau mit weiteren Angehörigen des Waldshuter Adels und Knechten aus der Stadt.
  • 1411 verliessen die letzten Bürger der einst bedeutenden jüdischen Gemeinde im Vorfeld der Wiener Gesera die Stadt.
  • 1415 verlor die Stadt Waldshut ihre südlichen Verwaltungsbezirke infolge der Annexion des Aargaus durch die Eidgenossen. Die Waldshuter Münzprägung wurde in Zürich verrufen.[10] Hussitisch gesinnte Bürger der Stadt wurden verfolgt und verbrannt.[11]
  • 1444 entstanden Schäden durch eine sechswöchige Einquartierung der Armagnaken.
  • 1468 wurde die Stadt Waldshut im Waldshuter Krieg sechs Wochen lang von den Eidgenossen beschossen und belagert. An dieses Ereignis erinnert das jährlich begangene Stadtfest, die Waldshuter Chilbi.
  • 1469 wurden die Waldstädte,die habsburgischen Besitzungen im südlichen Elsaß sowie die Stadt Breisach an das Herzogtum Burgund abgetreten
  • 1474 stieg der Hauptmann von Waldshut Wilhelm Herter von Hertneck in den Burgunderkriegen zum politischen und militärischen Führer der Niederen Vereinigung auf.
  • 1492 vernichtete ein großer Stadtbrand 182 Häuser auf etwa 40% der Stadtfläche
  • 1499 trugen Provokationen in Waldshut stationierter Landsknechte zum Ausbruch des Schwabenkrieges bei.
  • 1524 schloss sich die Stadtbewohner mehrheitlich der Reformation an.
  • 1525 setzte sich unter dem Pfarrer der Oberen Kirche Balthasar Hubmaier die täuferisch gesinnte Richtung durch und versuchte erfolglos mit unterschiedlichen Verbündeten ihren Weg gegen die Provinzregierung in Ensisheim durchzusetzen. Die Stadt verlor auf lange Zeit wichtige Privilegien. Die täuferischen und die reformierten Bürger wurden enteignet und aus der Stadt gewiesen.
  • 1529 verbündete sich Erzherzog Ferdinand von Österreich, in Waldshut vertreten durch Veit Suter und Marx Sittich von Ems, und die eidgenössischen katholischen V Orte im Waldshuter Vertrag gegen die reformierten eidgenössischen Kantone.
  • 1611 forderte eine Pestepidemie 568 Opfer.
  • 1612 besetzten aufständische Hauensteiner die Stadt und plünderten die städtische Waffenkammer.
  • 1633 kamen im Dreißigjährigen Krieg bei der kurzfristigen Einnahme der Stadt durch Johann Philipp von Salm-Kyburg-Mörchingen in schwedischen Diensten 152 Bürger ums Leben.
  • 1634 wurde die Stadt von Bernhard Schaffalitzky von Muckadell für acht Wochen für Württemberg erobert.
  • 1638 leitete die erneute Eroberung der Stadt durch Bernhard von Weimar eine zwölfjährige Besetzung durch Frankreich ein.
  • 1678 wurde Waldshut nach der französischen Besetzung Freiburgs für kurze Zeit Sitz der vorderösterreichischen Regierung.
  • 1688 wurde die von den auf das andere Rheinufer geflohenen Bewohnern Stadt im Pfälzer Erbfolgekrieg von den Franzosen eingenommen.
  • 1701 wurde Waldshut im Spanischen Erbfolgekrieg für neutral erklärt und durch eidgenössische Regimenter gegen Angriffspläne der mit den Franzosen verbündeten Kurbayern unter Johann Baptist von Arco gesichert.[12]
  • 1726 brannten bei einem erneuten Stadtbrand 44 Häuser, darunter das Rathaus, ab.
  • 1744 wurde die Stadt im Österreichischen Erbfolgekrieg von den Franzosen unter Armand Fouquet de Belle-Isle eingenommen und bis Anfang 1745 dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen.
  • 1745 bestürmten aufständische Salpeterer erfolglos die Stadt.
  • 1796 wurden die Revolutionstruppen unter General Moreau mit einem Freiheitsbaum empfangen.
  • 1800 erfolgte ein erneuter Durchzug der Franzosen
  • 1801 wurden der Breisgau und die Ortenau in der Folge des Friedens von Luneville Ercole III. d’Este , dem exiliertem Herzog von Modena zugesprochen.
  • 1805 gelangte Waldshut nach dem Frieden von Pressburg mit dem Breisgau an Baden.
  • 1813 schmiedete das Waldshuter Komitee, ein Zusammenschluss reaktionärer Exilschweizer, ein Komplott gegen die helvetische Republik.
  • 1837 wurden die Zünfte aufgehoben. Das eingezogene Vermögen wurde zur Gründung der Waldshuter Gewerbeschule verwendet.
  • 1848 wurde die mit der demokratischen Bewegung sympathisierende Stadt durch Württembergisches Militär besetzt.
  • 1849 wurde der Republikaner Kaspar Stützle zum Bürgermeister gewählt und nach der Besetzung der Stadt durch Preußisches Militär abgesetzt.
  • 1856 wurde die Bahnlinie Basel- Waldshut eröffnet. Sieben Jahre später wurde die Verbindung nach Konstanz eingeweiht.
  • 1873 schlossen sich ein breiter Teil des Bürgertums der Altkatholischen Bewegung an.
  • 1918 bei Kriegsende konstituierte sich ein bürgerlich geführter Arbeiter und Soldatenrat.
  • 1945 entmachtete der Einzug der Franzosen das lokale NS-Regime.
  • 1975 entstand in einer weiteren Phase der ab 1971 begonnenen Gemeindereform die große Kreisstadt Waldshut-Tiengen.

Tiengen

Tiengen, (bis 2. September 1964 Tiengen (Oberrhein)), wird im Jahr 858 erstmals erwähnt, im Jahr 1146 besuchte Abt Bernhard von Clairvaux die Tiengener Kirche.[13] 1224 ist Tiengen im Eigentum derer von Krenkingen, die hier einen Wohn- und Wehrturm (das heutige Schloss Tiengen) besitzen, und dem Hochstift Konstanz. Im Stadtarchiv befindet sich die Ursache des jährlich abgehaltenen traditionellen Schwyzertags, das Original-Protokoll des Kaiserlichen Hofgerichts: „Am 1. August 1415 wurde die Stadt durch Herzog Reinold von Urslingen mit seinem Söldnerheer angegriffen. Der Angriff scheiterte am erbitterten Widerstand der Bürger und der Legende nach an der Unterstützung durch die im Gebet angerufene Gottesmutter Maria“. Dessen Organisation obliegt der Bürgerzunft 1503[14]. Das Hochstift Konstanz gab Tiengen im Jahr 1448 an Ritter Bilgeri von Heudorf zu Lehen, der dann durch zahlreiche Fehden 1468 den Waldshuter Krieg heraufbeschwor. Tiengen wurde durch die Eidgenossen eingenommen, zerstört und mit Schaffhauser Truppen besetzt.

1476 (nach dem Tod Bilgeris) wurde Tiengen von Schaffhausen wieder an das Hochstift Konstanz zurückgegeben. 1482 übergab Bischof Otto IV. die Stadt Tiengen an die Grafen Alwig und Rudolf, Grafen von Sulz. Tiengen wurde damit Sitz der Landgrafen von Klettgau. Im Schwabenkrieg 1499 war Maximilian I. (HRR) gezwungen als Deutscher Kaiser gegen die Schweizer zu handeln, diese wollten sich vom Reich lösen. Am 18. April 1499 wurde Tiengen jedoch vollkommen ausgeplündert und niedergebrannt. Waldshut wurde nicht verwickelt. Mit der Schlacht bei Dornach, Dornach SO wurde beendet, was bei Morgarten ZG begonnen hatte (Schlacht bei Morgarten). Die Schweiz war faktisch unabhängig. Am 22. September 1499 wurde in Basel der Friedensvertrag geschlossen.

Im Bauernkrieg 1525 wurden die Aufrührer bei Grießen niedergeschlagen. Landesherr war Rudolf V. von Sulz.

Die Küssaburg wurde während des Dreißigjährigen Kriegs von der eigenen Besatzung gesprengt. Als Befehlshaber der Zeit waren General Graf Gustaf Horn, Bernhard von Weimar (dieser besetzt 1638 Waldshut und Tiengen, Tiengen wird wiederum zerstört), auch der Oberst Villefranche und der Feldherr Feria waren in kriegerische Auseinandersetzungen in der Umgebung verwickelt. Eine entscheidende Situation entstand durch die Schlacht bei Rheinfelden. Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen beschrieb die Schrecken jener Tage in seinen Büchern.

Die Fürsten zu Schwarzenberg 1703–1806

Am 22. Mai 1674 heiratete die ältesten Tochter des letzten männlichen Grafen von Sulz Johann Ludwig II., Maria Anna, den böhmischen Fürsten Ferdinand zu Schwarzenberg auf Schloss Langenargen. Johann Ludwig II. unterzeichnete am 14. November 1676 in Tiengen eine Fideikomiss- und Primogenitur-Disposition nach der ihm im Gesamtbesitz zunächst Maria Anna, dann deren Kinder in der Nachkommenschaft folgten. Am 11. Oktober 1677 wurde die Disposition durch Kaiser Leopold bestätigt. Erst mit diesem Akt wurden die unterschiedlichen Sulz’schen Rechte und Besitzungen zu dem einheitlichen aber nicht flächendeckenden landesherrlichen Territorium Kleggau zusammengefasst. Nach dem Tod Johann Ludwig II. am 21. August 1687 folgte Maria Anna als regierende Landgräfin und nahm am 27. September die Huldigungen ihrer Untertanen in Tiengen entgegen. Nach dem Tod der regierenden Landgräfin und verehelichten Fürstin zu Schwarzenberg im Januar 1698 ging das Erbe und die Rechtsfolge auf ihren unmündigen Sohn Adam Franz über, der unter der Vormundschaft seines Vaters Ferdinand stand. Erst nach dem Tod Fürst Ferdinands I. am 22. Oktober 1703 in Wien vereinte Adam Franz zu Schwarzenberg die Herrschaften seiner Eltern. Nach dem Hausgesetz seines Vater behielten die kleggauer Untertanen ihre hergekommenen Landesordnungen und Rechte. [15]

Übergang an Baden

Tiengen wurde 1806 badisch und gehörte zum Amt Klettgau und ab 1812 zum Bezirksamt Tiengen, das 1819 aufgelöst wurde. Seither gehörte die Stadt zum Bezirksamt Waldshut.

Siehe auch: Das Ende der schwarzenbergischen Herrschaft im Klettgau

Gurtweil/Krenkingen

Wappen von Gurtweil

Gurtweil mit der Gutenburg (Hochrhein) gehörte zunächst der Fürstabtei St. Gallen, später dem Kloster Rheinau, seit dem Dreißigjährigen Krieg dem Kloster St. Blasien. In der Nähe der Gemeinde Weilheim (Baden) befinden sich die Reste der Burg Gut-Krenkingen, einer Turmhügelburg aus dem 12. Jahrhundert.

Eingemeindung

Das Gebiet der Stadt Waldshut-Tiengen hat sich wie folgt entwickelt:

  • Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Breitenfeld und Detzeln in die Stadt Tiengen/Hochrhein eingemeindet. Ihnen folgten am 1. Juli 1974 die Gemeinden Aichen und Krenkingen.
  • Am 1. Juli 1971 wurden die Gemeinden Eschbach, Indlekofen, Oberalpfen und Waldkirch (mit den 1935 eingegliederten Gemeinden Gaiß und Schmitzingen) in die Stadt Waldshut eingemeindet.
  • Am 1. Januar 1975 wurden die beiden Städte Waldshut und Tiengen/Hochrhein mit der Gemeinde Gurtweil zur neuen Stadt Waldshut-Tiengen vereinigt.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1974 handelt es sich um Zahlen der Stadt Waldshut. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1400 ca. 1.000
1650 ca. 400
1811 1.111
1834 1.263
1852 1.435
1871, 1. Dezember 2.130
1880, 1. Dezember ¹ 2.468
1900, 1. Dezember ¹ 3.587
1910, 1. Dezember ¹ 4.270
1925, 16. Juni ¹ 5.226
1933, 16. Juni ¹ 6.460
Jahr Einwohner
1939, 17. Mai ¹ 6.554
1950, 13. September ¹ 8.255
1961, 6. Juni ¹ 10.883
1970, 27. Mai ¹ 10.669
1975, 31. Dezember 22.046
1980, 31. Dezember 21.410
1987, 27. Mai ¹ 21.264
1990, 31. Dezember 21.913
1995, 31. Dezember 22.140
2000, 31. Dezember ² 22.139
2005, 31. Dezember ² 22.670

¹ Volkszählungsergebnis     ² Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die im Rahmen der Gemeindereform 1975 neu gebildete Stadt Waldshut-Tiengen überschritt mit dem Datum der Gründung die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Juli 1976 beschloss.

Religionen

Waldshut, Stadtpfarrkirche

Waldshut gehörte zunächst zum Bistum Konstanz. Im Jahr 1524 führte der frühere katholische Priester Balthasar Hubmaier, der sich nach 1522 zunehmend an reformatorischem und täuferischem Gedankengut orientierte, in Waldshut die Reformation ein. Doch konnte sich diese nach der Besetzung der Stadt durch habsburgische Truppen nicht auf Dauer halten. Infolge der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich blieb Waldshut und sein Umland bis in das 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. Die Stadt war schon seit dem 12. Jahrhundert Sitz eines Dekanats. Auch die Nachbarstadt Tiengen und ihr Umland blieb überwiegend katholisch, wenngleich es dort ebenfalls Anhänger von Hubmaier und dessen Lehre der Täufer gab. Seit 1821 gehören die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet Waldshut-Tiengens zum Erzbistum Freiburg und zwar zu den beiden Dekanaten Waldshut und Wutachtal. Sie sind zu drei Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die Seelsorgeeinheit Maria Bronnen umfasst die Gemeinden St. Marien Waldkirch, St. Sebastian Aichen und St. Simon und Judas Gurtweil sowie die Nachbargemeinden St. Peter und Paul Weilheim, St. Stephan Weilheim-Nöggenschwiel, St. Pankratius Berau und St. Laurentius Brenden (beide in der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf). Die Seelsorgeeinheit Waldshut umfasst die Liebfrauengemeinde und die Nachbargemeinde St. Klemens in Dogern. Im Dekanat Wutachtal gehören die beiden Gemeinden Mariä Himmelfahrt Tiengen und St. Nikolaus Krenkingen zusammen mit der Nachbargemeinde Herz Jesu Lauchringen-Unterlauchringen zur Seelsorgeeinheit Tiengen.

Mindestens seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien in Tiengen ansässig, die in der Fahrgasse 13 eine Synagoge errichteten. Sie wurde beim Novemberpogrom 1938 geschändet. Heute erinnern mehrere Hinweistafeln im Ort an die Geschichte der Tienger Juden. Ihre Verstorbenen begruben sie auf dem Jüdischen Friedhof an der Feldbergstraße, der in der NS-Diktatur entweiht und zum Sportplatz umfunktioniert wurde. Heute ist das Areal als Gedenkstätte eingerichtet, auf dem 50 Namen jüdischer Einwohner verzeichnet sind, die hier begraben wurden.[16]

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Waldshut und Tiengen. Die Waldshuter Protestanten wurden zunächst von Säckingen aus betreut. 1870 erhielt Waldshut einen eigenen Pfarrer und 1890 wurde eine Filialkirchengemeinde gegründet. 1921 wurde die Gemeinde eine eigene Pfarrei. Zur Gemeinde Waldshut gehören heute auch die Protestanten der Stadtteile Eschbach, Indlekofen und Waldkirch und einiger Nachbargemeinden. Auch in Tiengen entstand 1871 eine Gemeinde, die zunächst Filiale von Kadelburg war. Die Christuskirche wurde 1905 errichtet. Eine eigene Pfarrei gibt es dort seit 1926. Zur evangelischen Gemeinde Tiengen gehören heute auch die Protestanten der Stadtteile Aichen, Breitenfeld, Detzeln, Gurtweil und Krenkingen sowie einige Nachbargemeinden. Die Protestanten aus dem Stadtteil Oberalpfen gehören zur Nachbargemeinde Albbruck. Die beiden Gemeinden Waldshut und Tiengen gehören zum Kirchenbezirk Hochrhein der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Die Entstehung der Waldshuter Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde geht auf das Jahr 1951 zurück. Gemeindegründer waren vor allem baptistische Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die in Waldshut eine neue Heimat gefunden hatten. Bereits 1953 konnte die Balthasar-Hubmaier-Kirche an der Unteren Haspelstraße eingeweiht werden. Der Name des Gotteshauses erinnert an den bereits erwähnten Waldshuter Reformator und drückt die Verbundenheit der Gemeinde mit dessen täuferischen Anschauungen aus.[17] Innerhalb ihrer Freikirche gehören die Waldshuter Baptisten zum Evangelisch-Freikirchlichen Landesverband Baden-Württemberg.

Zu den Waldshuter Freikirchen zählt auch die Adventistengemeinde, deren Gemeindezentrum sich an der Robert-Bosch-Straße befindet.

Die Altkatholiken in Waldshut-Tiengen gehören zur Katholischen Pfarrei der Alt-Katholiken Hochrhein-Wiesenthal mit Sitz in Säckingen. Für ihre Gottesdienste in Waldshut gewährt ihnen die Römisch-katholische Kirchengemeinde ein Gastrecht in der Alten Spitalkapelle an der Rheinstraße.[18]

In den beiden Stadtteilen Waldshut und Tiengen befindet sich jeweils auch eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche.

Politik

Die im Rahmen der Gemeindereform 1975 neu gebildete Stadt ist seit 1. Juli 1976 Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Dogern, Lauchringen und Weilheim ist die Stadt Waldshut-Tiengen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Gemeinderat

Kommunalwahl in Waldshut-Tiengen 2009
 %
50
40
30
20
10
0
42,7 %
24,7 %
13,4 %
9,8 %
9,4 %
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,3 %p
+0,3 %p
+5,8 %p
-1,1 %p
+0,3 %p
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Der Gemeinderat von Waldshut-Tiengen besteht aus 26 ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträten, deren Vorsitzender der Oberbürgermeister ist. Die letzte Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 ergab die folgende Sitzverteilung:

Partei Stimmenanteil Sitze
CDU 42,7 % 12
SPD 24,7 % 7
FDP 13,4 % 3
Freie Wähler 9,8 % 2
GRÜNE 9,4 % 2
Gesamt 26

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Waldshut stand ein Schultheiß, dem ein aus acht Mitgliedern bestehender Rat zur Seite stand. Beide wurden gewählt. 1527 wurde der Schultheiß vorübergehend durch den Landesherren eingesetzt. Neben diesem gab es noch Ratsherren („Innerer Rat“) bestehend aus vier „alten“ und vier „neuen“ Räten. Der erste war der Schultheißenamtsstatthalter, also der eigentliche Bürgermeister der Stadt. Als Vertreter der Bürger gab es einen „äußeren Rat“ mit Zunftmeistern. Der innere Rat hat im 16. Jahrhundert eine andere Zusammensetzung: Neben dem Schultheißen gehörten der Schultheißeanamtsstatthalter, der Stadtschreiber und fünf Räte dazu. Der äußere Rat hatte dann sechs Mitglieder. Seit 1789 gab es einen Bürgermeister, anstelle des Schultheißenamtsstatthalters.

In Tiengen gab es zunächst einen Schultheißen und sechs Räte, ab 1422 einen gewählten Schultheißen und die Räte sowie einen vom Landesherrn eingesetzten Vogt. Die Statuten wurden dann mehrmals geändert. 1703 trug das Stadtoberhaupt den Titel Stadtvogt.

Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1976 trägt das Stadtoberhaupt von Waldshut-Tiengen die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von acht Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister von Waldshut
  • –1810: Karl Josef Haitz
  • 1810–1817: Ignaz Straubhaar
  • 1817–1819: Martin Bähr
  • 1819–1830: Johann Jakob Soder
  • 1830–1834: Anton Bähr
  • 1834–1840: Balthasar Merzler
  • 1840–1849: Vinzenz Bürgi
  • 1849: Kaspar Stützle
  • 1849–1865: Vinzenz Bürgi
  • 1865–1878: Gustav Straubhaar
  • 1878–1885: Carl Frowin Mayer
  • 1885–1894: Alois Lang
  • 1894–1910: Leopold Büchele
  • 1910–1923: Leopold Kupferschmid
  • 1924–1931: Dr. Paul Horster
  • 1932–1942: Albert Wild
  • 1942–1945: August Birkenmeier
  • 1945–1957: Hermann Dietsche
  • 1957–1975: Dr. Friedrich Wilhelm Utsch
Bürgermeister von Tiengen
  • –1824: Melchior Rutschmann
  • 1824–1838: Xaver Kaiser
  • 1839–1861: Franz Xaver Rutschmann
  • 1861–1873: Ludwig Thoma
  • 1873–1879: Franz Joseph Seeger
  • 1879–1885: Joseph Bindert
  • 1885–1907: Heinrich Maier
  • 1907–1917: Karl Pfister
  • 1919–1927: Wilhelm Haiß
  • 1927–1934: Dr. Josef Frantzen
  • 1935–1945: Wilhelm Gutmann, NSDAP
  • 1945: Ernst Herion
  • 1945–1946: Alois Multerer
  • 1946–1948: Alfons Kirchgäßner (1947–1948 suspendiert, deshalb führte Josef Hürst die Amtsgeschäfte)
  • 1948–1951: Josef Hürst
  • 1951–1961: Georg Möllmann
  • 1961–1975: Franz Schmidt
Oberbürgermeister von Waldshut-Tiengen seit 1975
  • 1975–1991: Franz-Joseph Dresen, Bürgermeister, ab 1976 Oberbürgermeister
  • seit 1991: Martin Albers, Oberbürgermeister

Bürgermeister (1. Beigeordnete):

  • 1975–1980: Werner Dörflinger, Bürgermeister von Tiengen
  • seit 1980: Manfred Beck, Bürgermeister

Wappen

Das Wappen von Waldshut-Tiengen zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold einen linksgewendeten blaugekleideten Mann, den Hut an einer über die Schulter gelegten Schnur auf dem Rücken, die Rechte an der Hutschnur, in der Linken einen blauen Knotenstock haltend, hinten in Blau auf einer steigenden goldenen Mondsichel stehend die golden gekleidete, gekrönte und nimbierte Madonna, auf der Linken das golden gekleidete und nimbierte Kind haltend. Die Flagge ist blau-gelb. Wappen und Flagge wurden vom Regierungspräsidium Freiburg am 2. November 1981 verliehen.

Das Wappen ist eine Kombination der beiden bisherigen Wappen von Waldshut und Tiengen. Das Waldshuter Männle ist seit dem 13. Jahrhundert als Siegelabdruck bekannt. Er wird als Waldhüter gedeutet und ist somit ein sogenanntes „redendes Wappen“. Die Madonna mit dem Kind ist schon in den alten Tiengener Siegeln abgedruckt. Die Blasonierung wurde jedoch gegenüber den bisherigen Farben verändert.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Waldshut-Tiengen unterhält seit 30. Juni 1963 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Blois an der Loire und seit 1973 mit der englischen Stadt Lewes in der Grafschaft East Sussex.

Die Stadt Tiengen unterhält seit 1985 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Courtenay (Loiret).

Wirtschaft und Infrastruktur

In Tiengen ist die Villiger Söhne Holding ansässig sowie die ZG Raiffeisen vertreten, es gibt einen Obi sowie ein McDonald’s. Weiter gibt es umfangreichen Groß- und Einzelhandel, Immobilien- und Versicherungsunternehmen und zahlreiche Handwerksunternehmen. Es gibt eine Mercedes Benz, Ford, und Renault Niederlassung. Im Stadtteil Aichen bei Gutenburg befindet sich die Faserplattenfabrik GUTEX[19] sie wurde als Elektrizitätswerk 1902 gegründet und ab 1922 produzierte man Holzschliff, seit 1932 werden Holzfaserdämmplatten gefertigt. In Tiengen war die Firma Hämmerli GmbH lange Jahre in der Sportwaffenfabrikation tätig.

Im Waldshuter Gewerbegebiet Schmittenau wären zu nennen: Glasgroßhandel, Elektronikmarkt, sowie ein Werkzeuggroßmarkt. Die beiden Kernstädte bieten ein breites Spektrum für jeden Konsumenten. Es finden regelmäßig Markttage statt, beliebt auch die Flohmärkte.

Am Bahnhof Waldshut ist ein neues Gewerbegebiet mit Einzelhandelgeschäften (u. a. einer der größten Lidl-Märkte Deutschlands), Fastfood- Restaurants und einem Ärztehaus entstanden.

Bis in die 1990er Jahre war die chemische Industrie ein wichtiges Standbein der Stadt. Auf dem Areal des ehemaligen Lonza-Werkes, das zu seinen Hochzeiten in den 1950er Jahren bis zu 16.000 Mitarbeiter beschäftigte, hier ist ein Gewerbepark entstanden und eine rückwärtige Verzollungsanlage, hier auch der TÜV.

Im Nord-Westen des Stadtteils Tiengen befindet sich seit 1930 ein großes Umspannwerk für 380/220/110 kV der RWE AG. An dieser Anlage endet der westliche Zweig der von Herbertingen her kommenden Nord-Süd-Leitung. Ein weiteres 380-kV-Umspannwerk befindet sich in Gurtweil nur wenige Kilometer entfernt.

Die Sparkasse Hochrhein wurde zum 23. März 1856 auf Anregung durch die Großherzogliche Staatsbehörde als Waisen- und Sparkasse gegründet. Die Statuten wurden der schon bestehenden Kasse von Stühlingen nachgebildet. Im amtlichen Verkündigungsblatt wird dazu vermerkt: „Wir erblicken in der Anstalt eine der wohltätigsten Stiftungen der Zeit, für deren Früchte unsere Nachkommen ewig dankbar sein werden“. 1858 erfolgte der Beitritt des früheren Amtsbezirks Jestetten. Nach der Gründung war die Sparkasse zunächst in der Wohnung des Stadtrechners Jakob Indlekofer in der Kaiserstraße untergebracht, nach der Übernahme durch den Notar Phillip Koch im Jahr 1861 wurde sie in dessen Wohnung verlegt. Nach mehreren weiteren Umzügen wurde im Oktober 1934 das noch heute bestehende Verwaltungsgebäude in der Bismarckstraße in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs eingeweiht.[20]

Verkehr

Rheinbrücken zwischen Waldshut und Koblenz AG (vorne Eisenbahn)

Die Stadt liegt an der Hochrheinbahn zwischen Basel und Schaffhausen und stellt mit ihrem Bahnhof im Stadtteil Waldshut einen wichtigen Knotenpunkt für die Eisenbahn dar. Der Bahnhof in Tiengen ist beliebt als Zwischenstopp und Anbindung für entfernte Ziele und zu der touristisch interessanten Wutachtalbahn. Die Strecke führt am Fuß des Vitibuck über das Steinaviadukt nach Lauchringen.

Die 1859 mit der Rheinbrücke eröffnete grenzüberschreitende Eisenbahnstrecke nach Koblenz im Kanton Aargau ist die älteste rheinquerende Strecke zwischen Deutschland und der Schweiz. Dadurch ist Waldshut auch End-Haltepunkt der S41 (WinterthurBülachBad Zurzach–Waldshut) des Zürcher S-Bahn-Netzes. Die Wutachtalbahn hat ihren südlichen Endpunkt in Waldshut-Tiengen. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien. Die Stadt gehört dem Waldshuter Tarifverbund an.

Auf der Straße ist Waldshut-Tiengen aus östlicher und westlicher Richtung über die Bundesstraße B 34 und aus nördlicher Richtung über die B 500 erreichbar. Die Rheinbrücke nach Koblenz gewährleistet seit 1932 einen Anschluss an das schweizerische Straßennetz.

Mit dem Bau einer Röhre des Bürgerwaldtunnels ist Tiengen an die A 98 angebunden, es gibt eine je eine Auf- und Abfahrt: Waldshut-Tiengen/Ost und Waldshut-Tiengen/West.

Lediglich dem lokalen Personenverkehr dient eine Fährverbindung in die Schweizer Gemeinde Full.

Der Flughafen Zürich befindet sich in einer Distanz von 25 km Luftlinie.

Behörden, Gerichte und Einrichtungen

Waldshut-Tiengen ist Sitz des Landratsamt des Landkreises Waldshut. Derzeitiger Landrat ist Tilman Bollacher. Die Stadt hat ein Amtsgericht und ein Landgericht sowie ein Notariat und ein Finanzamt. Ferner ist die Stadt Sitz des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee. Darüber hinaus ist sie Sitz des Kirchenbezirks Hochrhein der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Waldshut innerhalb der Region Hochrhein des Erzbistums Freiburg. In Tiengen befindet sich seit 1982 die Polizeidirektion Waldshut-Tiengen.

Krankenhaus, Spitalfond, Kliniken

Im Stadtteil Waldshut befindet sich das in der Region größte Krankenhaus zur Grund- und Regelversorgung, das Spital Waldshut, dessen Anfänge im Mittelalter der Stadtgeschichte liegen. Das DRK leitet die Notaufnahme. Seit 2012 besteht in direkter Nachbarschaft ein neu erbautes Psychiatrisches Behandlungszentrum. Dies ist eine Außenstelle des Zentrum für Psychiatrie Reichenau (zfp). Das ehemalige Krankenhaus im Stadtteil Tiengen ist heute eine Seniorenresidenz.

Medien

Über das lokale Geschehen in Waldshut-Tiengen berichten als Tageszeitungen der Südkurier (Sitz in Konstanz) und der Alb-Bote, der ebenfalls Teil der Südkurier-Gruppe ist. Der Südwestrundfunk ist mit einem Korrespondentenbüro ansässig. Dazu kommen die Anzeigenblätter „Anzeiger“ sowie „WOM“. Bis 2003 berichtete außerdem der „Schwarzwälder Bote“ mit einer eigenen Redaktion aus der Kreisstadt für die Ausgabe St. Blasien, die damals ersatzlos aufgegeben wurde. Er füllte die Lücke, die mit dem Wegzug der „Badischen Zeitung“ entstand.

Bildungseinrichtungen

In Waldshut-Tiengen gibt es zwei allgemeinbildende Gymnasien (Hochrhein-Gymnasium Waldshut und Klettgau-Gymnasium Tiengen), zwei Realschulen (Robert-Schuman-Realschule Waldshut und Realschule Tiengen), vier Sonderschulen: Waldtor-Schule und Langensteinschule (Förderschule) mit Sprachheilschule, eine Schule für Körperbehinderte (Wutachschule) und eine Schule für geistig Behinderte (Carl-Heinrich-Rösch-Schule), eine Grundschule (Johann-Peter-Hebel-Grundschule Tiengen) und vier Grund- und Hauptschulen (Grund- und Hauptschule Gurtweil, Hans-Thoma-Schule Tiengen, Heinrich-Hansjakob-Grund- und Hauptschule und Theodor-Heuss-Schule). In Tiengen besteht die beliebte Musikschule Südschwarzwald[21], es können viele Musikinstrumente erlernt werden, die Musikschule veranstaltet regelmäßig Konzerte und nimmt an Wettbewerben wie Jugend musiziert teil.

Der Landkreis Waldshut ist Träger der Gewerbeschule Waldshut (unter anderem mit Technischem Gymnasium), der Justus-von-Liebig-Schule – Hauswirtschaflich-Sozialpädagogische und Sozialpflegerische Schule (unter anderem mit Biotechnologischem und Ernährungswissenschaftlichem Gymnasium), der Kaufmännischen Schule (unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium), der Carl-Heinrich-Rösch-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten für Geistigbehinderte und der Wutachschule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten für Körperbehinderte sowie zweier Förderschulen, der Langenstein-Schule im Stadtteil Tiengen und der Waldtor-Schule im Stadtteil Waldshut. In Waldshut gibt es die Bildungsakademie Waldshut [22] der Handwerkskammer Konstanz mit Schwerpunkt Holzbearbeitung, Farbe und Wohnen.

Die Volkshochschule Waldshut-Tiengen[23] bietet Kurse aller Art, Schwerpunkte sind Sprachen und Computerkurse, angeboten werden auch vielfältige Freizeitaktivitäten.

Das private Hochrhein- Bildungs- und Beratungszentrum HBBZ, die private Berufsfachschule für Maskenbildner und Make Up Spezialeffekte, die Christliche Schule Hochrhein (Grund- und Realschule), die Fachschule für Landwirtschaft und die Schule für Erziehungshilfe am Heim Küssaberg runden das schulische Angebot Waldshut-Tiengens ab.

Nahe bei Waldshut in der Nachbargemeinde Weilheim gibt es die katholische Gustav-Siewerth-Akademie.[24] Es ist dies eine seit 1988 staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule in privater Trägerschaft. Sie wurde gegründet von Alma von Stockhausen, die auch heute noch Dekanin der Akademie ist. Die Akademie lehrt in den Fächern Philosophie, Soziologie, Journalistik, Philosophie der Naturwissenschaften, Katholische Theologie und Pädagogik.

Freizeit- und Sportanlagen

Schwimmbäder in Waldshut und Tiengen, Hallenbad in Waldshut, Tennisplätze, in Tiengen das Langensteinstadion, Reithalle und Tennishalle. Auf dem Vitibuck bei Tiengen gibt es einen Aussichtsturm mit Blick über den Klettgau und auf die Alpenkette.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Kino in Waldshut, sowie ein Theater in Tiengen (Lichtspielhaus)

Museen

In Waldshut das Heimatmuseum Alte Metzig, in Tiengen das Klettgau- und Heimatmuseum im Schloss und die Ölmühle in der Altstadt, angetrieben vom Talbach.

Bibliotheken

Waldshut und Tiengen verfügen über eine eigene öffentliche Bücherei.

Bauwerke

In Waldshut
Waldshut, Unteres Tor

Das Obere Tor, auch Schaffhauser Tor genannt, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Es ist das östliche Stadttor und wurde auf Fundamenten aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Bis 1864 diente es als Stadtgefängnis.

Die Kaiserstraße (Fußgängerzone) ist die Hauptstraße Waldshuts. In ihrer Mitte fließt seit der Einrichtung der Fußgängerzone wieder der Stadtbach. Ferner gibt es hier drei Brunnen mit Brunnenfiguren. Sie orientieren sich an den Standorten historischer Vorbilder, deren Brunnenfiguren heute auf der Seltenbachbrücke aufgestellt sind.

Besondere Gebäude in Waldshut sind das Schultheißsche Haus, das Greiffeneggschlössle, die Waldvogtei, das Untere Tor (auch Basler Tor genannt, westliches Stadttor), die alte Metzig, ein Renaissancebau von 1588, das Roll’sche Haus und das Rathaus. Die Gottesackerkapelle wurde 1683 erbaut. Der Hexenturm ist ein Rundturm der inneren Stadtbefestigung, der zeitweise als Gefängnis für Glaubensabtrünnige diente.

In Tiengen
Tiengen – Faksimile nach einem Stich von J.H. Mejer

Ein Menhir bei Tiengen an der Wutach der sogenannte „Lange Stein“ oder auch Chindlistein von Tiengen genannt, zeugt von früher Besiedelung der Gegend. Den Römern war das Land als Dekumatenland und später als Germania superior zugehörig.

Wappen von Tiengen
Neues Schloss Tiengen
St. Maria Himmelfahrt, Tiengen
St. Maria Himmelfahrt, Innenraum.jpeg

Wahrzeichen ist das Schloss, das sich in das Alte Schloss, einen ehemaliger Wohnturm der alten Burg Tiengen, und das Neue Schloss gliedert. Es gehörte zunächst den Grafen von Sulz, später war es Residenzschloss der Fürsten zu Schwarzenberg. Das Neue Schloss wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut. Nach dem Verkauf von Schloss und Standesherrschaft am 19. Juli 1812 an das Haus Baden, wurden die Ahnenbilder in das schwarzenbergische Schloss Frauenberg, (Hluboká) und das Archiv der Sulzer nach Wittingau, in das dortige Schloss Třeboň gebracht. Das Herrschaftsarchiv ging mit dem Verkauf an das Badische Landesarchiv, (heute: Generallandesarchiv Karlsruhe).[25]

Storchenturm

Eckpfeiler der alten Stadtbefestigung war der Storchenturm, erbaut um 1300. Er diente teilweise als Gefängnis (Diebsturm). Die 1899 aufgesetzte Haube trägt noch heute ein (allerdings ungenutztes) Storchennest, von dem sich sein Name ableitet. Das Rathaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut. 1826 wurde die Fassade im Stil der Klassizistik vorgeblendet. Die ehemalige Stadtvogtei, ein spätgotisches Patrizierhaus wurde im Jahr 1568 erbaut. Ebenfalls aus dem 16.Jahrhundert ist das ehemalige Stadtpfarrhaus und das Schwarzenbergische Rentamt, ein ehemaliges Patrizierhaus aus dem Besitz des Junkers Im Hoff. In der Hauptstraße steht das älteste Gasthaus Tiengens: „Zum Hirschen“. 1790 erhielt der Hirschenwirt 700 Gulden Entschädigung für Einquartierungen des Militärs. An der Fassade befinden sich ein Sgraffito, welches den Hl. Bernhard von Clairvaux darstellt, der hier übernachtet haben soll. Angebracht wurde es in den 1930er-Jahren[26] Ergänzt wird es vom Wappen des Klosters St. Blasien.

Kirchen

in Waldshut
  • Die Katholische Stadtpfarrkirche Liebfrauen wurde 1804 im klassizistischen Stil erbaut. Der Baumeister Franz Anton Bagnato war teilweise für die Ausführung zuständig. Der gotische Chor aus dem 13. Jahrhundert ist dabei mitverwendet worden. Daneben das katholische Pfarrhaus von 1749.
  • Die evangelische Versöhnungskirche wurde 1977 erbaut.
  • Ehemalige Marienkapelle in der Eschbacherstraße, 1996 neu geweiht dem seligen Karl Leisner
  • Kapelle im Spital Waldshut
  • Alte Spitalkapelle
in Tiengen
in den Stadtteilen
  • Katholische Kirche in Aichen (erbaut 1973)
  • Kapelle in Allmut (erbaut 1886)
  • St. Georg in Breitenfeld (erbaut 1861)
  • St. Oswald in Detzeln (erbaut im 16. Jahrhundert)
  • St. Pankratiuskapelle in Eschbach (erbaut um 1500)
  • St. Konrad in Gurtweil (ursprünglich 1612, jedoch 1740 bis 1747 neu erbaut)
  • St. Josephskapelle in Indlekofen (erbaut 1877)
  • Kirche in Krenkingen (erbaut 1766)
  • Kapelle Johannes der Täufer (erbaut um 1730)
  • Kirche Maria Himmelfahrt in Waldkirch (erbaut 1758)
  • Michaelskapelle in Gaiß (1830)
  • Josephskapelle in Schmitzingen (1953).

Regelmäßige Veranstaltungen

  • im Mai alle zwei Jahre: Märchenfest in Tiengen (alle ungeraden Jahre)
  • im Juni:
    • Stadtfest Hallo Nachbar in Waldshut
    • Klettgauer Marschtage
    • Pfingstreitturnier – in Tiengen auf dem Festplatz an der Wutach, immer an Pfingsten, Veranstalter RV Tiengen
  • im Juli: Schwyzertag in Tiengen mit Festumzug und Feuerwerk
  • im Juli: Jazzfest in Tiengen
  • im August: Waldshuter Chilbi mit Festumzug
  • im September/Oktober: Erntefest in Tiengen
  • kleine Weihnachtsmärkte in beiden Städten

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Waldshut-Tiengen bzw. die beiden früheren Städte haben u. a. folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1929: Franz Haas (* 1876; † 1953), Oberlehrer
  • 1931: Josef Bieser, kath. Stadtpfarrer 1906–1943
  • 1964: Hermann Dietsche, Bürgermeister a. D.

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige Persönlichkeiten

Belagerer, Eroberer und Besatzer der Städte Waldshut und Tiengen

Literatur

zu Waldshut

  • Geschichte der Stadt Waldshut, Hg. v. der Stadt Waldshut-Tiengen: Bd. 1 Waldshut, die habsburgische und vorderösterreichische Stadt bis zum Übergang an Baden, 1. Aufl., 2009, ISBN 978-3-89870-507-3.
  • Geschichte der Stadt Waldshut, Hg. v. der Stadt Waldshut-Tiengen: Bd. 2 Waldshut im 19. Jahrhundert. Lebensbilder aus einer Großherzoglichen Amtsstadt, 1. Aufl., 1999, ISBN 978-3-933784-10-0.
  • Geschichte der Stadt Waldshut, Hg. v. der Stadt Waldshut-Tiengen: Bd. 3 Waldshut im 20. Jahrhundert. Konstanten und Umbrüche seit dem Ersten Weltkrieg, 1. Aufl., 2004, ISBN 978-3-89870-161-7.
  • Waldshut von Besuchern aus aller Welt erlebt und beschrieben, 1. Auflage, Kunstverlag Josef Fink, 2010, ISBN 978-3-89870-662-9.
  • Joseph Ruch: Geschichte der Stadt Waldshut, Waldshut 1966
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Freiburg i. Br., 1892, Band III – Kreis Waldshut; S. 157–167 online

zu Tiengen

  • Heinz Voellner: Tiengen Bilder einer alten Stadt. 1987.
  • Irma Schuster: Wie die Leute früher in Tiengen lebten, liebten, litten und lachten. 1996.
  • Dieter Petri: Die Tiengener Juden, (und die Waldshuter Juden). Schriften des Arbeitskreises für Regionalgeschichte e. V. Nr. 4. Konstanz / Zell a. H. 1984, 172 S.
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Freiburg i. Br., 1892, Band III – Kreis Waldshut; S. 152–156 online

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Waldshut-Tiengen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
  2. Johann Wilhelm Braun (Bearb.): Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald. Von den Anfängen bis zum Jahre 1299. Teil I. 2003, S. 479 ff. Nr. 374
  3. Eugen Hillenbrand: Die Gründung der Stadt Waldshut in: Waldshut, die habsburgische und vorderösterreichische Stadt. Hrsg. von der Stadt Waldshut-Tiengen, Kunstverlag Josef Fink, 2009, S. 28 ff.
  4. Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Kreises Waldshut, S. 163
  5. Eduard Maria Lichnowsky: Geschichte des Hauses Habsburg, Schaumburg und Compagnie. Wien 1837, Band 2, S. 124.
  6. Nürnberger Memorbuch, Eintrag für 1349
  7. Die Stadt am Fluss, Südwestdeutscher Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung,Thorbecke, 1978, S. 70f,
  8. Louis Carlen: Forschungen zur Rechtsarchäologie und rechtlichen Volkskunde, Band 17, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde. Rechtliche Abteilung,, Schulthess, Polygraphischer Verlag, 1997, S. 182
  9. Maria Veronika Miltenberger: Zwischen Treue und Selbstfindung. In: Waldshut, die habsburgische und vorderösterreichische Stadt. Hrsg. von der Stadt Waldshut-Tiengen, Kunstverlag Josef Fink, 2009, S. 52.
  10. Runge, Heinrich: Eine Kalendertafel aus den fünfzehnten Jahrhundert, in: Mitteilungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Meyer und Zeller, Zürich, 1857, Band XII, S. 98
  11. Vierordt, Carl Friedrich: Geschichte der Reformation im Großherzogthum Baden. Nach großentheils handschriftlichen Quellen bearbeitet, Braun, Karlsruhe, 1847, S. 60.
  12. Deutsche Vierteljahrs-Schrift, Cotta,Stuttgart, 1857, S. 175
  13. Abt Bernhard von Clairvaux in Säckingen und Tiengen. MGH.SS: ab S. 121
  14. [http://www.zunft-tiengen.de/modules.php?name=schwyzertag Homepage der Bürgerzunft
  15. Karl von Schwarzenberg: Die Schwarzenbergische Regierung im Klettgau, in: Der Klettgau, im Eigenverlag der Stadt Tiengen, 1971, S. 245ff.
  16. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 101.
  17. Gemeinde auf der Homepage der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde; eingesehen am 31. Januar 2011
  18. Waldshut / Hochrhein-Wiesenthal auf der offiziellen Homepage des Altkatholischen Bistums in Deutschland; eingesehen am 31. Januar 2011.
  19. http://www.gutex.de/
  20. Denkschrift zur Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes der Bezirkssparkasse Waldshut, 1934
  21. http://www.musikschule-suedschwarzwald.de
  22. http://www.bildungsakademie.de
  23. http://www.vhs-wt.de
  24. http://www.kath.net/detail.php?id=1076
  25. Karl von Schwarzenberg: Schloss Obermurau. In: Der Klettgau, S. 261
  26. http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/348/pdf/diss_zaunmueller.pdf
  27. Historische Fotos der Stukkaturen und Barockfresken. Digitalisiert unter „Tiengen“ im Marburger Bildindex