Wallis von Carighmain

Das österreichische Adelsgeschlecht Wallis von Carighmain stammte ursprünglich aus Irland. Die österreichischen Wallis wurden 1706 in den böhmischen und 1724 in den Reichsgrafenstand erhoben und nannten sich Grafen von Wallis und Freiherren von Carighmain (Karighmain). Angehörige der Familie bekleideten im Laufe der Zeit einflussreiche Hof- und Staatsämter und stellten zahlreiche Offiziere in der kaiserlichen Armee. Sie gründeten Bibliotheken auf allen ihren böhmischen und mährischen Schlössern, die umfangreichsten in Koleschowitz, Mährisch Budwitz und in Budischkowitz [1].

Inhaltsverzeichnis

Stammlinie

Ahnherr war Richard Wallis von Carrickmines (County Dublin), der 1612 als einer der ersten irischen Offiziere in kaiserliche Dienste trat. Er starb 1632 als Oberst an einer in der Schlacht bei Lützen erlittenen Verwundung. Sein älterer Sohn Theobald kehrte nach Irland zurück, wobei dieser Zweig der Familie den Namen Walsh annahm. Der jüngere Sohn Olivier Wallis diente weiter im kaiserlichen Heer und wurde der Stammvater der österreichischen Wallis. Er starb 1667 als Generalmajor in Ungarn. Dessen Sohn war Feldzeugmeister Ernst Georg Olivier Wallis (starb bei der Belagerung von Mainz 1689), dessen Söhne waren der kaiserliche Generalfeldmarschall Georg Olivier von Wallis (1673–1744) und der Generalfeldzeugmeister Franz Paul von Wallis (1677–1737), der Erbherr von Kunzendorf in der damals unmittelbar zu Böhmen gehörenden Grafschaft Glatz.

Weitere Vertreter

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Bernhard Fabian: Schlossbibliothek Mährisch Budwitz, 2003, Zugriff am 13. Juni 2011
  2. wiki-en