Walter Bernatzik

Walter Bernatzik (* 3. Mai 1899 in Wien; † 16. September 1953 in Benediktbeuern) war ein österreichischer Bauingenieur für Geotechnik.

Bernatzik studierte Bauingenieurwesen an der TU Wien und war danach ab 1926 bei Wayss & Freytag in Düsseldorf und Berlin. 1929 leitete er im Auftrag der türkischen Regierung den Bau eines Damms. 1931 wurde er Assistent von Karl von Terzaghi an der TU Wien, wo er 1932 promoviert wurde. Er arbeitete für die Baufirma Rodio in Mailand hauptsächlich im Bereich Bodeninjektion (an der Seite von Christian Veder)[1] und leitete deren Pariser Erdbaulabor. 1938 war er freiberuflich als beratender Ingenieur tätig, wurde aber schon ein Jahr später 1939 Dozent für Bodenmechanik an der TH Dresden und Leiter des Erdbau-Instituts (ab 1943 mit dem Titel Honorarprofessor). Ab 1945 leitete er die Niederlassung der Siemens-Bauunion[2] in Innsbruck und hatte ab 1949 ein eigenes Ingenieurbüro samt Labor, das sich auf Bodeninjektionen mit Zement zum Beispiel zur Gründungssanierung spezialisierte.

1947 veröffentlichte er sein Lehrbuch Baugrund und Physik im Schweizer Druck- und Verlagshaus Zürich.

Literatur

  • Nachruf von Richard Jelinek, Der Bauingenieur, Band 28, 1953, S.450
  • Nachruf von Ahrens, Die Bautechnik, Band 30, 1953, S. 366

Weblinks

Verweise

  1. Rodio war damals ein Freund von Terzaghi und nahm ihm regelmäßig Schüler ab
  2. In den 1930er Jahren neben einer französischen Firma ein Hauptkonkurrent von Giovanni Rodio auf dem Bereich Bodeninjektionen