Walter Vogl (Politiker)

Walter Vogl (* 11. Juni 1927 in Kufstein; † 29. Oktober 1996 in Salzburg) war ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Sozialversicherungsjurist. Er war von 1974 bis 1989 Abgeordneter zum Salzburger Landtag und von 1984 bis 1989 Dritter Präsident des Landtages.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Vogl besuchte von 1933 bis 1938 die Volksschule und wechselte danach von 1938 bis 1946 zum Schulbesuch an das Realgymnasium bzw. die Oberschule für Jungen in Kufstein. Dazwischen wurde er von 1943 bis 1945 zum Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen, währenddessen er in Kriegsgefangenschaft geriet. Er absolvierte 1948 einen Abiturientenkurs an der Handelsakademie Innsbruck und studierte nach der Matura von 1948 bis 1953 Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Zudem absolvierte er 1953 das Absolutorium der Rechts- und Staatswissenschaften. Zwischen 1953 und 1954 war er als Gerichtspraktikant am Bezirksgericht Kufstein und am Landesgericht Innsbruck beschäftigt, 1955 promovierte er zum Dr. iur.. Zudem erwarb er 1980 den akademischen Grad Mag. iur.. Beruflich war Vogl von 1954 bis 1964 als Rechtsreferent beschäftigt, danach arbeitete er von 1964 bis 1971 als Direktor-Stellvertreter und danach von 1971 bis 1974 als Direktor der Land- und Forstwirtschaftlichen Sozialversicherungsanstalt in Salzburg. Er war in der Folge zwischen 1974 und 1987 Landesstellendirektor der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Salzburg.

Politik und Funktionen

Vogl wurde am 22. Mai 1974 als Abgeordneter zum Salzburger Landtag angelobt, am 16. Mai 1989 erfolgte seine Wahl zum Dritten Präsidenten des Salzburger Landtags. Des Weiteren war er von 1979 bis 1984 stellvertretender Klubobmann des Landtagsklubs der Salzburger Volkspartei. Er schied am 2. Mai 1989 aus dem Amt des Dritten Landtagspräsidenten und als Abgeordneter zum Landtag aus. Vogl war zwischen 1968 und 1986 Landesobmann des Salzburger Seniorenbundes und war zudem von 1984 bis 1987 Bundesobmann-Stellvertreter des Österreichischen Seniorenbundes. Er wirkte des Weiteren von 1979 bis 1982 als Fraktionsobmann der ÖVP im Landesschulrat für Salzburg und war Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft "Rettet das Kind". Zudem war er als Kurator des Schwarzen Kreuzes aktiv und von 1970 bis 1974 Vizepräsident des Österreichischen Wohlfahrtsdienstes in Salzburg.

Auszeichnungen

Werke

  • Ich wollte nie eine Rede halten. Salzburg 1988

Literatur

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952