Wasserscheiden in den Alpen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Wasserscheiden in den Alpen
Wasserscheiden Europas

Der Alpenraum gehört im Wesentlichen zu fünf Flusseinzugsgebieten:

Teile der Alpensüdseite entwässern über kleinere Flüsse, beispielsweise Var oder Piave, direkt zum Mittelmeer. Dabei liegt nur der Rhein nördlich, alle anderen Flusssysteme südlich der europäischen Wasserscheide, die das Nordatlantische Wasser von Mittelmeer/Schwarzem Meer trennt.

Inhaltsverzeichnis

Legende

Im Folgenden wird der Verlauf der Hauptwasserscheiden in den Alpen beschrieben.

Erläuterungen zur Typografie

  • Pässe sind fett gesetzt. Die Auswahl ist subjektiv. Heute gut ausgebauten oder historisch bedeutsamen Pässen wird der Vorrang gegeben.
  • Kursiv stehen Angaben, mit denen die Gebiete links und rechts der Wasserscheide näher beschrieben werden, zumeist Namen von Nebenflüssen. Landschaftsnamen sind in Klammern gesetzt.

Rhein-Rhône-Wasserscheide

Die Rhein-Rhône-Wasserscheide zieht als Teil der mitteleuropäischen Hauptwasserscheide von den Vogesen über die Burgundische Pforte, den Jura und das Schweizer Mittelland. Sie erreicht die Voralpen zwischen Lac de Bret und Mont Pèlerin.[1]

Rhein-Po-Wasserscheide

Im Bereich der Gotthard-Gruppe bis zum Piz Curnera folgt die Wasserscheide dem Alpenhauptkamm. Zwischen Piz Curnera und Lukmanierpass verläuft die Wasserscheide zwischen Val Cadlimo und der Pioramulde südlich des Alpenkamm. Am nördlichen Rand der Pioramulde teilt sich die Wasserscheide zweimal in zwei Zweige auf und umfasst die abflusslos in Senken gelegenen Seen Lago di Tom und Lago di Dentro. Die Zugangswege zu den Pässen verteilen sich im Norden wie im Süden jeweils auf zwei Täler.[1]

  • Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Rhône.
  • Aare.Reuss / Ticino (Leventina):
    Witenwasserenstock - Pizzo Lucendro - Gotthardpass - Pizzo Centrale - Piz Alv.
  • Vorderrhein (Tujetsch) / Ticino (Leventina):
    Piz Alv - Passo Bornengo - Piz Borel - Piz Curnera.
  • Vorderrhein (Medel) / Ticino (Leventina):
    Piz Curnera - Bocchetta di Cadlimo - Punta Negra - "Lago di Tom" - Pizzo Taneda - Piz Corandoni - "Lago di Dentro" - Schenadüi - Pizzo dell'Uomo.
    • Lago di Tom
      Nordseite zum Cadlimotal (Medel, Vorderrhein)
      - Bassa del Lago Scuro -
      Südseite (Tessin)
      - Poncioni Negri - Pizzo Stabbiello - Bassa della Fontana del Bò - Alpe Tom - Motta - Poncione Cariói - Pizzo Taneda
    • Lago di Dentro
      Nordseite zum Cadlimotal
      Piz Corandoni - Bocchetta della Miniera - Schenadüi
      Südseite
      Piz Corandoni - Stabbio della Pecora di Dentro - Schenadüi
  • Vorderrhein (Medel) / Ticino (Blenio):
    Adula-Alpen. Pizzo dell'Uomo - Lukmanierpass - Scopí - Cima della Bianca - Sasso Lanzone - Piz Medel.
  • Vorderrhein (Sumvitg) / Ticino (Blenio): Die Wasserscheide wendet sich markant nach Süden.
    Piz Medel - Piz Valdraus - Greinapass - Piz Corói - Piz Terri.
  • Vorderrhein (Lumnezia) / Ticino (Blenio): Jetzt wieder vorwiegend nach Osten.
    Piz Terri - Piz Alpettas - Testa di Garzora - Plattenberg - Rheinwaldhorn.
  • Hinterrhein / Ticino (Blenio): Adula-Alpen, am San-Bernardino-Pass Übergang zur Ceneri-Gruppe.
    Rheinwaldhorn - Lògia - Vogelberg - Rheinquellhorn - Pizzo de Stabi.
  • Hinterrhein / Ticino (Misox):
    Pizzo de Stabi - Zapportgrat - Passo del San Bernardino - Pizzo Uccello - Einshorn - Passo Vignone - Pizzo de la Lumbreida - Pizzo Curciusa - Pizzo Bianch.
  • Hinterrhein / Adda.Mera: Am Splügenpass beginnen die Ostalpen: Oberhalbsteiner Alpen (Platta-Gruppe). Die Wasserscheide wendet sich bald nach Süden, um die Quelltäler des Rein da Ferrera zu umgreifen, das Valle di Lei und das Avers. Auf dem Grat, der das Bergell nach Norden abschließt, dreht sie wieder auf östliche Richtung.
    Pizzo Bianch - Pizzo Ferrè - Pizzo Tambo - Splügenpass - Surettahorn - Punkt 2916 46° 30′ 13″ N, 9° 22′ 24″ O (748500 / 152099)46.5037319.373431.
  • Hinterrhein (Ferrera) / Adda.Mera:
    Punkt 2916 - Pizzo Spadolazzo - Pass da Niemet - Pizzo Timun - Monte Mater - Pizzo Groppera - Angeloga - Pizzo Stella - Pizzo Somma Valle - Cima da Lägh - Piz Gallagiun - Pass da la Prasignola - Piz dal Märc - Gletscherhorn - Piz Turba - Piz Forcellina.
  • Hinterrhein.Albula (Oberhalbstein) / Adda.Mera: Der Gebirgsstock zwischen Septimer und Julier zählt zu den Albula-Alpen.
    Piz Forcellina - Septimerpass - Piz dal Sasc - Piz Lunghin.
  • Ende der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Donau.
Dreifach-Wasserscheide Rhein-Po-Donau am Lunghinpass

Rhein-Donau-Wasserscheide

Die Wasserscheide beginnt beim Lunghinpass und endet im Alpenvorland des Allgäu.[1]

Südwestlich von Kempten, im Adelegg, wechselt die Europäische Hauptwasserscheide in das Alpenvorland. Die Fortsetzung der Wasserscheide siehe Wasserscheiden in Deutschland.

Rhône-Po-Wasserscheide

Donau-Po-Wasserscheide

Blick zum Muretto-Pass
  • Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Rhein.
    Inn (Engadin) / Adda.Mera
    Das Gebiet nördlich des Inns zählt zu den Albula-Alpen. Südlich beginnen die Bernina-Alpen, auf deren Hauptkamm die Wasserscheide bis zum Berninapass in vorwiegend östlicher Richtung verläuft.[1]
    Piz Lunghin - Malojapass - Piz da la Margna - Piz Fedoz - Piz Muretto.
  • Inn (Engadin) / Adda (Val Malenco):
    Piz Muretto - Piz Fora - Piz Glüschaint - Piz Roseg - Piz Scerscen - Piz Bernina - Piz Zupò - Piz Palü.
    Inn (Engadin) / Adda (Puschlav)[1]
    Piz Palü - Piz Cambrena - Berninapass - Übergang zu den Livigno-Alpen - Forcola di Livigno - Piz Paradisin - Piz Val Nera.
  • Inn (Engadin) / Adda: Nordöstliche Richtung. Der letzte Abschnitt ab dem Piz Murtaröl zählt zur Ortlergruppe.
    Piz Val Nera - Pizzo Filone - Monte Forcellina - Passo di Foscagno - Val Trela - Monte Pettini - Passo di Fraele - Piz Murtaröl - Piz Schumbraida - Monte Forcola.
  • Ende der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Etsch.

Donau-Etsch-Wasserscheide

Wasserscheide Po-Etsch

Weitere Wasserscheiden I

Sonstige Grenzen der fünf großen Einzugsgebiete.

Wasserscheide Rhône-Var

Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Po. In vorwiegend südlicher Richtung durch die Seealpen.

Weiter als Wasserscheide zwischen Rhône und Argens durch die Alpen und Voralpen der Provence.

Wasserscheide Po-Ligurisches Meer

Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Rhône.

  • Stura di Demonte / Var.Tinée und Var.Vésubie:
    Tête de l'Enchastraye - Mont Ténibres - Col de la Lombarde - Cima Argentera - Cime du Gélas (Cima dei Golas).
  • Stura di Demonte, Tànaro und Orba:
    Cime du Gélas - Colle di Tenda - Monte Saccarello - Colle di Nava - Colle San Bernardo - Colle di Melogno - Sella zwischen Mondovì und Savona.

Hier enden definitionsgemäß die Ligurischen Alpen. Die Wasserscheide setzt sich im Apennin fort.

Wasserscheide Etsch-sonstige Adriazuflüsse

Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Donau.

Die Wasserscheide zwischen Etsch und Brenta verläuft weiter südwärts bis zur Poebene zwischen Verona und Vicenza, dann zur Adria bei Chioggia.

Donau-Adria-Wasserscheide (ohne Po und Etsch)

Anfang der Wasserscheide. Angrenzend Flussgebiet Etsch.

Hier enden nach Definition die Julischen Alpen. Die Wasserscheide zwischen Donau und Adria setzt sich über den Karst fort. Da es im Karst nur wenige Oberflächengewässer gibt - die überdies meist nach kurzem Lauf im durchlässigen Gestein versinken (siehe Höhlen von Postojna und Höhlen von Škocjan) ist die exakte Festlegung der Wasserscheide problematisch.

  • Cerkno-Sattel - Bevkov vrh - Gradišče bei Spodnja Idrija - östlich Idrija - Logatec - Hrušica - Nähe Postojna - Javornik und weiter nach Kroatien.

Weitere Wasserscheiden II

Zur feineren Unterteilung in Flusseinzugsgebiete zweiter Ordnung.

Rhein und Nebenflüsse

Rhône und Nebenflüsse

Donau und Nebenflüsse

Siehe auch: Jochenstein, zu den Wasserscheiden der hydrographischen Planungsräume Österreichs (DUJ/DBJ)

Po und Nebenflüsse

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k swisstopo
  2. GPS-Track: Zum Witenwasserenstock Ostgipfel und zurück zur Hütte, Auswahlführer Rotondohütte, SAC