Weißensee (Kärnten)

Weißensee
Wappen von Weißensee
Weißensee (Kärnten) (Österreich)
Weißensee (Kärnten)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 78,11 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 13° 18′ O46.71666666666713.3945Koordinaten: 46° 43′ 0″ N, 13° 18′ 0″ O
Höhe: 945 m ü. A.
Einwohner: 773 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 9,9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9762
Vorwahl: 0 47 13
Gemeindekennziffer: 2 06 39
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 90, 9762 Weißensee
Website: www.gemeinde-weissensee.at
Politik
Bürgermeister: Johann Weichsler (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(11 Mitglieder)
6 ÖVP, 3 FPK, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Weißensee im Bezirk Spittal an der Drau
Bad Kleinkirchheim Baldramsdorf Berg im Drautal Dellach im Drautal Flattach Gmünd in Kärnten Greifenburg Großkirchheim Heiligenblut am Großglockner Irschen Kleblach-Lind Krems in Kärnten Lendorf Lurnfeld Mallnitz Malta Millstatt am See Mörtschach Mühldorf Oberdrauburg Obervellach Radenthein Rangersdorf Reißeck Rennweg am Katschberg Sachsenburg Seeboden am Millstätter See Spittal an der Drau Stall Steinfeld (Kärnten) Trebesing Weißensee Winklern KärntenLage der Gemeinde Weißensee (Kärnten) im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Freiluftgalerie „Bilder am Eis“

Weißensee ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten, in Österreich mit 773 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde Weißensee liegt am 11,6 Kilometer langen Weißensee am Fuß der Gailtaler Alpen. Bis auf ein kleines Stück des Ostufers (Gemeinde Stockenboi) liegt der gesamte See im Gemeindegebiet, das sich in Richtung Osten bis zum Staff und Villacher Egel, im Westen bis zum Kreuzberg erstreckt. Der namensgebende See ist mit einer Fläche von 6,5 km² der viertgrößte Kärntens und liegt auf einer Seehöhe von 930 m.

Weißensee hat mit Techendorf nur eine Katastralgemeinde.

Weißensee um 1900

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften:

  • Gatschach (130)
  • Kreuzberg (7)
  • Naggl (52)
  • Neusach (191)
  • Oberdorf (228)
  • Techendorf (174)
  • Tröbelsberg (6)

Geschichte

Nach dem Toleranzpatent Josephs II. 1781 war Techendorf vollständig evangelisch. 1783 wurde das evangelische Bethaus geweiht; es diente bis 1986 als Gemeindeamt und Schule. Die evangelische Kirche in Techendorf wurde 1900/1903 erbaut.

1850 konstituierte sich die Katastralgemeinde Techendorf als eigene Ortsgemeinde, ihr Umfang hat sich durch Grenzkorrekturen im 20. Jahrhundert nur noch unwesentlich verändert. Angesichts der touristischen Entwicklung benannte sich die Gemeinde 1968 in Weißensee um.

Wappen

Der blaue Grund im Wappen von Weißensee spielt auf den See an, der silberne Bord auf die durch Seekreide bedingten weißen Sandbänke, denen der See vermutlich seinen Namen verdankt. Die Brücke ist das Wahrzeichen von Techendorf, sie wurde 1348 erstmals urkundlich genannt und seither immer wieder erneuert und zuletzt 1967 durch die heutige Stahlbetonkonstruktion mit vier Pfeilern ersetzt. Das silberne W steht für den Ortsnamen und wurde schon vor der Verleihung des Wappens als Bestandteil eines Fremdenverkehrslogos verwendet.[1]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 26. März 1992 verliehen, die Fahne ist Blau-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Weißensee 788 Einwohner, davon besitzen 97,2 % die österreichische Staatsbürgerschaft. 73,6 % der Bevölkerung bekennen sich zur evangelischen und 22,0 % zur römisch-katholischen Kirche und 1,0 % sind islamischen Glaubens. 3,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Evangelische Kirche Techendorf ist ein 1900 bis 1903 im neugotischen Stil errichteter, der Kirche in Weißbriach nachempfundener Bau.
  • Die katholische Filialkirche St. Martin in Gatschach, urkundlich im Jahr 1485 erstmals genannt, ist ein niedriger, ursprünglich spätgotischer, im 17. Jahrhundert barockisierter Bau.
  • Vom Naggl/Paterzipf (Schiffstation/Parkplatz) ist das einstige Glasbläserdorf Tscherniheim zu Fuß in ca. 75 Minuten erreichbar. Das Bodental ist auch mit Mountainbikes befahrbar. Entlang der Strecke gibt es sechs Infotafeln zum Themenweg „Dem Waldglas auf der Spur“.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft von Weißensee ist geprägt vom Tourismus im Sommer und Winter. Die abgelegene Lage des fjordartigen Alpensees und der Naturpark locken viele Urlauber an.

Am Rand des Gemeindegebietes führt die Weißensee Straße (B 87) vorbei.

Schigebiet

Die Weissensee Bergbahn GmbH betreibt nach eigenen Angaben fünf Lifte mit einer Gesamtlänge von 2480m und einer Beförderungskapazität von 3980 Personen/h, sowie 6060m Piste. Das Schigebiet erstreckt sich von 930müA bis auf 1324müA.[2]

Politik

  • Der Gemeinderat von Weißensee hat 11 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:
  • Direkt gewählter Bürgermeister ist Johann Weichsler (SPÖ).

Persönlichkeiten

  • Georg Traar (* 5. Juli 1899 in Neusach / Weißensee (Kärnten); † 4. September 1980 Purkersdorf) war ein österreichischer evangelisch-lutherischer Theologe, Jugendpfarrer, Superintendent, Publizist und Ökumene-Aktivist.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 292
  2. Panoramakarte. Weissensee Bergbahn GmbH, abgerufen am 14. Dezember 2012.