Weingut Gesellmann

Das Weingut Gesellmann in Deutschkreutz ist ein österreichisches Weingut im Weinbaugebiet Mittelburgenland.

Die Familie Gesellmann wurde 1767 erstmals urkundlich als Weinproduzenten in Deutschkreutz genannt. Bekannt wurde das Weingut unter der Leitung von Engelbert Gesellmann, einem der österreichischen Rotweinpioniere, der bereits Mitte der 1980er-Jahre Cabernet Sauvignon auspflanzte und mit Barriques experimentierte. Das Weingut war einer der ersten Betriebe Österreichs, die eine Top-Cuvée aus internationalen Sorten erzeugte.

Seit 1993 wird der Familienbetrieb von Albert Gesellmann geführt. Nachdem zunächst eine zeitlang internationale Rotweinsorten eine besondere Rolle gespielt hatten, besann sich Albert Gesellmann zusehends des Potenzials autochthoner österreichischer Rebsorten.

Die Rebfläche beträgt 35 Hektar (Stand 2011), wovon 90 Prozent mit roten Rebsorten, hauptsächlich Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon, aber auch St. Laurent, Spätburgunder, Merlot, Zweigelt und Syrah bestockt sind. Bei den weißen Sorten überwiegen Chardonnay und Sauvignon Blanc. Als mittelburgenländische Raritäten erzeugt das Weingut Gesellmann in geeigneten Jahren auch Hochprädikatsweine (Trockenbeerenauslesen), die zum Teil durch Barriqueeinsatz gestützt werden.

Die Jahresproduktion erreichte 2011 rund 200.000 Flaschen, die bekanntesten Weine sind die Cuvées Opus Eximium (Außergewöhnliches Werk) und Bela Rex (der Name bezieht sich auf den ungarischen König Bela IV.). Spitzenwein des Betriebes ist seit 1997 die Cuvée „G“ aus den Sorten Blaufränkisch und St. Laurent. Neu hinzugekommen ist im Top-Segment der Blaufränkisch hochberc, mit dem Gesellmann 2008 den Falstaff-Sieg errang.

Das Weingut ist Mitglied der Renommierten Weingüter Burgenland (RWB) und hat neben mehreren Falstaff-Rotweinpreisen zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

Literatur

  •  Stuart Pigott, Andreas Durst, Ursula Heinzelmann, Chandra Kurt, Manfred Lüer, Stephan Reinhardt: Wein spricht Deutsch. 1. Auflage. Scherz, Frankfurt am Main, 2007, ISBN 978-3-502-19000-4.
  •  Klaus Egle: Der österreichische Wein. Das große Handbuch. 1. Auflage. Pichler Verlag, 2007, ISBN 978-3-85431-403-5.
  •  Peter Moser: Falstaff. Weinguide 2011. Österreich. Südtirol. 1. Auflage. Falstaff Verlag, 2011, ISBN ISBN 978-3-902660-14-5, S. 637–638.
  •  Vinaria. Weinguide 2011/12. Die 3500 besten Weine Österreichs. 1. Auflage. Edition LWmedia, 2011, ISBN 978-3-9502275-3-6, S. 395.

Weblinks

47.59888888888916.629166666667Koordinaten: 47° 35′ 56″ N, 16° 37′ 45″ O