Weinhauser Pfarrkirche

Weinhauser Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Weinhaus ist eine dem Heiligen Josef geweihte römisch-katholische Pfarrkirche im Bezirksteil Weinhaus des 18. Wiener Gemeindebezirks Währing und befindet sich in der Gentzgasse 142.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Pfarrkirche Weinhaus wurde nach Plänen des Wiener Dombaumeisters Friedrich von Schmidt unter Baumeister Johann Schmalzhofer errichtet. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde sie am 12. Mai 1889 durch den damaligen Erzbischof von Wien, Kardinal Cölestin Josef Ganglbauer, geweiht. Fertiggestellt wurde die Kirche 1893.[1]

Architektur und Ausstattung

Dem Grundriss nach handelt es sich um eine dreischiffige Anlage, die im Norden durch ein fünfeckiges Presbyterium im Mittelschiff ihren Abschluss findet. Im Süden wird das Mittelschiff durch einen Turm von 65 Meter Höhe abgeschlossen, der von zwei Treppentürmchen flankiert ist, welche die Verbindung zum Orgelchor und zum Läutboden darstellen. Über dem Glockengeschoß erheben sich vier mit doppelten Kreuzrosen und Krabben verzierte Wimberge. Der Achteckübergang zum Turmhelm, der in einer steinernen Kreuzrose ausläuft, wird durch vier Fialen gebildet. Später wurde der Turm auf Grund von Schäden mit einem Kupferdach versehen.

Das Hauptportal selbst, dessen Tympanon in den Hohlkehlen mit Blätterschmuck geziert ist, wird von einem mächtigen, durch Krabben belegten Giebel gekrönt. Den Übergang von der Hauptfassade zu den Steinmauern bilden zweireihig ornamentierte Fialen. An das Presbyterium sind rechts die Taufkapelle (früher Loreto-Kapelle) und links die Sakristei angebaut. Da dieselben in ihren Ausmaßen über die Baulinie der beiden Seitenschiffe hinaus gehen, bildet der Grundriss der Kirche ein Kreuz.[1]

Die Weinhauser Pfarrkirche war ursprünglich mit Säulenheiligen ausgestattet, die im Zuge der verschiedenen Renovierungsarbeiten von den Pfeilern entfernt und der Dombauhütte übergeben wurden. Erhalten blieben nur die Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus links und rechts oberhalb der Kommunionbank (Arbeiten des Südtiroler Holzschnitzers Stuflesser aus Gröden) sowie die Herz-Jesu-Statue und die Statue der Rosenkranzkönigin oberhalb der heutigen Kommunionstufe (Arbeiten des akad. Bildhauers Josef Weyrich aus Wien).

Die Ewig-Licht-Ampel, eine gute Nachahmung der Ampeln in der Hagia Sophia in Istanbul, ist eine Spende der Herzogin von Orléans, geborene Gräfin Czartoryski.[1]

Der Kreuzweg stammt von Franz Barwig.

Kirchengarten

Hinter der Pfarrkirche, in einem Garten bergseitig zur Türkenschanze hinauf, schuf der Bildhauer Rochus Haas 15 Steinbildsäulen für den Rosenkranzweg.[2]

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Weinhauser Pfarrkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c / Pfarre Weinhaus: Kirchenführer. Abgerufen am 30. Juni 2012.
  2. Der Bildhauer Rochus Haas Der Rosenkranzweg im Garten der Weinhauser Pfarrkirche, abgerufen am 12. Dezember 2012

48.23054166666716.331836111111Koordinaten: 48° 13′ 50″ N, 16° 19′ 55″ O