Weng im Gesäuse

Weng im Gesäuse
Wappen von Weng im Gesäuse
Weng im Gesäuse (Österreich)
Weng im Gesäuse
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 75,29 km²
Koordinaten: 47° 36′ N, 14° 30′ O47.59916666666714.502777777778608Koordinaten: 47° 35′ 57″ N, 14° 30′ 10″ O
Höhe: 608 m ü. A.
Einwohner: 607 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 8,06 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8913
Vorwahl: 03613
Gemeindekennziffer: 6 12 50
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weng 50a
8913 Weng im Gesäuse
Website: www.weng.at
Politik
Bürgermeister: Gerald Lattacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
6
3
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Weng im Gesäuse im Bezirk Liezen
Admont Aigen im Ennstal Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Donnersbach Donnersbachwald Gaishorn am See Gams bei Hieflau Hall bei Admont Irdning Johnsbach Landl Lassing Liezen Oppenberg Palfau Pürgg-Trautenfels Rottenmann Sankt Gallen Selzthal Stainach Tauplitz Treglwang Trieben Weißenbach an der Enns Weißenbach bei Liezen Weng im Gesäuse Wildalpen Wörschach Steiermark Bezirk LiezenLage der Gemeinde Weng im Gesäuse im Bezirk Liezen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Weng mit Hochtorgruppe
Weng mit Hochtorgruppe
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Weng im Gesäuse (bis 2003: Weng bei Admont) ist eine Gemeinde mit 607 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen im Bundesland Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Weng im Gesäuse liegt im östlichen Admonterbecken und im seit 2002 bestehenden Nationalpark Gesäuse im Bezirk Liezen in der Steiermark. Höchster Berg ist der Große Buchstein mit 2.224 m.

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Weng.

Nachbargemeinden sind Admont, Hall, Hieflau, Johnsbach, Landl, St. Gallen und Weißenbach an der Enns.

Im Ortsteil Gstatterboden befindet sich der am weitesten von der Grenze entfernte Punkt Österreichs (47° 35′ 30″ N, 14° 38′ 0″ O47.59166666666714.633333333333).

Geschichte

Weng wird urkundlich 1135 erwähnt. Die Kirche von Weng wurde 1393 erbaut. Das Stift Admont betreute die Kirche über lange Jahrhunderte, konnte aber das zeitweilige Ausbreiten des Protestantismus in der Gegend nicht verhindern. Erst mit Gegenreformation und Vertreibung konnte sich die katholische Kirche wieder durchsetzen. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. 1889 zerstörte ein Brand die Kirche in Weng, schon 1890 erfolgte der Wiederaufbau.

1923 kaufte Dr. Finze den Schröckhof und errichte 1928 dort eine Spiritusbrennerei. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. 1939 wurde der Betrieb der Spiritusfabrik eingestellt. Ende 1944 wurde die Metallbaufabrik Hitzel aus Marburg an der Drau nach in die stillgelegte Fabrik verlegt. 1945 wurde Weng von den Amerikanern besetzt, die Enns wurde die Grenze zum russischen besetzten Gebiet. 1945 bis 1955 war sie Teil der englischen Besatzungszone in Österreich. Die Metallbaufabrik Hitzel wurde später Teil der Palfinger-Gruppe.

Am 26. Oktober 2002 entstand der Nationalpark Gesäuse.

Politik

  • Bürgermeister ist Gerald Lattacher (ÖVP).
  • Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 6 ÖVP, 3 SPÖ, - FPÖ
  • Einwohner: In Weng leben circa 630 Einwohner.

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1989.
Wappenbeschreibung: In Blau zwischen zwei silbernen Leisten, die obere zweifach gesparrt, ein rotes mit silbernen Grasbüscheln bestreutes Feld, darin ein schreitender silberner Marder.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Sebastianikapelle: um 1500
  • Ennskatarakt Gesäuse-Eingang: Naturdenkmal

Freizeit und Sport

  • Durch die Ortschaft bzw. das Gemeindegebiet führen die Alpentour bzw. der Ennstalradweg R7.
  • Grabnerstein: ein Wanderberg in der Nähe des Admonter Hauses bzw. der Grabneralm; er gilt als der schönste Blumenberg der Steiermark.
  • Schutzhütten, Almen, Berggipfel: Stützpunkte im Gemeindegebiet sind u.a. Grabneralm, Admonter Haus, Buchsteinhaus, Ennstaler Hütte, Kroisenalm und Lahnalm. Tamischbachturm, Tieflimauer, Großer Buchstein, Kleiner Buchstein und Grabnerstein laden zum Wandern und Klettern ein.
  • Mountainbike: Auf die Grabneralm bzw. die Kroisenalm / Hochscheiben führen anspruchsvolle Mountainbikestrecken.

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 40, 1990, S. 52

Weblinks

 Commons: Weng im Gesäuse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien